22.09.2015

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Bio-on + Moore Capital: Erstes PHA-Werk in Brasilien geplant

Das italienische Kunststoffunternehmen Bio-on und die brasilianische Investmentgruppe Moore Capital planen die Errichtung des ersten Produktionswerks für Polyhydroxyalkanoate (PHA) in Brasilien.

Laut Pressemitteilung unterzeichnete Bio-on dazu eine Lizenzvereinbarung mit Moore Capital. Beide Unternehmen planen demnach eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 10.000 Tonnen PHA, verarbeitet werden sollen Nebenprodukte der Zuckerrohrverwertung. Für das neue Werk ist ein Standort bei São Paulo oder im westbrasilianischen Bundesstaat Acre im Gespräch. Die erforderlichen Investitionen belaufen sich auf 80 Mio. EUR, gerechnet wird mit etwa 60 neuen Arbeitsplätzen. Moore Capital sicherte sich zudem eine Option für die Errichtung eines zweiten PHA-Werks in Brasilien.

Otávio Pacheco, geschäftsführender Gesellschafter von Moore Capital, erklärte in der Aussendung: "Wir haben uns für die Technologie von Bio-on entscheiden, die eine außergewöhnliche Möglichkeit für die industrielle Entwicklung in Brasilien bietet, und uns deshalb entschieden, 5,5 Mio. EUR in den Erwerb der entsprechenden Lizenz und weitere 80 Mio. USD in den Bau des ersten Werks zu investieren."

Der Vorstandschef von Bio-on, Marco Astorri, fügte hinzu: "Wir werden Brasiliens erstes PHA-Werk gemeinsam mit einem Unternehmen entwickeln, das sein Augenmerk auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit richtet - zwei Kernpunkte für die Chemieindustrie der Zukunft."

Polyhydroxyalkanoate sind Biopolymere, die für die Herstellung von biologisch abbaubaren Kunststoffen verwendet werden. Wichtige Anwendungsbereiche sind dabei die Produktion von Verpackungsmitteln insbesondere für Lebensmittel sowie die Herstellung von Implantaten und anderen medizinischen Materialien.

Bio-on hat ihren Sitz in San Giorgio di Piano bei Bologna und ist an der Börse in Mailand gelistet.

Die in São Paulo ansässige Moore Capital konzentriert sich nach eigenen Angaben auf Investments in den Bereichen Gesundheit, Innovation, Wiederaufforstung, Emissionsrechtehandel und erneuerbare Energien.

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