19.02.2015

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Coca-Cola Deutschland: Entfernung der 0,5 und 1,5 Liter PET-Mehr­weg­­flasche aus dem Sortiment - Neue Einwegflasche aus rPET

Coca-Cola in Deutschland will künftig die 0,5 und 1,5 Liter PET-Mehrwegflasche aus dem Sortiment nehmen, teilt das Unternehmen mit. Rund drei Viertel des Mehrwegvolumens bleiben demnach bestehen. Die 1,0 l PET-Mehrwegflasche soll dabei eine der zentralen Verpackungen bleiben.

Das Unternehmen geht davon aus, dass ein Teil des Volumens der 0,5 und 1,5 l PET-Flaschen durch Mehrwegalternativen, ein anderer Teil durch Einwegverpackungen aufgefangen wird. Einwegverpackungen würden durch das Pfandsystem nahezu vollständig erfasst und dann dem Recycling zugeführt und so im Materialkreislauf gehalten.

Die 0,5 l Mehrwegflaschen würden nicht so oft wieder befüllt wie andere Mehrwegflaschen, im Durchschnitt weniger als zehn Mal. Denn überdurchschnittlich viele Flaschen würden nicht zurück gegeben, weil sie anderweitig genutzt würden, z.B. im Haushalt, der Garage oder auf Kinderspielplätzen.

Coca-Cola führt den weiteren Angaben zufolge mit dem Start von Coca-Cola Life erstmalig im Unternehmen weltweit eine Einwegflasche ein, die ausschließlich aus Recycling PET besteht. Diese 100 Prozent rPET-Flasche sei ressourcenschonend aus wiederverwerteten Flaschen hergestellt. Sie ist demnach die erste Flasche bei Coca-Cola, die den Materialkreislauf schließt. Neumaterial wird demzufolge nicht benötigt.

Trotz des Verzichts auf zwei Verpackungen im Mehrwegbereich will Coca-Cola einer der größten Mehrweganbieter in Deutschland bleiben. So hatte Coca-Cola Deutschland den weiteren Angaben nach im letzten Jahr einen Mehrweganteil von 56,7 Prozent, während der Gesamtmarkt der Erfrischungsgetränke 2012 (aktuellere Zahlen seien bisher nicht verfügbar) laut Umweltbundesamt bei knapp der Hälfte, nämlich 27,8 Prozent lag.

Durch den Verzicht auf 0,5 und 1,5 Liter PET Mehrweg will das Unternehmen seine Effizienz in einem wettbewerbsintensiven Markt steigern. So sollen sich die Umrüstzeiten verringern, wenn nur noch eine Mehrwegverpackung abgefüllt werde und die Abfüllanlagen länger am Stück laufen könnten. Gleichzeitig würden sich im erheblichen Umfang die Anzahl leerer Kisten verringern, die transportiert werden müßten. Denn vor allem die 0,5 l PET-Mehrwegflaschen würde häufig an einem anderen Ort zurückgegeben als verkauft, z.B. am Bahnhof, um sie auf der Fahrt zu trinken.

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