28/02/2011

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Bayer hat Ziele 2010 erreicht und erwartet für 2011 weitere Verbesserung

Der Konzernumsatz stieg 2010 um 12,6 Prozent auf 35,088 (Vorjahr: 31,168) Milliarden Euro. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte (wpb.) entspricht das einem Plus von 8,0 Prozent. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 9,7 Prozent auf 7,101 (6,472) Milliarden Euro. Hier wirkten sich positive Währungseinflüsse in Höhe von rund 0,4 Milliarden Euro aus. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen stieg um 18,0 Prozent auf 4,452 (3,772) Milliarden Euro.Ergebnis von MaterialScience verdreifacht
Das Geschäft mit hochwertigen Materialien war durch die konjunkturelle Erholung nach der Wirtschafts- und Finanzkrise geprägt. Der Umsatz erhöhte sich um 35,0 (wpb. 30,1) Prozent auf 10,154 (7,520) Milliarden Euro. "Als wichtigen positiven Faktor sehen wir die gestiegene Nachfrage in den bedeutenden Abnehmerbranchen. Das betrifft vor allem die Automobilindustrie, die Elektronikindustrie und - in einigen Regionen - das Bauwesen", so Dekkers. Bei der Absatzmenge habe MaterialScience 2010 in Summe wieder das Vorkrisenniveau erreicht, bei den Preisen sei das insgesamt noch nicht der Fall gewesen.Das Geschäft mit Polyurethanrohstoffen legte wpb. um 27,8 Prozent zu. Hierzu trugen vor allem die wesentlich höheren Absatzmengen in allen Produktgruppen und Regionen bei. Die höchsten absoluten Steigerungen wurden dabei in Europa und Asien/Pazifik erzielt. Der Umsatz mit hochwertigen Kunststoffen (Polycarbonat) stieg wb. um 42,9 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die Granulate mit erheblichen Mengen- und Preissteigerungen. Das Geschäft mit Rohstoffen für Lacke, Klebstoffe und Spezialitäten lag - dank einer signifikanten Zunahme der Absatzmengen - wb. um 27,2 Prozent über Vorjahr.Das EBITDA vor Sondereinflüssen von MaterialScience verdreifachte sich auf 1,356 (0,446) Milliarden Euro. Hierzu trugen vor allem die wesentlich größeren Absatzmengen bei. Zudem profitierte der Teilkonzern von den erhöhten Absatzpreisen für seine Produkte, die den negativen Effekt aus gestiegenen Rohstoffpreisen überkompensieren konnten. Auch Effizienzverbesserungen wirkten sich positiv aus.Mehr Frauen in Führungspositionen
Bayer  ließ ebenfalls verlauten, dass man den Anteil der Frauen in Führungspositionen bis zum Jahr 2015 konzernweit in Richtung 30 Prozent entwickeln wolle. Derzeit liege ihr Anteil weltweit bei knapp über 20 Prozent. "Wir sind optimistisch, unser Ziel innerhalb von fünf Jahren erreichen zu können", betonte Dekkers.Forschung und Entwicklung
Dekkers sagte, dass  das Unternehmen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Jahr 2010 um gut 11 Prozent auf einen neuen Rekordwert von knapp 3,1 Milliarden Euro erhöht habe. "Denn wir haben eine vielversprechende Produktpipeline, in die wir investieren", sagte er mit Hinweis auf neue Produkte bei Health Care und Crop Science."Wir haben 2010 viele Erfolge erarbeitet, mussten uns aber auch Herausforderungen stellen", stellte Dekkers fest. Für die künftige Entwicklung sei es wichtig, noch stärker und konsequenter in das Wachstum und die Innovationskraft von Bayer zu investieren. Hierfür sei das im November 2010 bekannt gegebene Maßnahmenpaket erarbeitet worden. Danach sollen die erforderlichen finanziellen Mittel durch eine gezielte Umschichtung von Ressourcen aufgebracht werden. Unterstützt wird dies durch Effizienz- und Sparmaßnahmen. "Hier gilt: Mehr Innovation und weniger Administration", sagte Dekkers.Aussichten für 2011 und 2012
Die Aussichten für den weiteren Geschäftsverlauf sieht der Vorstandsvorsitzende positiv. "Wie sich die Weltwirtschaft entwickeln wird, wenn die Förderprogramme in vielen Staaten auslaufen, müssen wir abwarten. Wir jedenfalls schauen zuversichtlich auf das laufende Jahr", so Dekkers. So erwarte er in allen Teilkonzernen - eine stetige wirtschaftliche Entwicklung vorausgesetzt - für 2011 Zuwächse bei Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen. Für das Gesamtjahr plant Bayer einen währungs- und portfoliobereinigten Umsatzanstieg von 4 bis 6 Prozent"Unsere Ziele für 2012 bestätigen wir", sagte Dekkers weiter. So geht Bayer - bei einem weiterhin positiven wirtschaftlichen Umfeld - nach wie vor von einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzwachstum von etwa 5 Prozent aus. Zudem plant der Konzern für 2012 ein EBITDA vor Sondereinflüssen in der Größenordnung von 8 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis pro Aktie von etwa 5 Euro.MaterialScience gehe von einer weiteren konjunkturellen Erholung aus und plane für 2011, den währungs- und portfoliobereinigten Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich und das EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich dazu überproportional zu steigern. Im 1. Quartal 2011 erwartet der Teilkonzern gegenüber dem 4. Quartal 2010 währungs- und portfoliobereinigte Umsätze in gleicher Größenordnung. Trotz gestiegener Rohstoffkosten soll das EBITDA vor Sondereinflüssen im 1. Quartal 2011 über dem des 4. Quartals 2010 liegen. 2012 plant MaterialScience - ein weiterhin positives Marktumfeld vorausgesetzt -, den Umsatz und das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA weiter zu erhöhen.Bayer habe 2010 operativ auf Kurs gelegen und erwarte für das laufende Jahr eine weitere Verbesserung der Kennzahlen, fasste Dekkers zusammen.

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