26.10.2010

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Bekum: Neues Konzept für die Schließeinheit der elektrischen Blasmaschine EBLOW

BEKUM präsentiert zur K 2010 seine leistungsgesteigerte, elektrische Blasmaschine EBLOW x07 D, die nun über Formenplattenbreiten von 350 mm bis 700 mm und eine Schließkraft von 80 bis 240 kN als Ein- und Zweistationen-Anlage verfügt. Herzstück der EBLOW x07 D bildet eine präzise und energieeffiziente Schließeinheit, die die Berliner neu entwickelten und auch für hydraulische Blasformmaschinen anbieten, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die Konstruktion basiere auf hocheffizienten elektrischen Antrieben an den Hauptachsen der Blasmaschine. Die elektromechanischen Achsen wurden auf die speziellen Anforderungen der einzelnen Funktionen hin konzipiert und konstruiert.

Neue Schließeinheit mit symmetrischer Kraftverteilung
Darüber hinaus sei die im Blasprozess sehr wichtige Funktion der Schließeinheit der EBLOW x07 D neu entwickelt worden. Ein optimierter Schließkraftaufbau und die Schließkraftverteilung würden die Abquetschung des Butzenanteils perfektionieren. Herzstück der neuen Schließeinheit sei ein C-Grundrahmen, der wie alle Hauptkomponenten einer FEM-Berechnung unterzogen wurde. Durch die Konzipierung des C-Grundrahmens ermögliche die auf präzisen, reibungsarmen Linearführungen bewegten Schließplatten eine absolut symmetrische Kraftverteilung über den gesamten Formenbereich bei gleichzeitig hoher Schließplatten-Parallelität.

Neue Schließeinheit verbessert den Praxiseinsatz
Der Kalibrierpunkt verbleibt nach dem Formschließen immer auf der exakt gleichen Position - der Formtrennebene. Ferner erlaube die Konstruktion der neuen Schließeinheit den optionalen Einbau einer Untenkalibrier-Station zur Erhöhung der Ausbringungsmenge. Das System sei abwärtskompatibel: Neben der bewährten Formenschnell-Wechselfunktion blieben auch die Formenbefestigungspunkte erhalten. Somit können fast alle Standardformen bisheriger Baureihen von BEKUM adaptiert werden.

Die Formenbewegung in der neuen Schließeinheit
Für die Formenschließbewegung werde eine patentierte und damit exklusive Antriebstechnik, eine Kombination von Servomotor und Hydro-Getriebe, eingesetzt. Diese Antriebstechnologie realisiere den Zyklus "Schließ- und Öffnungsbewegung der auf Linearführungen positionierten Formträgereinheit" sehr schnell. Dadurch sollen die Todzeiten des Gesamtprozesses deutlich minimiert werden. Die konstant hohe und präzise Krafteinleitung während des Abquetschvorganges führe zur optimalen Formgebung des Artikels. Dem Anwender stehe dabei immer die volle Schließkraft unabhängig von Formendicke ohne Justierung zur Verfügung. Die Schließkraft und Geschwindigkeit sind frei wählbar und können somit exakt an die Anforderungen des Prozesses angepasst werden.

Schnelle Wagenbewegung in der neuen Schließeinheit
Über einen einfachen, wartungsarmen und robusten Kurbelantrieb wird die Wagenbewegung "Transfer der Schließeinheit von Blaskopfposition zur Kalibrierposition" realisiert. Dieser ermögliche eine hochpräzise Positionierung des Wagens von 0,01 mm ohne mechanischen Anschlag bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 680 mm/s. Das bedeutet - bei einem Hub von 300 mm werde eine Verfahrzeit von nur 0,44 s benötigt. Diese hohe Dynamik und Präzision der elektromechanischen Achse ist nach Auskunft von BEKUM maßstabsetzend in der Blasmaschinentechnik.

Hybrider Antrieb vereint Dynamik mit Kraft
Der zusammen mit Bosch-Rexroth entwickelte hybride Antrieb für das Schließsystem soll neben den dynamischen Anforderungen der Achse auch die Forderung nach schnellem, hubunabhängigem Kraftaufbau bei Formschluss sowie zeitgemäßem Energieverbrauch und Geräuschverhalten erfüllen. Der Antrieb könne Kräfte über lange Zeit halten und schnelle Kraftänderungen weich abfedern. Das Antriebssystem arbeitee energieeffizient, präzise im Schließverhalten und vermindere die Geräuschemissionen auf 68 dB. Mit diesem System, das ohne klassische Hydraulik mit Tank und Verdrängereinheit auskommt, hätten die beiden Entwicklungspartner Neuland betreten.

Hybrider Antrieb verringert die Belastung bei hohen Haltekräften
Für das Schließsystem von BEKUM wurde zwischen elektrischem Antrieb und Linearachse ein hydraulisches Getriebe gesetzt. Es dient der Umsetzung der rotatorischen Bewegung, in eine lineare Bewegung. Dies erlaube eine gezielte Umschaltung zwischen Eil- und Krafthub. Hierdurch würden die Belastungen für die Antriebsseite und die Kugelgewindetriebe deutlich reduziert. Durch eine Sperrfunktion in dem hydraulischen Getriebe könne die Schließkraft, wie bei einer klassischen hydraulischen Maschine, ohne Antriebsmoment gehalten werden.

Serienkonzept für hydraulische und elektrische Blasmaschinen
Die neue Schließeinheit wurde im Rahmen der Gesamtkonzeptlösung für wirtschaftliche Hochleistungs-Blasmaschinen entwickelt. Sie ist sowohl für elektrische Blasmaschinen der EBLOW x07 D-Serie, als auch kurzfristig für hydraulische Blasmaschine der BM x07 D-Serie verfügbar. Mit dieser Technologie sei es möglich, energiesparend, leise und schlagfrei, also möglichst schonend für die Blasmaschine und die Formen zu arbeiten, um die Lebensdauer der Einheit zu verlängern.

Weitere Informationen: www.bekum.de

K 2010, 27.10.-3.11.2010, Düsseldorf, Halle 14, Stand C03