23.08.2010

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Ehlebracht: Geschäftsbereich Kunststoff-Technik mit deutlich gesteigerten Umsatzerlösen

Die im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistete EHLEBRACHT AG steigerte im ersten Halbjahr 2010 im Konzern Umsatz und Ertrag deutlich. Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf 35,0 Millionen Euro (Vorjahr: 25,9 Millionen Euro). Das ist ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr von 9,1 Millionen Euro oder 35,1 Prozent. Allerdings sei der Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2009 aufgrund der rezessiven Einflüsse wenig aussagekräftig, teilt das Unternehmen mit. Gegenüber dem wirtschaftlich noch als ´normal´ einzustufenden ersten Halbjahr 2008 als Referenzzeitraum konnte der Konzern seine Umsatzerlöse um 2,5 Millionen Euro oder 7,7 Prozent steigern.

Die Ergebnissituation habe sich mit Schluss des ersten Halbjahres 2010 auf allen Stufen verbessert. Das EBITDA erreichte 3,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1,8 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) hat sich auf 2,1 Millionen Euro (Vorjahr: 0,6 Millionen Euro) erhöht. Das Vorsteuerergebnis (EBT) stieg auf 1,7 Millionen Euro (Vorjahr: 0,2 Millionen Euro). Das Halbjahresergebnis hat der Konzern auf 2,0 Millionen Euro (Vorjahr: 0,4 Millionen Euro) gesteigert.

Das deutlich gewachsene Geschäftsvolumen im Berichtszeitraum hat die Aufwandsquoten für Personal, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen und Zinsen im Verhältnis zur Gesamtleistung in Summe um 5,8 Prozentpunkte (von 41,6 Prozent auf 35,8 Prozent) reduziert. Diese Entwicklung stärkte die Erträge. Die Materialaufwandsquote legte dagegen aufgrund gestiegener Rohstoffkosten um 1,5 Prozentpunkte auf 59,9 Prozent zu.

Export boomt
Die EHLEBRACHT-Unternehmensgruppe baute im ersten Halbjahr 2010 ihre Erlöse im Ausland von 10,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 15,6 Millionen Euro deutlich aus. Das entspricht einem Plus von 4,9 Millionen Euro oder 45,8 Prozent. Die Inlandserlöse stiegen von 15,2 Millionen Euro in der Vorjahresperiode auf 19,4 Millionen Euro - ein Plus von 4,2 Millionen Euro oder 27,6 Prozent. Infolge des überproportional angewachsenen Auslandsgeschäfts kletterte die Exportquote damit von 41,3 Prozent auf 44,6 Prozent.

Wachstumstreiber Kunststoff-Technik
Der Geschäftsbereich Kunststoff-Technik steigerte die Umsatzerlöse um 40,1 Prozent auf 22,0 Millionen Euro (Vorjahr: 15,7 Millionen Euro). Das chinesische Konzernunternehmen EIC hat das Umsatzvolumen im ersten Halbjahr mit 6,1 Millionen Euro (Vorjahr: 2,6 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Der Ausbau des Geschäfts mit einem weltweit operierenden Markenhersteller der Weißen Ware und die zusätzlichen Umsatzbeiträge durch den Aufbau des eigenen Werkzeugbaus für die Fertigung beflügelten das Geschäft. Auch das Inlandsgeschäft, angeführt von EHLEBRACHT Berlin, konnte die Erlöse um 29,5 Prozent auf 11,4 Millionen Euro (Vorjahr: 8,8 Millionen Euro) steigern.

Möbelfunktions-Technik im Aufwind
Der Geschäftsbereich Möbelfunktions-Technik steigerte die Umsätze 2010 um 28,0 Prozent auf 12,8 Millionen Euro (Vorjahr: 10,0 Millionen Euro). Das Inlandsgeschäft erhöhte sich um 25,8 Prozent auf 7,8 Millionen Euro und der Export um 31,6 Prozent auf 5,0 Millionen Euro. Der Anteil am Konzernumsatz der Kunststoff-Technik ist im ersten Halbjahr 2010 auf 62,9 Prozent (Vorjahr: 60,6 Prozent) gewachsen. Die Möbelfunktions-Technik verbuchte trotz des Umsatzplus mit 36,6 Prozent einen geringeren Anteil am Konzernumsatz als im Vorjahr mit 38,6 Prozent.

Sehr gute Perspektiven
Die Unternehmensgruppe will im zweiten Halbjahr 2010 mit der Konzerntochter EIC im chinesischen Suzhou eine weitere Produktionsstätte etablieren. EHLEBRACHT will damit der weiter zweistellig wachsenden Nachfrage im Reich der Mitte und dem Bedarf kurzer Wege zu den Kunden Rechnung tragen. Das Unternehmen soll so in den wichtigen Industriezonen im südchinesischen Shenzhen und dem zentralchinesischen Suzhou präsent sein.

Bei Ausbleiben negativer konjunktureller Entwicklungen bestätigt der EHLEBRACHT-Konzern seine Ganzjahresprognose mit über 65,0 Millionen Euro Umsatz und einem Vorsteuerergebnis von 2,5 Millionen Euro bis 3,0 Millionen Euro. Bei weiterhin günstigem Geschäftsverlauf könnte der Konzern die Ergebnisprognose nach derzeitiger Einschätzung sogar übertreffen.