01.12.2015

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EMS-Grivory: Neues hochhitzestabilisiertes PA66/6

In der Automobilbranche hält der Megatrend des Downsizings an. Motoren mit kleinerem Hubraum und immer wirkungsvollerer Turboaufladung haben die Ladelufttemperaturen auf 210°C Dauer-, respektive 230°C Spitzentemperatur und die Ladeluftdrücke auf 3,3 bar ansteigen lassen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren bewegten sich diese bei maximal 200°C und rund 1,5 bar.

Mit dem neuen hochhitzestabilisierten Grilon TSG-W3 will EMS-Grivory zukünftig die Lücke zwischen den hitzestabilisierten PA66/6-Typen (Grilon TSG-W und -W2) und den hochhitzestabilisierten Polyphthalamiden (Grivory HT2VS-HH) bezüglich der Anwendungs­temperaturen schließen und und das Produktportfolio für den Temperaturbereich von 150°C bis 250°C komplettieren. Einsatz soll die Ergänzung der Grilon TSG-Familie insbesondere in Anwendungen im Ladeluftsystem finden.

Mit den Triple-Six-Polyamiden Grilon TSG-W und TSG-W2 lässt sich laut EMS-Grivory der Temperaturbereich von 150°C bis 210°C abdecken. Bis 190°C kann demnach auf Grilon TSG-W zurückgegriffen werden, bei Temperaturen bis 210°C komme Grilon TSG-W2 zum Einsatz.

Grilon TSG-W3 soll bis 230°C über eine exzellente Hitzealterungs­beständigkeit verfügen. Beispielsweise biete Grilon TS XE 16002 (TSG-35/4 W3) nach 3.000 Stunden bei 230°C noch über 75 Prozent Eigenschaftserhalt in der Bruchspannung. Damit soll es auch bei 230°C im Vergleich zu hochhitzestabilisierten Polyphthalamiden über eine ebenbürtige Hitzealterungsbeständigkeit verfügen. Identisch zu der Generation Grilon TSG-W2 ist den Angaben zufolge die exzellente Oberflächenqualität, was den Druckabfall im Ladeluftsystem reduzieren und Nachbearbeitungen an Dichtungspartien überflüssig machen soll. Grilon TSG-W3 sei damit insbesondere für Anwendungen im Ladeluftsystem geeignet, wie zum Beispiel Ladeluftkühlerendkappen, Ladeluftrohre, Resonatoren oder Steckverbinder.

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