02.08.2010

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Clariant: Verbesserter Profitabilität dank höherer Nachfrage und tieferer Kosten

Das Spezialitätenchemie-Unternehmen Clariant meldet für das zweite Quartal 2010 1.894 Mrd. CHF Umsatz, gegenüber 1.609 Mrd. CHF im Vorjahresquartal (+18 %, umsatzbereingt +20 %). Damit lag das Ergebnis jedoch immer noch deutlich unter den vor der Krise erzielten Werten. Umsatzzuwachs wird in allen Geschäftsbereichen und Regionen gemeldet. Die Business Units Pigments, Additives, Leather und Masterbatches haben demnach am stärksten vom verbesserten wirtschaftlichen Umfeld profitiert und erzielten einen Zuwachs über dem Konzerndurchschnitt. Die Nettoverschuldung wurde weiter von 545 Mio. CHF am Jahresende 2009 auf 379 Mio CHF reduziert.

Aufgrund des Wertverlusts des Euro gegenüber dem USD und der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit entwickelte sich die Nachfrage in Europa verglichen mit der schwachen Vorjahresbasis besser als erwartet und Clariant erreichte ein starkes Umsatzwachstum von 22 %. Die Nachfrage in den Regionen Asien, Lateinamerika und Nordamerika stieg ebenfalls und wirkte sich positiv auf das Umsatzvolumen des Unternehmens aus.

Aufgrund der guten Kapazitätsauslastung steigerte Clariant die Bruttomarge gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 24,8 % auf 28,9 %. Als Reaktion auf den Anstieg der Rohstoffkosten um 4 % erhöhte das Unternehmen zudem die Verkaufspreise gegenüber dem vorherigen Quartal um 1 %. Diese Preiserhöhungen war jedoch nicht ausreichend, um den Anstieg der Rohmaterialkosten auszugleichen. Deshalb werde es in den kommenden Monaten weitere Preiserhöhungen geben, zumal ein erneuter Anstieg der Rohstoffkosten erwartet wird.

Obwohl für den Rest des Jahres eine solide Nachfrage bestehen wird, rechnet Clariant mit einer schwächeren zweiten Jahreshälfte, da sich die Weltwirtschaft abschwächen dürfte und die Geschäfte des Unternehmens wieder ihren normalen saisonalen Verlauf nehmen werden. Zudem geht das Unternehmen von einem weiteren Anstieg der Rohstoffkosten aus.