05.01.2012

Fachhochschule Trier

Brennstoffzelle im Praxistest am Umwelt-Campus Birkenfeld

Am Montag, 9.1.2012, erfolgt der Startschuss zum Feldtest einer am Umwelt-Campus Birkenfeld entwickelte Brennstoffzelle. Während man beim Thema Brennstoffzelle meist an Wasserstoff denkt, wird diese Klein-Brennstoffzelle mit einem flüssigen Alkohol betrieben. Der verwendete Alkohol ist zwar nicht trinkbar, enthält aber viel Energie: Ein Liter entspricht der Energiemenge einer Kilowattstunde! Hierfür müsste man umgerechnet 1000 Liter Wasserstoffgas in Druckbehältern speichern.

Das in enger Kooperation mit den Firmen Wellgo Gerätebau (Nohfelden) und Ille Papierservice GmbH (Altenstadt) entwickelte System ist ein Dauerläufer, der wartungsfrei kleine Leistungen bis 10W über einen Zeitraum bis zu einem halben Jahr bereitstellen kann, bevor nachgetankt wird. Einsatzbereiche finden sich im Ersatz von Batterien für Fahrkartensysteme, Sensoren oder elektronische Spender- und Dosiersysteme, wie sie im Sanitärbereich eingesetzt werden. Das Interesse von Ille an der Brennstoffzellentechnik rührt daher, dass ein Brennstoffzellensystem die hygienischen, berührungslosen Papierspender bis zu sechsmal länger betreiben kann als ein Satz Batterien, die zudem entsorgt werden müssen.

Am 9.1. ist es nun so weit: Die mittlerweile kostengünstig mit
Spritzguss (Wellgo) herstellbare Brennstoffzelle geht in den Feldtest.
Hierzu findet ab 12:00 Uhr in Raum 9924/136 ein feirlicher "Startschuss" mit den beteiligten Firmen statt. Neben den genannten Unternehmen sorgen auch Freudenberg (Weinheim) und Treofan (Neunkirchen) für serientaugliche Komponenten in diesem innovativen System.

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