10.09.2013

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Borealis: Neue faserbasierter PP-Werkstoffe für die Automobil- und Appliance-Industrien - Neue Compounding-Anlagenlinie in Monza

Borealis und Borouge, Anbieter von Lösungen in den Bereichen Basischemikalien und Kunststoffe, präsentieren "Fibremod" - eine neue Produktfamilie faserbasierter Polypropylen (PP) -Werkstoffe für die Automobil- und Appliance-Industrien. Gemeinsam mit der Einführung von Fibremod kündigt Borealis außerdem die Inbetriebnahme einer neuen Linie für Langglasfasern in Monza, Italien, an.

Einführung der Fibremod-Produktfamilie
Die Fibremod-Familie mit ihren speziell designten Kurz- (SGF) und Langglasfaser (LGF) - Werkstoffen vereint laut Anbieter die Fasfasermarken "Xmod" und "Nepol" unter einem gemeinsamen Namen. Der Name "Fibremod" steht demzufolge sowohl für die Materialkategorie als auch für die Fähigkeit von Borealis und Borouge, eine spezifische Materialsorte zu transformieren oder zu modifizieren. In Zukunft soll Fibremod die Produktmarke für alle faserbasierten PP-Werkstofflösungen für Automobilanwendungen wie auch für Weißware und Elektrokleingeräte sein. Die bisherigen Markennamen Xmod und Nepol werden demnach mit dem Start von Fibremod nicht mehr verwendet.

Die maßgeschneiderten, glasfaserverstärkten PP-Lösungen ermöglichen laut Anbieter Gewichtsreduktionen sowie höhere Festigkeits- und Schlagzähigkeitseigenschaften bei zahlreichen Anwendungen. In der Produktion seien sie umweltvertäglicher, da ihre Verarbeitungstemperaturen und der Energiebedarf im Vergleich zu alternativen Lösungen wie Polyamid (PA) wesentlich geringer sei.

Durch Borealis' unternehmenseigene "Borstar" Prozesstechnologie können Borealis und Borouge maßgeschneiderte PP-Werkstoffe mit verbesserten Steifigkeitseigenschaften produzieren, um den Anforderungen spezifischer Kundenprojekte gerecht zu werden. Eine einzigartige, leistungsfähige Fibremod-Glasfaserlösung sei zum Beispiel ausschlaggebend gewesen für die Entscheidung bei Volkswagen (VW), als erster Originalhersteller (OEM) von glasverstärktem Polyamid (PA) auf SGF PP von Borealis für seine Luftansaugkrümmer (1,4/63 kW- und 1,6l/77 kW-Motoren) zu wechseln. Die Verwendung von Fibremod ermöglichte demzufolge eine 15%ige Gewichtsreduktion, verbesserte akustische Eigenschaften und eine höhere Produktionskosteneffizienz für VW und seinen Tier One-Zulieferer. Inzwischen würden Fibremod-Werkstoffe immer öfter bei verschiedenen Endanwendungen eingesetzt, wie zum Beispiel für Armaturenbrettträger, Frontend-Module sowie für unterschiedliche Anwendungen unter der Motorhaube sowie für Elektrogeräte.

Inbetriebnahme der LGF-Linie in Monza
PP-LGF ist eine Gruppe langglasfaserverstärkter Produkte, die in der neuen Monza-Anlage mittels Pultrusion produziert werden. Damit kann laut Hersteller sowohl bei Pellets als auch bei Endprodukten eine höhere Faserlänge erzielt werden. Die Glasfasern sind überlicherweise parallel in den Pellets angeordnet und weisen die gleiche Länge wie das Pellet selbst auf. Die Produktionsanlage in Monza sei für den Spezialproduktbereich von Borealis von großer Bedeutung, da ihre kleineren Linien eine höhere Flexibilität ermöglichen würden. Die neue PP-LGF-Produktionslinie in Monza stelle eine ideale Ergänzung im Rahmen der Monza-Anlagenstrategie, die Kunden verstärkt mit Spezialprodukten zu bedienen, dar.

Weitere Informationen:
www.borealisgroup.com, www.borouge.com, www.waterfortheworld.net

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