12.12.2014

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Continental: US-Kartellbehörde genehmigt Veyance-Kauf mit Auflagen - Auch Freigabe der Kartellbehörde aus Kanada erhalten

Continental ist dem Vollzug des im Februar vereinbarten Erwerbs der Veyance Technologies Inc, Fairlawn, Ohio, USA, einen entscheidenden Schritt näher gekommen (siehe auch plasticker-News vom 11.02.2014), heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Kartellbehörde der USA (Department of Justice) hat demnach gestern Abend dem Vollzug des Erwerbs unter der Auflage zugestimmt, das Veyance-Luftfederwerk im mexikanischen San Luis Potosí zu veräußern. Die Kartellbehörde aus Kanada habe den Kauf des Kautschuk- und Kunststoffunternehmens ebenfalls genehmigt.

Veyance-Luftfederwerk in Mexiko muss verkauft werden
"Wir begrüßen die Freigaben der Kartellbehörden, die uns unserem strategischen Ziel - dem Ausbau des Industriegeschäfts - ein großes Stück näher bringen", sagte Heinz-Gerhard Wente, Vorstandsmitglied der Continental AG und Leiter der Division ContiTech. "Gleichzeitig bedauern wir es, dass wir das Luftfedergeschäft in NAFTA nicht übernehmen dürfen. Nach unserer Einschätzung hätte das für die Kunden eindeutig Vorteile gebracht. Wir werden jetzt schnellstmöglich einen Käufer suchen, der den rund 500 Mitarbeitern im Werk in Mexiko eine sichere Zukunft ermöglicht und das Geschäft weiterentwickelt."

Da noch nicht alle Freigaben von Seiten der Kartellbehörden vorliegen, wird sich das für Ende dieses Jahres geplante Closing in das Jahr 2015 verschieben. "Wir werden weiter alles tun, um die Behörden bei einer schnellen Entscheidungsfindung zu unterstützen, um für unsere Kunden und Mitarbeiter eine klare Situation zu schaffen", sagte Wente. "Die Einschätzung der Kartellbehörden mit positiven Bescheiden zeigt, dass der Kauf die Wettbewerbsstruktur auf den Märkten nicht nachteilig beeinflusst."

Mit dem Kauf von Veyance Technologies will Continental sein Industriegeschäft stärken. Veyance ergänzt die Division ContiTech in Märkten, in denen sich das Unternehmen aktuell noch unterrepräsentiert sieht, vor allem in den USA und Südamerika. Zusätzliche Chancen würden sich durch Standorte in Kanada, China, Australien und Südafrika ergeben. Veyance ist im Bereich Kautschuk- und Kunststofftechnologie weltweit tätig und erzielte den Angaben zufolge im Jahr 2013 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro, davon 90 Prozent im Industriegeschäft. In den 27 Werken weltweit waren Ende 2013 insgesamt 9.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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