14.06.2010

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EAS Europe: Neue Werkzeugsicherung für effizienten Werkzeugwechsel

Der vollautomatische Werkzeugwechsel ist eine Abfolge von Bewegungssequenzen im mannlosen Zusammenspiel von Werkzeug und Maschine. Die Voraussetzungen dafür sind standardisierte Schnittstellen für die Spannpunkte, die Medien- und Signalverbindungen, sowie zu den Zuführsystemen für die Werkzeuge. Der automatische Ablauf erfordert allerdings auch die Einbeziehung des automatischen Vorwärmens auf die Betriebstemperatur und fallweise auch das Abkühlen nach dem Produktionsende auf die Lagertemperatur (Wärmerückgewinnung). Ein Detail, dem bisweilen aus Sicht der EAS Europe B.V. aus dem niederländischen Renswoude noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist die automatische Betätigung der Werkzeughälftenverriegelung. Sie stellt die statische Verbindung beider Werkzeughälften während des Transportes und der Lagerung her und trägt so wesentlich zum Schutz der Werkzeugkavitäten bei.

EAS Europe B.V., Hersteller von Ausrüstungsmodulen und kompletten Systemen für den automatischen Werkzeugwechsel auf Kunststoff- und Blechverarbeitungs-Maschinen, hat eine neue automatisierungsgerechte Verriegelungseinheit entwickelt. Sie baut auf Standardkomponenten aus dem Spannelement-Baukasten auf und zeichnet sich nach Anbieterangaben durch ein hervorragendes Verhältnis zwischen Baugröße und Verriegelungskräften aus. Die Hauptkomponenten sind Spannzapfen, wie sie vom integrierten Spannsystem für Spritzgießmaschinen her bekannt sind und das zugehörige Spannelement mit mechanischer Keilverriegelung.

Der Hauptvorteil dieser Werkzeugsicherung sei die Gewährleistung der festen Verbindung der beiden Werkzeughälften während aller Transportvorgänge durch die Keilverriegelung. Je nach Werkzeuggröße wird die Verwendung von ein bis zwei Verriegelungseinheiten empfohlen.

Die formschlüssige Verriegelung der beiden Werkzeughälften hält die parallele Ausrichtung und den Abstand der Adapterplatten während des gesamten Wechselvorgangs, auch auf langen Rollenbahnen als Zuführstrecken, aufrecht. Da systembedingt keine Gefahr des Losrüttelns bzw. Trennen der Hälften bestehe, könne die Transportgeschwindigkeit der Rollenbahnen oder die Krangeschwindigkeit erhöht werden und somit Transportzeit verkürzt werden.

Der Wechsel eines 15 t schweren Spritzgießwerkzeuges in 50 Sekunden auf einer Großmaschine mit 1.300 Tonnen Schließkraft werde somit ebenso ermöglicht wie eine Schuss-zu-Schuss-Zeit von 70 Sekunden.

Weitere Informationen: www.easchangesystems.com