27.01.2015

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Bruder Spielwaren: 75 Millionen Euro Umsatz - Weiteres Wachstum geplant - Neues Zweigwerk in Tschechien

"Für die Bruder Spielwaren war 2014 das erfolgsreichste Geschäftsjahr seit der Gründung im Jahr 1926", sagte Paul Heinz Bruder, Geschäftsführender Gesellschafter der Bruder Spielwaren GmbH + Co. KG (Fürth-Burgfarrnbach), zum Auftakt der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg vom 28. Januar bis 2. Februar. "Unser Umsatz ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent von 68 auf 75 Millionen Euro gestiegen", freut sich Bruder. "In der Branche gehören wir damit zu den Unternehmen, die überdurchschnittlich wachsen", weiß der Unternehmer, der auch Vorstandsmitglied im Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) ist. Für das laufende Jahr rechnet Bruder mit einem weiteren Wachstum von fünf bis sechs Prozent. Das Familienunternehmen gilt in Europa als einer der führenden Hersteller von hochwertigen Kunststoff-Spielfahrzeugen im Maßstab 1:16.

Im Rekordjahr 2014 sind nicht nur mehr Spielwaren exportiert worden, sondern auch der heimische Markt hat sich gut entwickelt, sagt Bruder. Die neuen Produkte haben mehr Käufer gefunden, "weil wir ganz klar auf beste Qualität setzen. Und weil wir den stationären Handel tatkräftig unterstützen." Schließlich sei auch die gute Gesamtkonjunktur mit geringer Arbeitslosigkeit ein Grund für das Wachstum. "Die Bundesbürger sagen jetzt wieder: Ich will mir etwas leisten. Dazu zählen auch anspruchsvolle Spielwaren", erläutert Bruder. Besonders gefragt waren beispielsweise LKWs, Bau- und Landmaschinen. Die "Renner" im Sortiment waren die MB Arocs-Modelle, der Massey Fergusson-Traktor und der John Deere Gator 855D.

"Dass wir so erfolgreich im Markt sind, hat auch mit unseren individuell geschulten Mitarbeitern zu tun. Sie alle wissen, worauf es bei der Entwicklung von Spielwaren ankommt: auf den Spielwert, die kindgerechte Funktion und die Spielzeugsicherheit." Dieser hohe Qualitätsstandard sorge schließlich auch für die große internationale Beliebtheit der Bruder-Spielwaren. Inzwischen liege die Exportquote bei über 70 Prozent. Geliefert würde in rund 60 Länder weltweit. "Aufgrund der politischen Lage haben wir - wie alle anderen Exporteure auch - lediglich einen Rückgang der Verkaufszahlen in Russland. Die Abwertung des Rubels hat unsere Produkte teurer im Einkauf gemacht", sagt Bruder.

Gezielte Investitionen
Das fränkische Familienunternehmen hat im vergangenen Jahr rund acht Prozent vom Umsatz investiert. Die Investitionen sollen zukünftig tendenziell steigen, da mit dem im Herbst 2014 gegründeten Zweigwerk Bruder CZ im tschechischen Pilsen die Produktion von Bruder erweitert wurde, um ausreichend Kapazität für die weitere Unternehmensentwicklung zur Verfügung zu haben. Derzeit sind in der neuen Niederlassung 20 Mitarbeiter beschäftigt. "Wenn unsere Geschäftsentwicklung weiter so positiv verläuft wie in den vergangenen Jahren, werden wir nicht nur an unserem Burgfarrnbacher Standort neues Personal benötigen, sondern auch in Tschechien. Das könnten nach heutigen Prognosen einmal bis zu 150 Mitarbeiter werden", sagt Paul Heinz Bruder. Im nur etwa 200 km entfernten Pilsen würden dann alle Produktionsprozesse bis hin zum fertigen Modell durchlaufen - von der Herstellung von Kunststoffteilen über die Montage und Verpackung.

"Wir sind für die Zukunft bestens aufgestellt", betont Bruder. Dafür sorgten die derzeit mehr als 430 Mitarbeiter, von denen 26 Auszubildende sind. "Unsere hohe Ausbildungsquote ist vorbildlich", erläutert Bruder, der auch Vizepräsident der IHK Mittelfranken ist. "Weil wir unternehmerisch verantwortlich handeln, bilden wir unsere Fachkräfte wie Industriekaufleute, Werkzeugmechaniker, Verfahrensmechaniker und Industriedesigner selbst aus." Dieses Investment in die Zukunft werde sich auszahlen, besonders aufgrund des Fachkräftemangels in den technischen Berufen, ist der Spielwaren-Experte sicher.

Weitere Informationen: www.bruder.de

Spielwarenmesse, 28.01.-02.02.2015, Nürnberg

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