08.07.2010

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Carl Zeiss: Ersten "Carl Zeiss Kunststofftag" erfolgreich durchgeführt

In Oberkochen hat der erste "Carl Zeiss Kunststofftag" am 10. Juni 2010 stattgefunden. Anwender und Anlagenbauer aus der Kunststoffindustrie waren der Einladung des Unternehmensbereichs Industrielle Messtechnik gefolgt. Gemeinsam mit Vertretern der Hochschule Aalen sowie den Unternehmen Kraus-Maffei Technologies, Ewikon Heißkanalsysteme, AHP Merkel sowie Materialise wurden aktuelle Entwicklungen und Trends über die gesamte Wertschöpfung der Kunststoffherstellung vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung, die in Zukunft einmal jährlich stattfinden soll, bot auch eine Plattform für den Meinungsaustausch der Teilnehmer. Mehr als 80 Zuhörer folgten den Vorträgen von Vertretern der Industrie und Wissenschaft.

Klaus Moser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg, und Felix Hoben, Geschäftsführer der Carl Zeiss Industriellen Messtechnik GmbH, betonten die Bedeutung der Kunststoffindustrie und ihrer Produkte für die Gesamtwirtschaft und den Industriestandort Deutschland. Hoben führte weiter aus, dass mit dem wachsenden Einsatz von Kunststoffen in High-Tech-Anwendungen und einer fortschreitenden Substituierung von Metall durch Kunststoffe beispielsweise in der Automobilindustrie und im Maschinen- und Anlagenbau an die Entwicklung, Herstellung und Qualitätssicherung von Kunststoffen und Kunststoffformteilen zunehmend höhere Anforderungen gestellt werden.

Diese Veranstaltung, und die folgenden, sollen genutzt werden, um Anforderungen in der Kunststofftechnik frühzeitig zu verstehen und gemeinsam Lösungsansätze dafür zu erarbeiten.

Professor Dr.-Ing. Achim Frick von der Hochschule Aalen referierte über die Einflussfaktoren auf die Qualität von Kunststoffformteilen. Deutlich stellte er heraus, dass Höchstleistungen bei Kunststoffen nur mit sicheren Prozessen und einer leistungsfähigen Qualitätssicherung erzielt werden können.

Diese zentrale Aussage untermauerten anschließend auch die externen Referenten mit ihren verfahrenstechnischen Vorträgen. Sie berichteten über Spritzgießtechnologie für innovative Produktionslösungen, über Innovationen in der Heißkanaltechnologie, über spezielle für die Kunststofffertigung und -verarbeitung notwendige Komponenten und Subsysteme, sowie über Verfahren für eine Vor- und Kleinserienfertigung von Kunststoffteilen. Die Vorträge machten deutlich, dass eine hohe Endqualität von gefertigten Kunststoffkomponenten nur durch den Einsatz innovativer Kunststoffverarbeitungstechnologien und prozessfähiger Fertigungsanlagen erreicht wird. Die Messtechnik spielt eine wichtige Rolle bei der Überprüfung und Validierung kleinster Toleranzen.

Die Veranstaltung endete mit einer Präsentation über die Entstehung eines Kunststoffinstituts in China. Rüdiger Kümmerle von IPTA Manufacturing Shenzhen zeigte die Bedeutung der Kunststoffindustrie in Asien.

Die Referenten aus Unternehmen der Kunststoffindustrie waren Dr. Peter Braun von Ewikon Heißkanalsysteme, Patrick Mußler von AHP Merkel, Markus Betsche von KraussMaffei Technologies sowie Robert Bonné und Patrick Lucht von Materialise.

Netzwerke fördern Synergieeffekte
Laut Professor Frick war die Veranstaltung insgesamt sehr gelungen. Die Vorträge haben ein breites kunststofftechnisches Themenspektrum zu Technologien, Qualitätssicherung und Qualitätssicherungsverfahren abgedeckt und neue Aspekte vermittelt. Dr. Hubert Lettenbauer, Leiter des Geschäftsfeldes Large/X-Ray im Unternehmensbereich Industrielle Messtechnik, stimmte dem zu. Er ist überzeugt, dass sowohl die Teilnehmer als auch die Carl Zeiss Industrielle Messtechnik neue Erkenntnisse gewinnen konnten. Lettenbauer unterstrich: "Wir bei Carl Zeiss haben den Anspruch, unseren Kunden Lösungen zu bieten. Mit der heutigen Veranstaltung haben wir die Grundlage für ein Netzwerk gelegt, das erlaubt, einen Beitrag zur Lösung der heutigen und zukünftigen Anforderungen in der Kunststoffindustrie zu leisten."

Weitere Informationen: www.zeiss.de