12.04.2010

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Ceresana Research: Neue Marktstudie Expandierbares Polystyrol

Die neueste Studie von Ceresana Research behandelt die Kunststoffsorte Expandierbares Polystyrol (EPS). Dank seiner technischen Eigenschaften, wie Leichtigkeit, Festigkeit und guter Formbarkeit, findet der Werkstoff vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Isolierungen gegen Wärme, Schall und Kälte, ferner in der Verpackungsindustrie und bei Freizeit- und Sportprodukten.

Der größte Absatzmarkt mit einem weltweiten Anteil von knapp 60% ist die Bauindustrie. Die Bedeutung dieses Bereichs wird in Zukunft noch weiter zunehmen. Die Herstellung von Produkten für den Bausektor wird im Jahr 2016 voraussichtlich 66% der EPS-Nachfrage ausmachen.

Nachdem der globale EPS-Umsatz von 2000 bis 2008 um durchschnittlich 7,3% p.a. zugelegt hat, ist der Marktwert im Jahr 2009 auf ca. 4,3 Mrd. € gesunken. Aufgrund deutlicher Preisrückgänge ging der Umsatz in einzelnen Regionen um bis zu einem Drittel zurück. Wir erwarten jedoch, dass bereits im Jahr 2012 das Niveau des Jahres 2008 wieder erreicht wird.

Die Hauptgründe dafür sind die hohen Verbrauchssteigerungen in China sowie der absehbare Anstieg der Preise ab dem Jahr 2010. Durch staatliche Fördermaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz beim Neubau und insbesondere bei Altbaurenovierungen entstehen selbst in gesättigten Märkten positive Nachfrageimpulse. Diese wirken der rückläufigen Bauindustrie in vielen europäischen Ländern entgegen, so dass wir hier ab dem Jahr 2010 wieder von einem Anstieg der EPS-Nachfrage ausgehen. Dennoch wird der Verbrauch voraussichtlich in Westeuropa und auch Nordamerika in 2016 unterhalb des Niveaus von 2008 liegen.

In den Regionen Osteuropa und Asien-Pazifik entwickelt sich die EPS-Produktion dynamisch. Bis zum Jahr 2016 rechnen wir mit einem jährlichen Zuwachs von 7,1% in Osteuropa und 5,9% in Asien. Eine Ausnahme bilden die Länder Japan und Südkorea, die voraussichtlich einen Rückgang verzeichnen werden. In China werden dabei die Kapazitäten um mehr als 750.000 Tonnen, in Osteuropa um knapp 350.000 Tonnen zunehmen.

Weitere Informationen: www.ceresana.com