05.06.2013

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Borealis: Neue Katalysatoranlage am Standort Linz eröffnet

Borealis hat am 3. Juni eine neue Katalysatoranlage am Standort Linz eröffnet. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben insgesamt EUR 100 Millionen in die Realisierung der Anlage, in der mittels der unternehmenseigenen "Borealis Sirius Technologie" Katalysatoren für die Kunststoffproduktion hergestellt werden können. Diese sollen eine exakte Anpassung der Kunststoff-Eigenschaften an die jeweiligen Anforderungen ermöglichen und unter anderem Härte, Formbarkeit oder auch Elastizität der Endprodukte bestimmen.

Die Inbetriebnahme der Anlage hat demzufolge 35 neue Arbeitsplätze am Standort Linz geschaffen und soll Borealis die lückenlose Erschließung der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette ermöglichen: Beginnend bei Entwicklung und Produktion eigener Katalysatoren bis hin zur anwendungsorientierten Entwicklung innovativer Endprodukte in enger Zusammenarbeit mit den Kunden. Zudem soll die patentierte Borealis Sirius Katalysatortechnologie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit des Unternehmens im Geschäftsfeld der Kunststoffherstellung steigern. Die Eröffnung der neuen Katalysatoranlage am Standort Linz sei ein zentraler Faktor in der Wachstumsstrategie von Borealis im Geschäftsfeld der Polyolefine.

"Katalysatoren spielen bei der Entwicklung innovativer Kunststoffe eine wesentliche Rolle, denn mithilfe von Katalysatoren können wir Kunststoffe noch exakter formen und so noch genauer auf die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden eingehen", sagt Alfred Stern, Borealis Executive Vice President Polyolefine. "Die neue Anlage in Linz ermöglicht es uns, auf den Ergebnissen der Grundlagenforschung in unserem Innovation Centre in Porvoo, Finnland aufzubauen und dort entwickelte Katalysatoren zur kommerziellen Reife zu bringen. Das ist ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung von Katalysatoren und entscheidet über die Qualität und Einsetzbarkeit des Endprodukts", so Stern.

"Der Katalysator ist wenn man so will, das ‚Herz‘ bestimmter Polymerisationsprozesse. Mit der Eröffnung unserer eigenen Katalysatoranlage können wir Katalysatoren für unseren Eigenbedarf in der Produktion wie auch in der Forschung und Entwicklung selbst produzieren und haben somit die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette direkt im Unternehmen", erklärt Stern.

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