19.12.2014

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Bianor: Kunststoffspezialist setzt auf nachhaltige Nachwuchsförderung und Fachkräfteentwicklung

In der Diskussion um die Entwicklung und Förderung von Fachkräften setzt der Kunststoffspezialist Bianor bereits seit fünf Jahren auf ein eigenes Studentenprogramm, über das Talente beworben und das Unternehmen als potentieller Arbeitgeber sichtbar wird. So unterstützt Bianor die Vereinigung "Diamonds Discoverers" als Gründungsmitglied. Auf Initiative der Technischen Universität in Białystok wurde die Vereinigung zur Talentförderung ins Leben gerufen und Ende November 2014 offiziell vorgestellt. Es sind hauptsächlich Unternehmen aus der Region Woidwodschaft Podlachien, zu der Białystok gehört, die sich unter dem Dach "Diamonds Discoverers" zusammenfinden und mit dieser Initiative die Region und die Förderung der dortigen Jugend stärken möchten. "Diamonds Discoverers" wird Forschungsprojekte, Ideen und Entwicklungen mit Stipendien und Fördergeldern unterstützen. Zusätzlich stellt die Universität ihre technischen Mittel, Räume und Labore zur Verfügung, um dort Projekte realisieren zu können. Angesprochen sind Schüler in Gymnasien, Sekundar- und Berufsschulen.

Neben Bianor sind es Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Konstruktion, Bau, IT und dem Bankenwesen, die gemeinsam mit der Technischen Universität Białystok Schüler in der Region Woidwodschaft Podlachien fördern möchten: Dies kann in Form von Stipendien geschehen, Studienfahrten, die finanziert werden, oder auch durch die Unterstützung von Teilnahmen an internationalen Wettbewerben oder Olympiaden, wo Talente mit ihren Erfindungen und Forschungsprojekten antreten können. Für die Arbeit daran stellt die Technische Universität den Schülern ihre Räumlichkeiten und Labore zur Verfügung. Die ganz besonderen "Diamanten" unter ihnen haben auch die Möglichkeit, an der Technischen Universität Vorlesungen und Seminare zu belegen und sich so schon den Einstieg an der Universität zu sichern. Im Fokus der Förderung stehen insbesondere die Bereiche der Naturwissenschaften, Mathematik, Technologie, Maschinenbau und Design.

Bianor gehört zu den Gründungsmitgliedern und sieht ganz klar die Chance darin, bereits ganz früh Talente zu sichten und mittel- wie langfristig auch das eigene Unternehmen für junge Menschen interessant zu machen. "Unser Engagement ist auch eine Investition in die Region", sagt Hans de Haas, CEO des Unternehmens.

"Damit sich die Region weiterentwickelt, müssen wir für die jungen Menschen Anreize schaffen, hier zu bleiben und ihr Know-How in unsere Industrien zu stecken. Mit 198 Gymnasien und 124 Sekundar- und Berufsschulen ist hier viel Potential zu heben." Zwei "Diamanten" haben sich bereits sehr erfolgreich eingeführt. Mit ihrem "Conqueror Robot" haben sie im März 2014 in Österreich an der internationalen RobotChallenge Championships teilgenommen und in der Kategorie "Humanoid Sprint" gewonnen. Im ersten Jahr geht der Fördertopf 2015 mit einer Gesamtsumme von 65.000 Euro an den Start, was sukzessive gesteigert werden soll. Nun beginnt das Gremium, gemeinsam mit den Schulen in der Region zu sichten, welche Talente für das Programm in Frage kommen.

Unternehmenseigenes Studentenprogramm
Bianor legt großen Wert darauf, im eigenen Unternehmen Fachkräfte zu entwickeln, um somit die Weiterentwicklung des Unternehmens nachhaltig zu sichern. "Es ist wichtig, das Potential der nachwachsenden Generation zu erkennen und zu unterstützen", bekräftigt Hans de Haas. "Für uns als Unternehmen ist es entscheidend, im Wettbewerb um Talente und Fachkräfte ganz nah dran zu sein und somit die eigene Innovationsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit zu sichern. Unser Studentenprogramm ist hierfür ein sehr erfolgreiches Vehikel."

Bereits im fünften Jahr führt der Kunststoffspezialist sein unternehmenseigenes Studentenprogramm durch. Nachdem die Bewerbungsphase am 14. November geendet hat, wählt nun Bianor unter den über 100 Bewerbungen geeignete Kandidaten aus, die sich u.a. in einem Auswahlgespräch vorstellen. Erstes Kriterium ist, dass sich die Bewerber im letzten Studienjahr befinden oder innerhalb des letzten Jahres ihr Studium abgeschlossen haben. Am 17. Dezember werden die fünf bis sechs Studenten feststehen, die im Januar nächsten Jahres das viermonatige Praktikum beginnen. In dieser Zeit durchlaufen die Studenten alle Bereiche des Unternehmens: Produktion, Qualitätsmanagement, Einkauf, Logistik, Prozessoptimierung und Montage. Nach jeder dieser Phasen führt Bianor ein Feedback- und Bewertungsgespräch mit den Studenten. "In den Gesprächen wird die gesamte Zeit in einem Unternehmensbereich noch einmal durchleuchtet und bewertet", sagt Hans de Haas. "So bekommen wir ein Gefühl für den Studenten und welche Bereiche ihm oder ihr am besten liegen beziehungsweise wo er oder sie sich im Unternehmen sehen würde. Es besteht auch die Möglichkeit das Praktikum zu verlängern, um Marketing und Vertrieb im Unternehmen kennenzulernen."

Im besten Falle finden sich über das Praktikum Kandidaten, die nach ihrem Studium bei Bianor einen Arbeitsvertrag unterschreiben. "Wir haben einige dieser Erfolgsgeschichten in unserem Unternehmen", so de Haas. "In allen Abteilungen sitzen ehemalige Praktikanten, die nach dem Studentenprogramm hier eingestiegen sind und sehr erfolgreich ihren Weg gehen."

Über Bianor
Bianor wurde 1997 als polnisch-niederländisches Joint Venture gegründet und sieht sich heute als einer der führenden Spritzgussspezialisten und Vertragshersteller. Das Unternehmen mit Sitz im polnischen Białystok betreibt eine zweite Produktionsanlage in Ploiesti (Rumänien). Bianor verweist auf mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der Entwicklung, Produktion, Veredelung und Montage von hochpräzisen Formteilen nach europäischen Qualitätsstandards. Zum Kundenstamm zählt das Unternehmen internationale Marktführer wie Bosch-Siemens (Haushaltsgeräte), Philips (Haushaltsgeräte), Makita (Elektrowerkzeuge), Brita (Wasserfilter), Newell Rubbermaid (Baby-Sitze) oder MeadWestvaco (Verpackungen).

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