Berufsbegleitendes Fernstudium „Chemische Verfahrenstechnik“

Die chemische Verfahrenstechnik ist das Bindeglied zwischen Chemie und Ingenieurwissenschaften. Die Aufgabenfelder reichen von der Herstellung neuer Produkte auf Basis bestehender Rohstoffe über die Optimierung chemischer Prozesse bis hin zur Forschung und Entwicklung. Mit dem neuen interdisziplinären Bachelor-Studiengang „Chemische Verfahrenstechnik“ der Wilhelm Büchner Hochschule können sich Interessierte und ausgebildete Fachkräfte aus der chemischen Industrie berufsbegleitend akademisch qualifizieren. Der 7-semestrige Fernstudiengang beinhaltet ingenieurwissenschaftliche sowie mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, anwendungsorientiertes Wissen in den Bereichen Produktionsanlagen und Verfahrenstechnik sowie fachübergreifende BWL- und Management-Themen. Studienbeginn ist jederzeit möglich.

„Chemische Verfahrenstechniker haben zur Aufgabe, im Labor entwickelte chemische Prozesse auf eine technische Produktionsanlage zu übertragen, um sie für die industrielle Massenproduktion tauglich zu machen. Dies macht sie zu gefragten Fachkräften in allen Branchen, die sich mit Stoffumwandlungsprozessen beschäftigen – ob Baustoff-, Pharma-, Nahrungsmittel- oder chemische Industrie“, so Thomas Kirchenkamp, Kanzler der Wilhelm Büchner Hochschule. Um die Studieninhalte an aktuellen und künftigen Anforderungsprofilen des Marktes auszurichten, wurde der Studiengang zusammen mit der Cur-renta GmbH & Co. OHG, einem Joint Venture der Bayer AG und der LANXESS AG und Betreiber des Chemieparks CHEMPARK, entwickelt. Dies ermöglicht Absolventen ausgezeichnete Karriereaussichten. Da sie sich neben fachlichen Kenntnissen auch Führungs- und Managementkompetenzen aneignen, sind sie zudem in der Lage, Projektleitungs- und Führungsaufgaben zu übernehmen.

Studieninhalte: umfassende Grundlagen und individuelle Schwerpunkte
Mathematik, Physik, Chemie sowie Informatik und Ingenieurwissenschaften sind die Fachthemen des Grundstudiums. Darüber hinaus befassen sich die Studierenden im Modul Business Management und Führung mit betriebswirtschaftlichen Themen.

Im Kern- und Vertiefungsstudium werden diese Grundlagen mit Wissen rund um die Verfahrenstechnik verknüpft. So beispielsweise in der physikalischen und technischen Chemie, Apparate- und Anlagentechnik oder mechanischen Verfahrenstechnik. Durch den Wahlpflichtbereich geben die Studierenden dem Studium ihre individuelle Ausprägung. Denn sie entscheiden sich für zwei der folgenden acht Themen: Verfahren der Pharmazie, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, Grundlagen des Innovations- und Technologiemanagements, Logistik und Materialflussmanagement, Marketing und Technischer Vertrieb, Energiesysteme, Energie und Umwelt, Sicherheit in der Chemieproduktion.

Im Studienbereich Ingenieurpraxis lösen die Studierenden typische Aufgabenstellungen eines Chemischen Verfahrenstechnikers. Dies geschieht in einem Einführungsprojekt, einem ingenieurwissenschaftlichen Projekt, der berufspraktischen Phase sowie der abschließenden Bachelorarbeit. Die praxisnahen und zum Teil im Team zu lösenden Aufgaben fördern vernetztes Denken, Problemlösungskompetenz sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Labore: Theorie in Praxis übertragen
Die Studierenden nehmen an insgesamt fünf obligatorischen Laboren teil, um das theoretisch Gelernte in Praxissituationen zu übertragen. Zwei Labore finden am Standort der Wilhelm Büchner Hochschule in Pfungstadt statt, zwei beim Kooperationspartner Currenta am CHEMPARK-Standort Leverkusen. Hier lernen die Studierenden in Praktika thermische Verfahrenstechnik und instrumentelle Analytik kennen. Ein weiteres Labor besuchen die Studierenden an der Hochschule Bochum. Dort werden ebenfalls Labore aus dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Wilhelm Büchner Hochschule durchgeführt.

Flexible Studiengestaltung
Basis des Fernstudiengangs sind die umfangreichen schriftlichen Studienunterlagen. Ergänzt werden diese durch zusätzliches Material auf dem Online-Campus „StudyOnline“. Die interaktiven Angebote des Online-Campus ermöglichen eine individuelle und zeitnahe Studienbetreuung durch Tutoren sowie Kontakte zu einem aktiven Netzwerk aus Mitstudierenden und Dozenten. Präsenzphasen bieten Gelegenheit für persönliche Begegnungen. In einem Testmonat können Interessierte den Studiengang unverbindlich kennen lernen.

Quelle:

Wilhelm Büchner Hochschule