10.02.2015

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DBAG: 20-Prozent-Beteiligung am Automobilzulieferer Oechsler AG

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) und der von ihr verwaltete DBAG Expansion Capital Fund beteiligen sich mit 20 Prozent der Aktien an der Oechsler AG, einem führenden Unternehmen der Kunststofftechnik mit einem Kundenschwerpunkt in der Automobilzulieferindustrie. Die DBAG wird künftig 8,4 Prozent der Oechsler-Aktien halten, der DBAG Expansion Capital Fund 11,6 Prozent. Sie erwerben Anteile, die seit mehr als zehn Jahren zwei andere Finanzinvestoren gehalten hatten. Entsprechende Verträge wurden jetzt unterzeichnet. Die Transaktion soll im ersten Quartal des Jahres 2015 abgeschlossen werden. Für den Erwerb wenden DBAG und DBAG Expansion Capital Fund rund 27 Millionen Euro auf; davon entfallen 11,3 Millionen Euro auf die DBAG. Die übrigen 80 Prozent der Aktien verbleiben in den Händen der Familiengesellschafter.

Oechsler, ein mehr als 150 Jahre altes Traditionsunternehmen, stellt Präzisionsteile aus Kunststoffspritzguss und elektromechanische Baugruppen her. Das Unternehmen bedient eine Vielzahl von Kunden aus unterschiedlichen Branchen. Rund 80 Prozent des Umsatzes werden mit der Automobilzulieferindustrie erzielt. Ein wichtiges Produkt ist die elektronische Parkbremse, in der mechanische und elektronische Komponenten mit Kunststoffspritzgussteilen kombiniert werden. Oechsler entwickelt, fertigt und montiert diese Baugruppen neben anderen Aktuatoren, die elektrische Signale in mechanische Bewegung umsetzen, für die Automobilindustrie. Weitere typische Produkte sind Gehäusekomponenten für Funkschlüssel und Scheinwerfermodule im Automobilbereich sowie spritzgegossene Keramikbauteile. High-Tech-Laufsohlen für Sportschuhproduzenten und Visiere für Feuerwehrhelme sind Beispiele für technische Produkte, die an andere Branchen geliefert werden (rund 15 Prozent Umsatzanteil). Daneben gehören diverse Präzisionskomponenten für medizinische Geräte zum Produktportfolio (rund fünf Prozent).

Das in sechster Generation mehrheitlich im Familienbesitz befindliche Unternehmen ist in den zurückliegenden Jahren stark gewachsen. Der Konzernumsatz verdoppelte sich zwischen 2009 und 2013 von 117 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro. An fünf Produktionsstandorten auf drei Kontinenten (Europa, Asien, Nordamerika) beschäftigt Oechsler heute rund 2.200 Mitarbeiter, davon 1.290 Mitarbeiter in Deutschland an den fränkischen Standorten Ansbach (Unternehmenssitz) sowie Weißenburg. Die globale Aufstellung und das breite Produktsortiment verringern die Abhängigkeit von regionalen Marktentwicklungen wie etwa der jüngsten Schwäche des europäischen Automobilmarktes.

Mit der Transaktion dokumentiert die Deutsche Beteiligungs AG erneut ihre breite Erfahrung im Automobilsektor. Seit 1990 investierte sie in 13 Automobilzulieferunternehmen: Zwischen 2003 und 2012 war die DBAG an der Preh GmbH beteiligt, seit 2013 gehört Formel D, ein Dienstleistungsunternehmen für die Automobilindustrie und deren Zulieferer, zum Portfolio.

Über die Deutsche Beteiligungs AG
Die börsennotierte Deutsche Beteiligungs AG legt geschlossene Private-Equity-Fonds auf und investiert an der Seite der DBAG-Fonds in gut positionierte, mittelständische Unternehmen mit Entwicklungspotenzial. Einen Schwerpunkt legt die DBAG auf die Industriesektoren, in denen der deutsche Mittelstand im internationalen Vergleich besonders stark ist. Das von der DBAG verwaltete und beratene Kapital beträgt rund 1,2 Milliarden Euro.

Über die Oechsler AG
Die 1864 von Matthias Oechsler gegründete und bis heute in Ansbach/Mittelfranken ansässige Oechsler AG gilt als ein führendes Unternehmen der Kunststofftechnik und beliefert weltweit Kunden in den Branchen Automobil-, Medizin-, Kommunikations- und Industrietechnik. Neben der Fertigung von Präzisions-Kunststoffteilen und Baugruppen bietet die Oechsler AG auch Leistungen in Produktentwicklung, Prototyping, Produktmanagement sowie im hoch spezialisierten Werkzeugbau. Zu den Kunden der Gesellschaft gehören internationale Industrie- und Pharmakonzerne sowie führende Automobilzulieferer.

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