06/07/2015

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DWI: Nachwuchswissenschaftler aus Bayreuth und Aachen erhalten "LANXESS Talent Award"

Für ihre herausragenden Leistungen während der Promotion wurden Tina Löbling (Universität Bayreuth) und Tim Femmer (Aachener Verfahrenstechnik, RWTH Aachen University) jeweils mit dem "LANXESS Talent Award 2015" ausgezeichnet. Die mit je 4.000 euro dotierten Preise wurden im Rahmen der DWI / RWTH Aachen Summer School am 19. Juni verliehen.

Die Lanxess Deutschland GmbH und das DWI - Leibniz-Institut für Interaktive Materialien als Organisatoren der Veranstaltung hatten zehn Finalisten eingeladen, ihre Forschungsergebnisse im Rahmen der Summer School zu präsentieren. Nach 2012 und 2013 ging die Verleihung der "Lanxess Talent Awards" damit bereits in die dritte Runde. Dr. Michael Schelhaas, Koordinator der Veranstaltung bei Lanxess, und Prof. Dr.-Ing. Matthias Wessling, Mitglied der wissenschaftlichen Leitung des DWI, zeigten sich beeindruckt von den Leistungen der Nachwuchswissenschaftler. "Wir hatten schon in den Vorjahren viele gute Beiträge. In diesem Jahr war das Niveau der Präsentationen allerdings noch eine Stufe höher und die zehn Finalisten waren außergewöhnlich gut aufgestellt", so Wessling.

"Talente und Innovationen sind dem Spezialchemie-Konzern Lanxess nicht nur eine Bereicherung für bestehende Prozesse, sondern bilden auch die Basis für das zukunftsorientierte Wirtschaften des Unternehmens. Deshalb investieren wir selbstverständlich in die Ausbildung und Förderung von jungen Talenten, um ihnen und uns die Möglichkeit zu geben, voneinander zu profitieren", so Par Singh, Leiter der Group Function Production, Technology, Safety & Environment (PTSE) bei Lanxess, zur Motivation, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Mit zwei Vorträgen gaben Dr. Dirk Müller, Leiter Forschung und Entwicklung des Lanxess-Bereichs PTSE, und Dr. Thomas Früh, Senior-Wissenschaftler innerhalb des gleichen Lanxess-Bereichs, den Teilnehmern der Summer School einen Einblick in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Lanxess. Die Summer School ist eine vom Leibniz-Institut für Interaktive Materialien und der RWTH Aachen eigens ins Leben gerufene Plattform für Doktoranden mit den Forschungsschwerpunkten "Advances in Polymer Materials" und "Innovations in Process Engineering".

Eine Jury bestehend aus DWI-Wissenschaftlern und Experten von Lanxess hatte letztendlich die Qual der Wahl, nach zuvor definierten Kriterien jeweils einen Gewinner dieser beiden Forschungsschwerpunkte auszuwählen. In der Kategorie "Advances in Polymer Materials" fiel die Wahl auf Tina Löbling aus Bayreuth. In ihrer Doktorarbeit hat sie komplexe Nanostrukturen hergestellt, die nach dem Vorbild einer lebenden Zelle gegeneinander abgetrennte Kompartimente enthalten. Neben der generellen Etablierung der Methode, habe ihr besonders der Brückenschlag zur industrierelevanten Synthese und Anwendung der Nanopartikel am Herzen gelegen. In der Kategorie "Innovations in Process Engineering" hatte Tim Femmer aus Aachen die Nase vorn. Im Rahmen seiner Doktorarbeit hatte er die ersten 3D-gedruckten Membranen hergestellt. Der 3D-Druck ermöglicht demnach völlig neue Membran-Geometrien, die mit klassischen Herstellungsverfahren nicht erzeugt werden können. Die von ihm entworfenen Membranen haben spezielle minimale Oberflächen und zeigen im Vergleich zu klassischen Membran-Geometrien verbesserte Stofftransporteigenschaften.

Mit jeweils dem zweiten Platz wurden Dr. Xander Hillewaere (Universität Ghent, Kategorie "Advances in Polymer Materials") und Gregor Lang (Universität Bayreuth, Kategorie "Innovations in Process Engineering") ausgezeichnet. Beide erhielten einen Buchpreis des Springer-Verlags, der vom DWI spontan um einen Geldpreis in Höhe von 500 Euro ergänzt wurde. Der Preis für den besten Posterbeitrag ging an den DWI-Doktoranden Hang Zhang.

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