06.07.2011

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CCons: Studie zum Außenhandel mit Kunststoffwaren - Ansätze zur Exportbelebung und Frage nach der Größe der KVI

Der nachfolgende Bericht zum Außenhandel mit Kunststoffwaren in 2010 und 2011 wurde erstellt von Dipl.-Ing. G. Wilhelm Crößmann, CCons crößmann consulting, und basiert auf den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Außenhandelsdaten.

Leider ist die Korrelation zwischen den Nomenklaturen des Monatsberichts im Verarbeitenden Gewerbe (WZ 2008) und der vierteljährlichen Produktionsstatistik (GP 2009) einerseits und der Außenhandelsstatistik, entsprechend dem Warenverzeichnis der Kombinierten Nomenklatur andererseits, nur in einigen Fällen direkt gegeben, so dass eine direkte Analyse des Inlandsverbrauchs von Kunststoffwaren nur äußerst eingeschränkt möglich ist. In der jetzt von CCons veröffentlichten Studie zum Außenhandel mit Kunststoffwaren, wurde auf nähere Analyse dieses Aspektes bewusst verzichtet.

Deutschland im Allgemeinen ist Exportweltmeister! Auch bei der Betrachtung des Außenhandels von Kunststoffwaren zeigt sich dieser Sachverhalt. Wert und Gewicht der exportieren Kunststoffwaren liegen bei fast den doppelten Zahlenwerten der Einfuhren.

Signifikant ist der Wert der Ausfuhren, dem in dieser Form bislang wenig Beachtung geschenkt wurde, zumal die Außenhandelsstatistik einige Fragen zu dem im Monatsbericht des verarbeitenden Gewerbes veröffentlichen Gesamtumsatz der Kunststoffverarbeitung und des Umsatzes mit dem Ausland aufwirft.

Je nach statistischer Abgrenzung im Monatsbericht (Betriebe mit 20, bzw. 50 oder mehr Beschäftigten und den Fachlichen Betriebsteilen (FB) liegt der Auslandsumsatz der Kunststoffverarbeitung in 2010 zwischen 16,1 (FB) und 18,6 (20+) Mrd. €. In der statistischen Abgrenzung von Betrieben 50+ liegt die Exportquote im Jahr 2010 bei 37,6%, wobei 59,3% der Exporte mit Ländern der Eurozone abgewickelt werden. Schon in dieser Ableitung umfasst der Außenhandel von Kunststoffwaren einen relativ großen Anteil der Wertschöpfung der deutschen Kunststoffverarbeiter. Eine Rückrechnung mit der Exportquote und dem Ausfuhrwert aus der Außenhandelsstatistik ergäbe einen Gesamtumsatz der KVI von etwa 63 Mrd. Also etwa 8 Mrd. € mehr als bislang berichtet.

Reduziert man den Ausfuhrwert von rd. 23,4 rd. um die € rd. 1,4 Mrd. € aus der Gruppe der Abfälle, Schnitzel und Bruch nimmt diese Rückrechnung vor, so wäre der Gesamtumsatz der KVI noch immer mit etwa 60 Mrd. € anzusetzen. Bleibt immer noch eine erhebliche Differenz zu dem Umsatz der Branche nach dem Monatsbericht, die noch immer so groß ist, als dass sie mit unterschiedlichen statistischen Abgrenzungen oder Zwischenschaltung des Handels zu erklären wäre. Möglich ist also, dass sich in der Ausfuhrstatistik Werte niederschlagen, die im Monatsbericht in anderen Branchen als der KVI gemeldet werden, Kunststoffwaren erst nach Absatz in Deutschland durch Händler aufgeführt werden oder die KVI ist tatsächlich größer als bislang angenommen. Vermutlich schlagen allen drei Faktoren zu Buche.

Es zeigt sich auch ein weiterer Aspekt, der qualitative Betrachtungen der Aus- und Einfuhren beleuchtet. Liegt der durchschnittliche Ausfuhrwert von Kunststoffwaren bei 3,45 €/kg und der Einfuhrwert bei 3,51 €/kg, so verändert sich dieser Wert je nach der Wertschöpfung und den Kosten bei der Herstellung der Produkte, z.T. erheblich. Als signifikantes Beispiel können Badewannen, Waschbecken u.ä., herangezogen werden. Liegt im weltweiten Handel der Ausfuhrwert bei 7,82 €/kg und der Einfuhrwert bei 4,99 €/kg,, so weichen diese Kennzahlen in Außenhandel mit China drastisch ab; Ausfuhr 11,69 €/kg und Einfuhr 2,85 €/kg. D.h. Ausfuhr qualitativ hochwertiger Markenprodukte, Einfuhr von Massenware.

CCons bietet damit eine Studie an, in der erstmals die Außenhandelsstatistik von Kunststoffwaren detailliert untersucht wird. Unterteilt nach Produkt- und Hauptgruppen der Außenhandelsstatistik werden die werden die Warenströme nach Regionen und allen Ländern, mit denen Kunststoffwaren gehandelt werden, in monatlicher und jährlicher Ausprägung aufgezeigt. Enthalten sind auch die Veränderungsraten gegenüber 2009, was eine Verknüpfung von jeweils rd. 400.000 Datenpunkten eines jeden Jahres erforderte.

Neben der Verfolgung der Warenströme ist die Studie auch besonders geeignet Ausfuhrpotenziale und Zielländer für deutsche Kunststoffwaren zu identifizieren und legt damit die Basis für unternehmenseigene Absatzstrategien.

Die Studie für das Jahr 2010 kann für 980 EUR, zzgl. MwSt. bei CCons bezogen werden. Die Studie wird auch 2011 weitergeführt, verfügbar sind monatliche oder vierteljährliche Auswertungen, bzw. später die Jahresauswertung.

Detaillierte Auswertungen des Monatsberichts für die KVI und ihre Sparten, in den vorgegebenen statistischen Abgrenzungen, Produktionsstatistik, Preisindizes sind bei CCons, auch für andere Branchen und Produkte erhältlich.

Über die CCons crößmann consulting
CCons crößmann consulting versteht sich als Dienstleister zur Betreuung von Forschungsprojekten, den beteiligten Konsortialpartnern und Vertretung gegenüber den finanzierenden Stellen (z.B. der EU) und für die Erstellung von Konjunktur- und Marktanalysen, unternehmensspezifische Marktdaten, Bereitstellung von aufbereiteten statistischen Konjunkturdaten bis hin zur regelmäßigen Branchenberichterstattung, Beratung in Normungsfragen, Vertretung in Normungsgremien, Erarbeitung technischer Spezifikationen, Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit der Auftraggeber, Pressemeldungen und Messeauftritte. Ergänzend beschäftigt sich CCons mit der Thematik der Unternehmens- und Vermögensnachfolge und -sicherung in familiengeführten Unternehmen.