Die BAM überzeugt als Kompetenzzentrum für Sicherheit in Technik und Chemie

Mit ihrer großen Bandbreite an Kompetenzen und Aufgaben zeigt die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin ein eindrucksvolles Leistungsprofil und trägt maßgeblich dazu bei, die Sicherheit in Technik und Chemie weiterzuentwickeln. „Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ist eine im In- und Ausland sehr anerkannte und außergewöhnlich gut aufgestellte Ressortforschungseinrichtung“, fasst der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Manfred Prenzel, das Ergebnis der Evaluation zusammen.

„Eine wichtige Rolle spielen hierbei die gemeinsamen Berufungen von Leitungspersonal der BAM mit verschiedenen Universitäten; sie sind beispielgebend für die Ressortforschung in Deutschland. Auch durch einige Juniorprofessuren ist die BAM sehr gut mit der Hochschullandschaft verknüpft“, unterstreicht Prenzel weiter.

Für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben stützt die BAM sich auf gute bis sehr gute, teilweise auch herausragende eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die im Aufgabenportfolio einen großen Stellenwert einnehmen. Die Forschung der Bundesanstalt ist in hohem Maße anwendungsorientiert – indem beispielsweise das Verhalten von Bauwerken unter Extrembeanspruchungen wie Explosion, Einschlag oder Brand untersucht wird –, aber auch die grundlagenorientierte Forschung hat in den letzten Jahren erkennbar an Bedeutung zugenommen.

Speziell im Sprengstoff- und Gefahrgutwesen leistet die BAM einen wesentlichen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit in Deutschland. In Fragen der Prüfung, Analyse und Zulassung ist die BAM europaweit führend und zählt international zu den maßgeblichen Einrichtungen. Sie engagiert sich in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien wie den Vereinten Nationen oder der Internationalen Organisation für Normung.

Auf Empfehlung des Wissenschaftsrates hat die BAM im Jahr 2006 einen anspruchsvollen Strategieprozess aufgenommen, um übergreifende zukunftsrelevante Forschungsthemen zu identifizieren und die interne Zusammenarbeit zu fördern. Mit der Bündelung relevanter Forschung in den fünf abteilungsübergreifenden Themenfeldern Energie, Infrastruktur, Umwelt, Material und Analytical Sciences hat die BAM einen langwierigen Transformationsprozess eingeleitet. Da dieser Prozess erst am Anfang steht, kann dessen Nachhaltigkeit zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilt werden. „Nach Auffassung des Wissenschaftsrates sollte im Forschungsprogramm künftig aber deutlicher herausgestellt werden, dass die Themenfelder als übergreifende ‚Leitplanken‘ für die Forschung der BAM fungieren und Anknüpfungspunkte für abteilungsübergreifende Kooperationen darstellen“, betont Prenzel.

Quelle und weitere Informationen
Wissenschaftsrat