15.10.2010

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EOS: Kosten- und Produktionsorientierte Lösungen für die Fertigung von Kunststoffteilen

Zusammen mit LBC und Materialise präsentiert EOS seine e-Manufacturing-Lösungen auf der K 2010 in Düsseldorf. Die Bandbreite seines Portfolios veranschaulicht EOS beispielhaft mit zwei bauenden Systemen - mit der EOSINT M 270 für den Metallbereich und mit dem etablierten Kunststoffsystem FORMIGA P 100.

Peter Klink, Geschäftsführer Vertrieb bei EOS dazu: "Als Lösungsanbieter zeigen wir auf der K nicht nur zukunftsweisende Ansätze für den Serien-Werkzeugbau - so etwa konturnahe Kühlkanäle - sondern präsentieren darüber hinaus ein Spektrum, das die Stärken unserer Technologie für alle Stückzahlen eindrucksvoll widerspiegelt: die Konstruktion bestimmt das Herstellungsverfahren (Design Driven Manufacturing); die Funktionsintegration erweitert den Spielraum in Punkto Designfreiheit und Kostenreduktion; die Konstruktion und Herstellung von höchst individualisierten Produkten ermöglicht darüber die Erschließung neuer Geschäftsfelder."

Werkzeugbau: Zykluszeiten deutlich reduzieren, bessere Teilequalität liefern, signifikante Kosteneinsparungen erzielen
Das heutige Spritzgussverfahren lässt sich laut EOS deutlich optimieren. Der wesentliche Schlüssel zum Erfolg sei hierbei der Einsatz von optimierten Temperierungskonzepten. Bei der Erzeugung des Werkzeugeinsatzes werden bauteilspezifische, konturnahe Kühlkanäle direkt mit aufgebaut, wodurch die Zykluszeit erheblich reduziert werden könne. Damit sollen in kürzerer Zeit und mit besserer Qualität mehr Teile gefertigt werden können, was wiederum in geringeren Stückkosten und einem geringeren Energiebedarf pro Produkteinheit resultiere.

Individualisierte Endprodukte und durchdachte Funktionsintegration
Unabhängig vom betrachteten Marktsegment nimmt heute der Wunsch nach immer größerer Produkt-Individualisierung zu, so auch in der Medizintechnik. Der EOS eManufacturing Partner Materialise stellt patientenspezifische Bohrschablonen für operative Eingriffe - zum Beispiel für Knieimplantate - mit dem EOS Schichtbauverfahren her, die für die Präzision und Qualität des operativen Eingriffes einen entscheidenden Vorteil darstellen soll. Hierzu seien neben einer hohen Wiederholungsgenauigkeit des Fertigungsprozesses integrierte Softwarelösungen für das Design der Bohrschablonen sowie ein professionelles Handling der kundenindividuellen Daten und Bauteile erforderlich.

John Pauwels, Director of Operations bei Materialise Software, dazu: "Unser Ziel ist es, eine wirtschaftlich tragbare Methode zur Herstellung maßgeschneiderter Operationshilfen bereitzustellen. Zu diesem Zweck muss vor einer Operation eine intensive Planung erfolgen. Folgende Faktoren müssen hier ineinandergreifen und berücksichtigt werden: die patientenspezifische Anatomie, ein hoch automatisiertes Datenhandling und eine entsprechende Logistik. Und schließlich ein Verfahren wie das Laser-Sintern, das eine effiziente Herstellung individualisierter Komponenten sicherstellt."

Energieeffiziente Prozessketten
Zusammen mit seinen Kunden untersucht EOS die Prozessketten von deren Produkten auch unter dem Gesichtspunkt des Energieverbrauches. Diese umfassen in groben Zügen die Herstellungs- und die Nutzungsphase (Lebenszyklusanalyse). Wie sich bisher gezeigt hat, liegt der große Hebel für Energieeinsparungen nicht allein im Herstellungsprozess sondern in der gesamten Lebenszyklusanalyse. Mit Anwendungen wie der konturnahen Kühlung kann laut EOS heute schon gezeigt werden, dass Zykluszeiten um bis zu 60 Prozent reduziert werden können und damit auch der Energieverbrauch entsprechend gesenkt wird.

Kunststoffteile in hoher Qualität
Die verlässliche Qualität von Bauteilen ist ein ausschlaggebendes Kriterium für die Wahl des Fertigungsverfahrens. Daher überwacht, unterstützt und dokumentiert EOS mit dem Integrated Quality Management System (IQMS) sowohl Prozesssicherheit als auch Teilequalität und Rückverfolgbarkeit. Noch einen Schritt weiter will EOS jetzt mit dem Part Property Management (PPM) Konzept gehen. Auf Basis der sogenannten Part Property Profiles (PPP) werde eine Standardisierung und Vergleichbarkeit von Bauprozessen und -Ergebnissen sichergestellt, die so den Konstrukteuren und Anwendern verlässliche Hilfsmittel an die Hand geben soll.

Weitere Informationen: www.eos.info, www.lasergenerieren.de

K 2010, 27.10.-3.11.2010, Düsseldorf, Halle 2, Stand E23