22.02.2010

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EMS-GRIVORY: Kunststoffe machen Autofahren umweltfreundlicher

Anlässlich der diesjährigen VDI-Tagung in Mannheim präsentiert EMS-GRIVORY ihren Beitrag zur CO2-Reduktion. Thematisiert werden dabei Hochleistungskunststoffe, die als Metallersatz verwendet werden, Biopolymere sowie die Produktion von Kunststoffen mit Prozessdampf aus Biomasse.

Polyamide statt Metall
Ein Beispiel für Gewichtsreduktion sind die Türaussengriffe der BMW 5er Serie. Mit dem Ersatz von Zink-Druckguss durch Grivory GV-5H konnte das Gewicht, nach Angaben von EMS, für die Türgriffe pro Fahrzeug um rund zwei Kilogramm reduziert werden. Ein Gewichtsreduktion von über 40 % durch Metallsubstitution konnte bei den Gehäusen für den Kupplungszentralausrücker realisiert werden. Im Bereich der Motoreffektivität ist der Einsatz von Hochleistungskunststoffen in elektrischen Wasserpumpen wiederzufinden. Von den Neuentwicklungen wie Grivory GVX und Langglasfaserprodukten verspricht man sich weitere neue Möglichkeiten bei der Metallsubstitution.

Polymer aus nachwachsenden Rohstoffe
Nicht nur die Emissionen der Fahrzeuge tragen zum weltweiten CO2-Ausstoss bei, sondern auch die Herstellung von Bauteilen für die Automobilindustrie. Werkstoffe aus der GreenLine Familie von EMS-GRIVORY basieren auf nachwachsenden Rohstoffen. Das Produktportfolio an biobasierenden Polyamiden umfasst neben den teilkristallinen Produktfamilien, auch transparente Werkstoffe. Letztere weisen einen Bioanteil von bis zu 54 % auf. Das neue, auf nachwachsenden Rohstoffen basierende, Polyphthalamid (PPA) Grivory HT3 zeigt nach Herstellerangaben neben geringer Feuchtigkeitsaufnahme und hoher Schmelztemperatur auch ein sehr gutes Kriechverhalten sowie eine gute Hydrolysebeständigkeit.

Aliphatische Polyamide im Vergleich
PA1010 (Grilamid 1S) erreicht demnach durch seinen chemischen Aufbau aus den beiden - auf Rizinusöl basierenden - 10-Anteilen einen Bioanteil von 99%. Die Eigenschaften von PA1010 liegen näher bei PA12 als bei PA6. PA610 (Grilamid 2S) erreicht einen Bioanteil von bis zu 62%. Bezüglich der Eigenschaften positioniert sich PA610 als eine Kombination von PA6 und PA12. Manche Eigenschaften, wie beispielsweise der Schmelzpunkt, liegen näher beim PA6, andere hingegen näher beim PA12.

CO2-Reduktion bei der Produktion
Bereits bei der Produktion von Polyamiden setzt EMS-GRIVORY auf CO2-Reduktion. Die Firma Axpo-Tegra AG betreibt auf dem Firmengelände der EMSCHEMIE AG ein Biomassekraftwerk mit 128.000 MWh Leistung. EMS-GRIVORY bezieht den Prozessdampf von diesem Kraftwerk und reduziert damit den Verbrauch von fossilen Brennstoffen. Auf diese Weise wird die CO2-Bilanz selbst für die auf fossilen Rohstoffen basierenden Produkten um fünf bis 10 Prozent verbessert.

Weitere Informationen: www.emsgrivory.com

VDI-Tagung "Kunststoffe im Automobilbau", 17.-18. März 2010, Mannheim, Stand 62/63