20/04/2011

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Dieffenbacher: Großauftrag für Produktionsanlagen des russischen ё-Hybridautos

Wie Dieffenbacher GmbH + Co. KG meldet, hat die russische Firma ё-AUTO zwei Produktionslinien für faserverstärkte Kunststoffbauteile beim Eppinger Anlagenbauer bestellt.

Das ё-Auto (ё ist ein Buchstabe des kyrillischen Alphabets und wird [yo] gesprochen) ist ein innovatives Hybridfahrzeug mit einem Einkammer-Wankelmotor, der entweder mit Benzin oder Gas betrieben werden kann und zusätzlich über zwei Elektromotoren verfügt. Eine Batterie gibt es nicht. Stattdessen wird das Fahrzeug über sogenannte Super-kondensatoren verfügen, die sich beim Bremsen aufladen und die gespeicherte Energie bei Bedarf wieder an die Elektromotoren abgeben. Neu ist auch der Ansatz, die komplette Karosserie aus einem Spezialkunststoff herzustellen. Hierbei wird der herkömmliche Thermoplast LFT-D variiert. Statt Glasfasern, werden im ё-Auto Basaltfasern zur Verstärkung eingesetzt.

Entwicklungspartner von ё-AUTO ist das Unternehmen MAGNA STEYR. Das Projekt soll in Russland höchste Priorität genießen. Ministerpräsident Putin habe den Prototypen des ё-Autos bereits wirksam bei einer Probefahrt im russischen Fernsehen vorgestellt. Investor ist der russische Milliardär Mikhail Prokhorov. Generaldirektor von ё-AUTO und Co-Investor ist Andrey Biryukov, der betont, dass "alle wesentlichen Komponenten in Russland hergestellt werden auf der Basis von Erfindungen russischer Ingenieure und unter Anwendung führender Technologien und hochmoderner Anlagen."

Standort für die erste Fabrik wird St. Petersburg sein. Geplant sind in der Endausbaustufe 40.000 ё-Autos pro Jahr und 50.000 weitere Fahrzeug-Montagesätze, die in anderen Werken montiert werden. Die ersten Fahrzeuge sollen noch 2012 vom Band rollen.

Dieffenbacher entwickelte ein Gesamtkonzept, das nicht nur die Pressentechnik, sondern auch die peripheren Prozesse beinhaltet. Mit über 50 LFT-D-Anlagen sieht sich Dieffenbacher in diesem Segment als führendes Unternehmen etabliert und mit weiteren Aufträgen, u. a. für AUDI und Mercedes für die Herstellung von carbonfaserverstärkten Bauteilen im Trend der spritsparenden Leichtbautechnik in der Automobilindustrie.