20/11/2014

Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

Der Automobilinnenraum: Vermittler innovativer Technologien

Die Innovationsaufwendungen des deutschen Automobilbaus beliefen sich 2013 auf 40,9 Mrd. Euro. Das heißt über 10 Prozent des Umsatzes wurde für die Entwicklung neuartiger Technologien ausgegeben. Nirgends bekommt sie der Kunde näher und unmittelbarer zu fühlen als im Automobilinnenraum.

Der Automobilinnenraum stellt ein wichtiges Differenzierungsmerkmal zwischen verschiedenen Marken dar. Für den Kunden ist er ein wesentliches Kriterium im Rahmen seiner Kaufentscheidung – soll das Fahrzeug doch seine Individualität unterstreichen sowie Ansprüche an Komfort und Wertigkeit erfüllen.
Der Innenraum soll Emotion wecken und alle Sinne – Optik, Haptik, Akustik und Olfaktorik – gleichermaßen ansprechen. Zudem müssen das Design, die eingesetzten Materialien und Technologien spezielle Anforderungen hinsichtlich Funktionalität, Ergonomie, Nachhaltigkeit und Kosten erfüllen.

Spricht man von zukünftigen Interieurdesigns kommt oft der Begriff „Lebenswelt Automobil“ ins Spiel. Das Automobil dient nicht mehr nur alleine dem Transport von A nach B, sondern soll gleichzeitig Wellness, Entertainment und eine Arbeitsumgebung bieten. Darüber hinaus beeinflussen weitere Aspekte die zukünftige Ausgestaltung des Automobilinnenraumes. So sind die Kunden eine Reihe von Technologien und Trends aus dem Bereich der Consumer Products gewöhnt und möchten diese auch im Fahrzeug sehen. Ein großes Themenfeld ist hierbei der Bereich „Connectivity“ und die entsprechende Umsetzung im Automobilinnenraum mit innovativen HMI-Lösungen und Bedienoberflächen, die wiederum smarte Materialien und Konzepte verlangen. Insbesondere die Gestensteuerung stellt aktuell ein wichtiges Forschungs- und Entwicklungsgebiet dar, um die Bedienung der vielfältigen Systeme zu vereinfachen.

Zudem sind Lösungsansätze gesucht, die eine erweiterte Nutzung des Automobils unterstützen – sei es z. B. in Form von Car-Sharing oder die Verbindung verschiedener Nutzungsmöglichkeiten in einem Fahrzeug – privat und öffentlich. Hier werden schnelle, flexible Lösungen für die Personalisierung des Innenraumes gefordert und hohe Ansprüche hinsichtlich der Gebrauchseigenschaften gestellt.
Ebenso soll der Innenraum die mit den neuen Antriebskonzepten von Wasserstoff-, Hybrid- oder Elektroautos verbundene Erwartungshaltung erfüllen. Im Zuge des Nachhaltigkeitsgedankens rücken somit Recycling, aber auch Naturfasern und andere Materialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe immer stärker in das Blickfeld der Zulieferer und OEMs.

Des Weiteren möchten die Hersteller Technologieführer sein und mit Innovationen neue Standards setzen. Dies erfordert den Blick über den Tellerrand in andere Technologien und Branchen. Und gerade der Automobilinnenraum, der in direkter Interaktion mit dem Nutzer steht, ist hierbei ein wichtiger Vermittler innovativer Technologien.

Wie sieht also der Automobilinnenraum von morgen aus? Wohin gehen Designtrends? Welche Materialien sind gefragt? Wie werden Bedienoberflächen gestaltet sein? Antworten auf diese und andere Fragen geben Experten u. a. von Fraunhofer, Strähle + Hess, Faurecia, MAN, Johnson Controls, gestigon und Continental auf dem Kongress „Interieur im Automobil“.

Der Kongress fokussiert sich auf die drei Themenschwerpunkte:
• Designtrends – Ästhetik, Komfort & Funktionalisierung
• Materialtrends – Nachhaltigkeit, Wertigkeit & Multifunktionalität
• Connectivity – HMI, Oberflächen & Technologien

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