09/03/2011

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Borealis: Spatenstich in Linz für neue Katalysatorproduktionsanlage

Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen im Bereich Basischemikalien und Kunststoffe, feierte am 8. März in Linz den Spatenstich zum Bau einer neuen semi-kommerziellen Anlage zur Katalysatorproduktion. Mit einer Gesamtinvestition von EUR 75 Millionen will das Unternehmen damit seine Forschungskompetenzen im Bereich Kunststoffe ausbauen und einen weiteren Meilenstein bei der Entwicklung des Kunststoffstandorts Oberösterreich setzen.

Katalysatoren sind Stoffe, die die Reaktionsgeschwindigkeit einer chemischen Reaktion verändern. Damit spielen Katalysatoren eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von hochwertigen Kunststofflösungen. Borealis hat dazu nach eigenen Angaben eine revolutionäre und bereits mit über 47 weltweiten Patenten abgesicherte Produktionstechnologie entwickelt, um Katalysatoren herzustellen.

Basierend auf dieser Technologie will Borealis in der neuen Anlage an der Entwicklung neuer Katalysatortypen aber auch an verbesserten Produktionsverfahren zur Katalysatorherstellung arbeiten. Die neue Anlage läuft nicht nur zu Forschungszwecken, sondern wird auch kommerzielle Mengen für Borealis weltweite Standorte erzeugen. Die Fertigstellung ist bis Sommer 2012 geplant.

"Katalysatoren sind bei der Entwicklung innovativer Kunststoffe von entscheidender Bedeutung," sagt Alfred Stern, Borealis Senior Vice President für Forschung und Entwicklung. "Diese neue Anlage ermöglicht es uns, auf den Ergebnissen der Grundlagenforschung in unserem Innovation Centre in Porvoo, Finnland, aufzubauen und dort entwickelte Katalysatoren zur kommerziellen Reife zu bringen. Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung von Katalysatoren und entscheidet über die letztendliche Qualität und Einsetzbarkeit der Materialien. Darüber hinaus können wir damit semi-kommerzielle Mengen für unseren Eigenbedarf zum Beispiel in unseren Pilotanlagen produzieren. Das verschafft uns einen Innovationsvorsprung und Wettbewerbsvorteil."

"Forschung und Innovation sind das Kernstück unserer erfolgreichen ‚Value Creation through Innovation‘ Strategie," unterstreicht Borealis Vorstandsvorsitzender Mark Garrett. "Mit der neuen Katalysatoranlage stärken wir unsere Forschungskompetenz im Bereich Katalysatorforschung. Dieses Investment ist ein weiterer Baustein in unserer weltweiten Wachstumsstrategie und stärkt unsere Position in Europa."

Starker Impuls für Wirtschafts-, Forschungs- und Wissenschaftsstandort Oberösterreich
"Diese Investition ist ein neuerliches deutliches Signal für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich," so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. "Wir wollen heute bereits dort sein, wo morgen Zukunft stattfindet. Daher ist es besonders wichtig, dass Unternehmen auf Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung setzen, um im Wettbewerb der Regionen in der Spitzengruppe dabei zu sein. Die Entscheidung von Borealis, sein internationales Forschungs-Headquarters in Linz noch weiter auszubauen, ist für den oberösterreichischen Wirtschaftsstandort ein Antrieb - sowohl aus wirtschaftspolitischer als auch aus arbeitsmarktpolitischer Sicht."

"Ich sehe diese Entscheidung als starken Motor für den gesamten Wirtschaftsraum, aber im Besonderen für den Kunststoffstandort Oberösterreich. Darüber hinaus entstehen neue, zukunftsorientierte Arbeitsplätze. Gerade die Kunststoffbranche ist eine der wichtigsten Zukunftsbranchen für Oberösterreich," so Pühringer.

Prognosen zeigen, dass die Kunststofftechnik auch in den nächsten Jahren auf hohem Niveau wachsen werde. "Bereits jetzt erwirtschaftet die Kunststoff-Branche in Oberösterreich einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro und beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher braucht es die Synergien aus Wirtschaft und Wissenschaft für einen erfolgreichen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Forschungsstandort."

JKU errichtet Zentrum für industrielle Katalysator- und Verfahrenstechnik
Gleichzeitig mit der Erweiterung der Forschungsaktivitäten von Borealis in Linz wurde an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) ein Zentrum für industrielle Katalysator- und Verfahrenstechnik gegründet. Das neue Institut ist Teil des von Borealis und Teileigentümer OMV geförderten Lehrstuhls für Kunststofftechnik. Über 100 Studierende haben seit dem Start in der neuen weltweit einzigartigen Studienrichtung inskribiert, heißt es abschließend.