05/08/2010

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Bayer steigert Umsatz und Ergebnis im 2. Quartal

Hierzu haben laut Bayer vor allem der Geschäftsverlauf bei MaterialScience und Consumer Health sowie positive Währungseffekte beigetragen. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen nahm um 14,4 % auf 1,260 Mrd. EUR zu. Unter Berücksichtigung von Sondereinflüssen verringerte sich das operative Ergebnis (EBIT) um 1,6 % auf 1,005 Mrd. EUR. Das Konzernergebnis lag mit 525 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen um 12,7 % auf 747 Mio. EUR.

MaterialScience erzielte im 2. Quartal einen Umsatz von 2,689 Mrd. EUR. Damit übertraf der Teilkonzern das von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise belastete Vorjahresquartal um 46,9 %. Die Absatzmengen konnten in allen Produktgruppen und Regionen deutlich erhöht werden. Auch im Vergleich zum 1. Quartal 2010 konnte MaterialScience den Umsatz beträchtlich ausweiten, und zwar um 21,3 %.

Das Geschäft mit Rohstoffen für Schaumstoffe (Polyurethane) verbesserte den Umsatz im 2. Quartal gegenüber Vorjahr dank einer erheblich gesteigerten Absatzmenge währungsbereinigt (wb.) um 37,1 %. Zudem konnten die Verkaufspreise in Asien/Pazifik und Europa angehoben und damit Preisrückgänge in Nord- und Lateinamerika mehr als ausgeglichen werden. Noch deutlicher fiel das Wachstum bei den Polycarbonaten aus: Der Umsatz der hochwertigen Kunststoffe erhöhte sich wb. um 59,4 %. Hier gelang es - zusätzlich zu den deutlichen Mengensteigerungen in allen Regionen - auch die Verkaufspreise insgesamt deutlich anzuheben. Bei den Rohstoffen für Lacke, Klebstoffe und Spezialitäten entwickelte sich das Geschäft ebenfalls erfolgreich: Das Umsatzplus lag hier wb. bei 37,3 %.

Aufgrund der verbesserten Geschäftslage konnte der Teilkonzern sein Ergebnis im 2. Quartal gegenüber Vorjahr mehr als verdreifachen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg auf 371 Mio. EUR. Neben den erheblichen Mengenausweitungen und der damit stark verbesserten Kapazitätsauslastung war dieser Erfolg auch auf höhere Verkaufspreise und Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Bei den Rohstoffen verzeichnete MaterialScience dagegen eine höhere Belastung, da die Einkaufspreise an den Rohstoffmärkten im Zuge der Erholung der globalen Wirtschaft gestiegen sind.

Für das Gesamtjahr 2010 geht Bayer von einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft aus, auch wenn im weiteren Jahresverlauf mit einer Verringerung ihrer Dynamik zu rechnen ist, so das Unternehmen. Bayer will den Umsatz währungs- und portfoliobereinigt weiterhin um mehr als 5 % erhöhen. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen ist nach wie vor eine Steigerung auf mehr als 7 Mrd. EUR geplant.

MaterialScience ist auch für das 2. Halbjahr optimistisch und erwartet eine weiter positive Geschäftsentwicklung. Die bisherige Planung, die Umsätze im Gesamtjahr in der Größenordnung von 20 % zu steigern und das EBITDA vor Sondereinflüssen mehr als zu verdoppeln, erachtet der Teilkonzern aus heutiger Sicht als konservativ und erwartet diese Planungen zu übertreffen. Im 3. Quartal geht der Teilkonzern von Umsätzen und einem EBITDA vor Sondereinflüssen auf dem Niveau des 2. Quartals 2010 aus.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen jetzt mit Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf dem Rekordniveau von ca. 3,1 Mrd. EUR. Bislang hatte der Konzern für 2010 eine Anhebung des Aufwands für Forschung und Entwicklung auf ca. 2,9 Mrd. EUR geplant, nach 2,746 Mrd. EUR im Jahr zuvor.

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