Beim Namen genommen


Das Andenken Hermann Staudingers halten nicht zuletzt Begriffe lebendig, für die sein Name Pate gestanden hat. Sie bereichern vor allem den Fachwortschatz, aber auch im Alltag lässt sich auf sie stoßen, denn nach Staudinger sind u. a. Schulen und Straßen benannt.

Hier eine kleine Übersicht:

Staudinger-Reaktion
Staudinger-Synthese
Staudinger-Index: Beziehung zwischen Viskosität und Molekülmasse gelöster Polymere
Hermann-Staudinger-Preis: gestiftet von der BASF AG bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), erstmals verliehen 1971
● Straßen, die nach Hermann Staudinger benannt sind, existieren – mal mit, mal ohne den Vornamen – in Baden-Württemberg (Emmendingen, Freiburg, Karlsruhe, Münsingen, Waldshut-Tiengen), Bayern (Aschheim, Helmbrechts, München, Rehau, Trostberg, Viechtach), Hamburg, Hessen (Bürstadt, Darmstadt, Rodgau, Viernheim), Niedersachsen (Braunschweig, Lage/Lippe), Nordrhein-Westfalen (Gütersloh, Velen) und Schleswig-Holstein (Norderstedt).
● Schulen: Staudinger-Grundschule und Karmeliter/Staudinger-Realschule plus (ehemals Staudinger-Hauptschule) in Worms, wo Hermann Staudinger am 23. März 1881 geboren wurde; Hermann-Staudinger-Realschule in Konz/Rheinland-Pfalz; Staudinger-Gesamtschule in Freiburg im Breisgau; Hermann-Staudinger-Gymnasium in Erlenbach/Bayern; Hermann-Staudinger-Graduiertenschule der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
Staudinger-Kaktus: großblütige Echinopsis x Trichocereus Multihybride Hermann Staudinger, Kreuzung BS.1491/2006 (Züchter: Ingo Bartels, Burgdorf)
● Hermann-Staudinger-Haus in Freiburg im Breisgau: Es wurde 1962 errichtet und beherbergt das Freiburger Universitätsinstitut für Makromolekulare Chemie. Am 19. April 1999 brachten die Amerikanische Chemische Gesellschaft (American Chemcial Society) und die Gesellschaft Deutscher Chemiker hier eine Tafel zu Ehren Hermann Staudingers an. Auf ihr steht geschrieben:
„INTERNATIONALER HISTORISCHER MEILENSTEIN DER CHEMIE – URSPRUNG DER POLYMERWISSENSCHAFTEN. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Baden-Württemberg, 1926-1956: Dieses Gebäude ist nach Hermann Staudinger benannt, der in Freiburg von 1926 bis 1956 seine bahnbrechendem Forschungsarbeiten über Makromoleküle durchführte. Seine Theorien über die polymere Struktur von Fasern und Kunststoffen sowie seine späteren Untersuchungen von biologischen Makromolekülen bildeten die Grundlage für unzählige moderne Entwicklungen in den Material- und Biowissenschaften und für das rasante Wachstum der Kunststoffindustrie. Für seine Arbeit auf dem Gebiet der Polymere erhielt Staudinger 1953 den Nobelpreis für Chemie.“