09.04.2014

Hochschule Pforzheim

Dem Licht auf der Spur – mit neuer beweglicher Photovoltaikanlage

Bis zu 45 Prozent mehr Energie lässt sich durch sogenannte nachführbare Photovoltaikanlagen gewinnen. Diese deutliche Ertragssteigerung gegenüber starren Anlagen ermöglichen sensorische und astronomische Ausrichtungen. Die Anlage „wartet“ nicht mehr bis die Sonne die Kollektoren erreicht, sondern richtet sich aktiv auf das einfallende Licht aus. Dabei werden die Photovoltaikflächen nicht nur nach dem Sonnenstand (astronomisch), sondern auch nach dem Lichteinfall justiert. Ein Vorteil gerade bei bewölktem Himmel, wenn beispielsweise eine schneebedeckte Fläche mehr reflektiert als die verdeckte Sonne.

„Wir möchten Industriepartner begeistern und mittelfristig eine Großanlage entsprechend automatisieren", sagt Professor Dr. Thomas Greiner. Neben der astronomischen und sensorischen Nachführung spielt die Steuerung des „Smart Trackers“ eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zu bisherigen Anlagen erfolgt diese zentral über sogenanntes Cloud Computing. Ein Verfahren, das eine weltweite Steuerung verschiedener Anlagen über ein einziges Kontrollzentrum erlaubt. „Damit werden die Kosten deutlich reduziert. Der Betrieb, die Wartung und Überwachung können wesentlich einfacher und kostensparender erfolgen“, ist der Pforzheimer Professor überzeugt.

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