15.12.2014

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Bekum: Restrukturierung des Blasmaschinenherstellers verläuft nach Plan

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat White & Case-Partner Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger am 1. Dezember 2014 zum Sachwalter in dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Bekum Maschinenfabriken GmbH bestellt. Bekum hatte am 22. September 2014 die Einleitung eines sogenannten Schutzschirmverfahrens beantragt (siehe auch plasticker-News vom 14.10.2014).

Das in Berlin ansässige Unternehmen beschäftigt derzeit 110 Mitarbeiter und produziert und vertreibt vollelektrische sowie hydraulische Maschinen zur Herstellung geblasener Kunststoffhohlkörper aller Größenordnungen (5 ml - 3.000 l). Bekum beliefert Kunden aus den Bereichen der Verpackungs-, Automobil-, Sanitär- und Elektroindustrie weltweit und dabei überwiegend im außereuropäischen Ausland. Im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 34 Millionen Euro.

Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens wird den Angaben zufolge unter Aufsicht des Sachwalters vollumfänglich fortgeführt. "Ziel ist eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens. Ich bin zuversichtlich, dass der Insolvenzplan Anfang 2015 den Gläubigern zur Abstimmung vorgelegt werden kann", erklärte Schulte-Kaubrügger.

Nach Unternehmensangaben läuft der Geschäftsbetrieb vollumfänglich weiter, man habe seit Oktober 2014 auch weitere Maschinen verkauft. Die Geschäftsleitung und alle Mitarbeiter seien noch an Bord. Der Umzug der Produktion ins österreichische Traismauer, Niederösterreich, zur Bekum Maschinenfabrik Traismauer Ges. mbH wird demzufolge für das zweite Quartal 2015 angestrebt. Die Konstruktion und die Entwicklung sowie der Vertrieb solllen weiterhin in Berlin verbleiben.

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