14.12.2012

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EMS-GRIVORY: Rahmenverbinder aus Grivory für Fahrradrahmen

Hervorragende Steifigkeit und metallähnliche Festigkeitswerte in Kombination mit einem geringen spezifischen Gewicht sind laut Hersteller EMS-Chemie die einzigartigen Eigenschaften von kohle- und langglasfaserverstärktem Grivory G. Deshalb werde dieser Werkstoff vermehrt im Segment Sport und Freizeit für besonders anspruchsvolle Anwendungen eingesetzt.

Die Firma Swiss Manufacturing Technology AG (SMT) aus Grenchen (CH) habe für die Bicycle Manufacturing Company (BMC) den Fahrradrahmen "Impec" entwickelt, bei dem Rahmenverbinder aus EMS-GRIVORY Produkten zum Einsatz kommen. Die Rahmenverbinder aus Grivory GC-4H und GVL-6H sollen im Fahrradrahmen für die notwendige Biegesteifigkeit, Festigkeit, Dämpfungseigenschaften und Gewichtsreduktion sorgen.

Rahmenverbindung mittels Halbschalen
Die Verbindungen an den Knotenpunkten des Rahmens bestehen nicht aus einteiligen Muffen, sondern aus je zwei Halbschalen. Diese Halbschalen, die sogenannten Shells, werden aus einem neuartigen Composite Compound-Material von EMS hergestellt, sind den Angaben zufolge hochfest und leicht zugleich, verfügen über hervorragende Dämpfungseigenschaften und lassen sich demnach in der Endmontage absolut kontrolliert und präzise mit den Rahmenrohren verbinden. Mit dieser Halbschalentechnik sei die Rahmenverbindungen des Fahrradrahmens so gestaltet, dass eine lebenslange Garantie gewährleistet werden könne. Das offene Design der Shells habe zudem die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der letzte Arbeitsschritt bei der Produktion des Impec-Rahmens, das Verkleben der Shells mit den Rahmenrohren, deutlich übersichtlicher und kontrollierter ablaufe als bei der Konstruktion des Vorgängermodells.

Tour de France getestet
Neben diversen Tests im Labor wurden einige Fahrradrahmen während der Tour de France 2011 von verschiedenen Profis auf Herz und Nieren geprüft. Während des Radrennens habe es weder Rahmenbrüche noch andere Ausfälle gegeben, die auf den Rahmen hätten zurückgeführt werden können. Material und Konstruktion hätten somit ihre Eignung für den Spitzensport nachgewiesen, Erkenntnisse aus diesen Fahrtests seien für weitere konstruktive Optimierungen genutzt worden.