18.04.2012

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CFK-Valley Stade: 4. Innovation Day beleuchtet Zukunft der Windenergie

Alternative, erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Geothermie und Strom oder Wärmeerzeugung aus Biomasse rücken vor dem Hintergrund der Energiewende immer mehr in den Vordergrund. Der 4. Innovation Day des CFK-Valley Stade widmete sich am 04. und 5. April 2012 dem Thema "Wind Energy" und stellte in einem umfangreichen Vortragsprogramm neue Fertigungstechniken und moderne Materialeinsätze für zukünftige Windkraftanlagen vor. Einen allgemeinen Überblick über die Windenergiebranche in Hamburg und der Metropolregion gab Jan Rispens, Geschäftsführer der Erneuerbaren Energien Hamburg Clusteragentur GmbH, kurz EEHH, die als Kooperationspartner der Windenergie Veranstaltung fungierten. Am Vorabendprogramm des ersten Veranstaltungstages kamen zu den Führungen durch das Forschungszentrum CFK NORD, dem CFK-Valley Stade Infopoint und dem Technologiezentrum ca. 50 Teilnehmer. Für das Vortragsprogramm am zweiten Tag gab es mehr als 120 Anmeldungen.

Mit fachkundigen Führungen und einem anschließenden Get-together startete der 4. Innovation Day zum Thema "Wind Energy" am 4. April 2012. Am Folgetag konnten sich die Teilnehmer auf ein umfangreiches Vortragsprogramm mit namhaften Referenten freuen.

Nach einer kurzen Vorstellung des CFK-Valley Stade und dem Veranstaltungspartner Erneuerbare Energien Hamburg gab Bart Veldkamp, Abteilungsleiter für die Rotorblattentwicklung bei der Firma GE Wind Energy GmbH, einen Einblick zum Einsatz von Faserverbundwerkstoffen in Rotorblättern. Dr. Bernd Hövel von der Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH, referierte zum Thema Prozess Simulation und Prüfung von Composite-Großbauteilen. "Wohin weht der Wind?" fragte Dr. Rolf Buetje, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Nordex SE. Er stellte die Rotorblätter der Zukunft vor, die immer größer werden und mehr Megawatt produzieren werden. Eine Standardanlage schafft heute im Durchschnitt 1,5 bis 2,5 Megawatt und hat eine Rotorblattlänge von ca. 45 Metern. Zukünftige Anlagen sollen eine Leistung von weit mehr als 3 Megawatt erzielen und werden eine Rotorblattlänge bis zu 80 Metern aufweisen. Mit einem jährlichen Wachstum von 14 Prozent nimmt die Energiegewinnung durch Windkraft eine tragende Säule im Energiemix aus erneuerbaren Energien ein. Die immer größer werdenden Anlagen stellen allerdings die Produktion bei der Bearbeitung der Rotorblätter sowie die Logistik beim Transport vor neue Herausforderungen.

Für die Zukunft sind radikal neue Ansätze für große Rotorblätter nötig. Ansätze zu Montagelösungen für die Rotorblattherstellung, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Luftfahrtindustrie präsentierte Christian Meiners, Bereichsleiter Technologie der Brötje-Automation GmbH, in seinem Vortrag "Ist ein Rotorblatt wie ein Leitwerk oder Flugzeugflügel zu montieren?".

Abgerundet wurde das Vortragsprogramm im Anschluss mit einer Airbus-Werksbesichtigung in Stade, die den Teilnehmern eine praxisnahe Führung zur teilautomatisierten Composite-Verarbeitung von Großbauteilen bot.