27.02.2013

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Ehlebracht: Starkes zweites Halbjahr rettet Prognose 2012 - Bereich Kunststoff-Technik mit leichtem Umsatzrückgang

Die im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Ehlebracht AG hat im Geschäftsjahr 2012 ihre Prognose erreicht und im Ergebnis vor Steuern (EBT) leicht übertroffen, teilt das Unternehmen mit. Nach einem schwachen Geschäftsanlauf mit geringen Ergebnisbeiträgen hat der Konzern demnach ab Mitte 2012 in einem Aufholprozess bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt.

Konzernumsatz 2012 liegt bei 81,1 Mio. Euro
Nach vorläufigen Zahlen schließt die Unternehmensgruppe das Geschäftsjahr 2012 mit einem Konzernumsatz von 81,1 Millionen Euro. Der Vorjahresumsatz von 84,3 Millionen Euro wurde nicht erreicht. Als Ursache wird im Wesentlichen der 2012 rezessive Markt in Südeuropa genannt. Infolge entwickelten sich die Absatzzahlen und Erlöse von Baugruppen für ´Weiße Ware Produkte´ der Konzerntochter Ehlebracht Berlin GmbH & Co. KG mit einem großen deutschen Haushaltsgerätehersteller, der diesen Markt beliefert, stark rückläufig. Direkt betroffen war das Inlandsgeschäft. Die Inlandsumsätze fielen von 45,7 Millionen Euro im Vorjahr um 7,6 Millionen Euro auf 38,1 Millionen Euro 2012 zurück. Dagegen baute der Konzern sein Geschäftsvolumen im Ausland weiter aus. So stiegen die Umsatzerlöse mit ausländischen Kunden von 38,6 Millionen Euro im Vorjahr um 4,4 Millionen Euro auf 43,0 Millionen Euro.

Bereich Kunststoff-Technik mit leichtem Umsatzrückgang
Beide Geschäftsbereiche verzeichneten 2012 leichte Umsatzrückgänge. Die Erlöse des Bereichs Kunststoff-Technik gingen um 2,5 Millionen Euro auf 55,3 Millionen Euro (Vj.: 57,8 Millionen Euro) zurück. Dieser Umsatzrückgang resultiert ausschließlich aus geringeren Erlösen der Berliner Konzerntochter. Alle anderen Unternehmen der Kunststoff-Technik, insbesondere die chinesische Konzerntochter Elektra Industrial China, haben ihr Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr ausgebaut. Den Umsatzrückgang von Ehlebracht Berlin konnten sie aber nur zum Teil durch Mehrgeschäft kompensieren. Der Bereich Möbelfunktions-Technik schließt mit Umsatzerlösen von 25,5 Millionen Euro nur knapp unter dem Vorjahresniveau von 26,2 Millionen Euro.

Infolge der erwarteten Ausbau- und Strukturkosten des Mitte 2012 in Produktion gegangenen neuen zweiten Produktionsstandorts in China in Suzhou der Elektra Industrial China lag die Ergebniserwartung (EBT) des Konzerns für 2012 unter dem Vorjahreswert. Nach den vorläufigen Zahlen schließt der Ehlebracht-Konzern das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) von rund 2,8 Millionen Euro nach 3,7 Millionen Euro im Vorjahr. Damit liegt das Konzern-EBT im Zielkorridor der Erwartung 2012.

Aufgrund gestiegener Abschreibungen und Finanzierungsaufwendungen, insbesondere für den neuen Standort in China, liegt das EBITDA mit rund 7,0 Millionen Euro nur um 0,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 7,6 Millionen Euro.

Der Ehlebracht-Konzern schließt das Geschäftsjahr 2012 nach vorläufigen Zahlen mit einem Konzernjahresüberschuss von 1,5 Millionen Euro (Vj.: 1,9 Millionen Euro).

Vor Gewinnverwendung und Einstellung in die gesetzliche Rücklage verzeichnet die Ehlebracht AG vorläufig einen Jahresüberschuss von 1,4 Millionen Euro.

Die Eigenkapitalpositionen des Konzerns mit 38,0 Millionen Euro (Vj.: 38,0 Millionen Euro) und der AG mit 32,9 Millionen Euro (Vj.: 32,8 Millionen Euro) liegen Ende 2012 nahezu exakt auf Vorjahresniveau. Aufgrund geringerer Bilanzsummen sind die Eigenkapitalquoten allerdings 2012 verbessert. Im Konzern wuchs die Quote von 57,1 Prozent auf 59,6 Prozent, in der AG von 76,5 Prozent auf 79,4 Prozent.

Unternehmensgruppe mit gutem Geschäftsanlauf Januar 2013 im Plan
Der Geschäftsanlauf der Unternehmensgruppe im neuen Jahr war gut und lag im Januar 2013 voll im Plan. Nach der aktuellen Einschätzung und dem Auftragsbestand dürften sich die nächsten Monate positiv entwickeln. Negative Tendenzen seien zurzeit nicht zu erkennen.

Konzern erwartet Steigerung der Umsatzerlöse
Allerdings schwelen gesamtwirtschaftlich Unsicherheiten aufgrund der immer noch hohen Verschuldung einzelner Euroländer - insgesamt der Euro-Schuldenkrise. Sie erschweren die Prognosen zur künftigen Entwicklung. Sofern sich keine spürbare Abkühlung der globalen konjunkturellen Dynamik mit belastenden Auswirkungen auf das Ehlebracht-Geschäft einstellt, geht der Konzern für das Gesamtjahr 2013 von einer moderaten Steigerung der Umsatzerlöse auf 83 bis 85 Millionen Euro und einer Verbesserung des Vorsteuerergebnisses (EBT) auf 3,5 bis 3,8 Millionen Euro aus.

Weitere Informationen:
www.ehlebracht-ag.com, www.ehlebracht-kunststoff-technik.de

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