11.03.2014

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CFK-Bauteile für BMW i3 und i8 von Benteler SGL auf Cannon-Anlage hergestellt

[image_0]Die Benteler Automobiltechnik GmbH entwickelt und produziert Fertigmodule, Komponenten sowie Teile für Karosserie, Fahrwerk und Motor. Das Joint Venture Benteler-SGL Automotive Composites entwickelt, produziert und vertreibt Komponenten auf Basis von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) für die Automobilindustrie. In die Reihe der zahlreichen Referenzen reihen sich nun auch die neuen Modelle der BMW i8 und i3-Serie mit insgesamt mehr als zehn Bauteilen ein, die von dem im österreichischen Ried ansässigen Unternehmen auf der neuen Produktionsanlage hergestellt werden. In Zusammenarbeit mit Cannon Ergos hat Cannon Deutschland die für die Benteler SGL für den wichtigen Vertrag mit BMW erforderliche schlüsselfertige Komplettanlage geliefert. Die vollautomatische Produktionsanlage beinhaltet: eine Hochdruck-Dosiermaschine der Baureihe ESTRIM für den Epoxidharzauftrag mit dem LLD (Liquid Lay Down) Verteilverfahrenzwei 1000 t Pressen zur schnellen Polymerisation der Bauteilefünf Roboter zur Handhabung der Carbonfasern und der Fertigteilealle elektronischen Steuerungen, Sicherheitseinrichtungen sowie die Rohstofflager.[image_1_right] Das hier eingesetzte Verteilverfahren LLD besteht aus dem Flüssigauftrag von formulierten Harz über die Carbonfaserverstärkung. Das Sandwich aus verschiedenen Carbonfasergelegen wird mit einem gleichmäßigen Flüssigkeitsfilm benetzt, der die gesamte Oberfläche imprägniert. Im Gegensatz zum Harzeintrag in die geschlossene Form wird mit dieser Technik der Gegendruck im Werkzeug drastisch reduziert, was zu geringeren Investitionen in Pressen, Werkzeugen und Spannwerkzeugen sowie zur Senkung der Produktionskosten durch einen niedrigeren Energieverbrauch während jedes Zyklus führt, so Cannon. Die Hochdruck-Mischköpfe für die ESTRIM-Technologie ermöglichen den Einsatz von schnell reagierenden Formulierungen: die Teile können bereits nach 3 min entformt werden. Ein weiterer, besonders wichtiger Aspekt: Auf der Anlage können recycelte Carbonfasern - z. B. Beschnittabfälle aus dem Vorform- und Trimm-Vorgang der gleichen Anlage oder aus anderen CFK-Produktionseinheiten - verarbeitet werden. Mit der Verwendung von recyceltem Verstärkungsmaterial können erhebliche Kosteneinsparungen erreicht und größere Umwelt- und Entsorgungsprobleme gelöst werden, so Cannon.

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