15.09.2010

BRASKEM S.A.

Ein neuer Marktführer in der Produktion von Biopolymeren tritt hervor: Auf der Messe K 2010 betritt Braskem die Weltbühne

Als größter Hersteller von thermoplastischen Kunststoffen der amerikanischen Länder, eröffnet Braskem seine neue Anlage, die 200 000 Tonnen grünen Ethens pro Jahr produziert

Nachdem das brasilianische petrochemische Unternehmen Braskem auf der Messe K 2007 sein erstes bahnbrechendes Projekt zur Gewinnung grünen Ethens von Ethanolen des Zuckerrohrs vorgestellt hatte, setzt Braskem exakt drei Jahre später zur Messe K 2010 in Düsseldorf das Projekt um. In Rekordzeit wird Braskem seine Produktion grünen Polyethylens, das aus Ethanol des Zuckerrohrs gewonnen wird, Ende September aufnehmen.

Die grüne Ethylenanlage befindet sich in Triunfo, im südlichen Bundesstaat Brasiliens und für deren Bau wurden R$ 500 Mio. (entspricht ca. 271 Mio. EUR) investiert. Die Sollproduktion der Anlage liegt bei 200.000 Tonnen pro Jahr, welches der gleichen Menge an grünem Polyethylen entspricht. Dank seiner neuen Produktionsanlage wird Braskem globaler Marktführer in der Herstellung von Biopolymeren.

Ethen ist ein Rohstoff für Polyethylen, das meist verwendete Plastik weltweit. Das grüne Polyethylen weist die gleichen Eigenschaften auf und liefert die gleiche Leistung wie die herkömmlichen Kunststoffe, jedoch mit dem großen Vorteil, aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt zu werden. Das Endprodukt aus der Verarbeitung von Naphtha oder natürlichen Gasen sind Polymere, die für eine Vielzahl von Industrieprodukten verwendet werden, wie von der Auto- und Kosmetikindustrie, für Werkzeuge, Haushaltsgeräte, industrielle Lebensmittelverpackungen, bis hin zur Spielzeugherstellung.

„Braskem ist fest entschlossen, seine Position ganz oben zu konsolidieren und plant bereits neue Investitionen in der Produktion von grünem Plastik, das seine Kraft aus Brasiliens hoch entwickelter Zuckerrohr- und Ethanolindustrie zieht“, sagt Braskems Geschäftsführer Bernardo Gradin.

Die Technologie für die Herstellung von Kunststoff aus Ethanol existierte bereits in den 1970er Jahren, wurde jedoch aufgegeben, weil sie mit den konventionellen Produkten auf Rohölbasis nicht konkurrieren konnte. Seitdem entwickelte Braskem den Herstellungsprozess und in der Kombination mit den Vorteilen des brasilianischen Ethanolhandels auf Zuckerrohrbasis, gelang es dem Unternehmen, aus dem grünen Polyethylen ein begehrtes Produkt mit hoher Wettbewerbsfähigkeit zu machen, sodass die Kapazitäten der neuen Anlage praktisch gänzlich im Voraus verkauft wurden.


Wichtige Verträge

Namhafte Kunden des nationalen und internationalen Markts, die sich für die Kreation oder Stärkung ihrer Marken durch die Förderung von nachhaltiger Entwicklung interessieren, haben bereits Kaufverträge des Produkts abgeschlossen. Einige unter ihnen, die sich bereits den Zugang zu Braskems grünem Polyethylen gesichert haben, sind Multinationale wie Toyota Tsusho, Tetra Pak, Procter & Gamble, Shiseido und Johnson & Johnson. Dazu kommen große brasilianische Unternehmen wie Natura, Brinquedos Estrela, Cromex, Acinplas und weitere internationale Unternehmen wie Petropack in Argentinien und Sphere in Frankreich, neben anderen.

Einer der Gründe, warum grünes Polyethylen bei so vielen führenden Unternehmen eine hohe Nachfrage erfährt, ist dessen positive Auswirkung auf die Umwelt. Während des gesamten Herstellungsprozesses – von der Zuckerrohrpflanzung bis zur Ethanol- und Kunststoffgewinnung, werden je produzierter Tonne 2,5 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen. Auf diesem Wege trägt Braskem durch die Herstellung des grünen Plastiks zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei.

Neben dieser Anlage schaut sich Braskem auch nach anderen Biopolymeren wie grünes PP (grünes Polypropylen) um, ist also nicht auf die Produktion von grünem PE beschränkt. Polypropylen wird vielseitig in der Automobilindustrie verwendet und kein anderes Unternehmen weltweit stellt Polypropylen aus der grünen Variante her, die aus erneuerbaren Rohstoffen gewonnen wird, sondern gewöhnlich aus Erdöl. Braskem stellt bereits jetzt in seinen Labors grünes PP her und sucht ununterbrochen nach weiteren wettbewerbsfähigen Produktionswegen. Um diesem Ziel nachzukommen, hat Braskem technologische Partnerschaften mit dem dänischen Unternehmen Novozymes geknüpft, weltweiter Marktführer in der Enzymproduktion, sowie mit der Unicamp [die Universität von Campinas, Brasilien].

Polypropylen ist ein Kunststoff, der in vielen Formen für Alltagsprodukte verwendet wird, von Lebensmittelcontainern, über Strohhalme, Wasserflaschen bis hin zu Waschmaschinen, Möbeln und Stoßstangen für Autos. Es ist das zweithäufigst verwendete Thermoplastik, mit einem weltweiten Verbrauch von 44 Mio. Metertonnen im Jahr 2008. Der weltweite Marktanteil wird auf US$ 66 Mrd. geschätzt, mit einem Zuwachs von jährlich 4%.


Markführer

Braskem, der größte Produzent von thermoplastischen Kunststoffen in den amerikanischen Ländern, hat sich der nachhaltigen Entwicklung öffentlich verpflichtet. Seit seiner Gründung 2002, ist Braskem erstaunliche 20% pro Jahr gewachsen, mit einem kreditgeförderten Nettoumsatz durch Fusionierungen und Neuerwerbungen und einem engen Fokus auf sein Forschungs- und Entwicklungsprogramm. Das Unternehmen exportiert US$ 2.5 Mrd. pro Jahr und besitzt 29 Industrieanlagen, durch die es tausende von Arbeitsstellen geschaffen hat, über ganz Brasilien und die USA verteilt. So produziert es jährlich über 15 Mio. Tonnen thermoplastische Kunststoffe und andere petrochemische Produkte. Das zeigt nicht nur den umweltfreundlichen Aspekt seiner Produkte, sondern auch ihre einfache Zugänglichkeit.

Im ersten Quartal diesen Jahres erwarb Braskem zwei große Unternehmen: Quattor in Brasilien und den PP Handel (950 Tonnen/Jahr) von Sunoco Chemicals aus den USA, welches sich nun Braskem Amerika nennt. Danach wurde Braskem der größte Produzent von Kunststoffen in den amerikanischen Ländern, mit einer kombinierten Kapazität von 6.5 Mio. Tonnen/Jahr Thermoplast und dem acht größten Produzenten der Welt.
Das Unternehmen sucht noch immer nach neuen Erweiterungsmöglichkeiten in den USA, um seine Position innerhalb des größten Verbrauchermarktes der Welt zu stärken. Daneben errichtet Braskem in Mexiko eine Industrieanlage, in der voraussichtlich bis zu einer Mio. Tonnen PE pro Jahr produziert werden. Diese soll 2015 in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus entwickelt Braskem derzeit Projekte in Venezuela, Peru und Bolivien: Länder in der Region, in denen Rohstoffe zu einem konkurrenzfähigen Preis im Übermaß vorhanden sind.


Ein Referenz in Nachhaltigkeit

Entsprechend seiner Zusicherung, nach Prinzipien von nachhaltiger Entwicklung zu handeln, hat Braskem seine Zulieferer unter denjenigen ausgewählt, die sich verpflichten, den „Ethik-Kodex der Handlungsweise für Ethanollieferanten“ (“Code of Conduct for Ethanol Suppliers”) einzuhalten.
Der Kodex unterliegt sowohl den brasilianischen Gesetzen, als auch den guten Praktiken, die vom „Agro-Umwelt-Protokoll des Bundesstaates São Paulo“ (“Protocolo Agroambiental do Estado de São Paulo”) empfohlen werden, sowie dem „UN Global Compact“ und Brasiliens „Nationaler Verpflichtung zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Zuckerrohrproduktion“ (“Compromisso Nacional para Aperfeiçoar as Condições de Trabalho na Cana-de-Acúcar”). Die Nationale Verpflichtung beabsichtigt, der Brandrodung ein Ende zu setzen sowie die Biodiversität zu erhalten, unter Einhaltung der besten umweltfreundlichen Praktiken und Respekt vor Menschen- und Arbeitsrechten.

„Du musst reifen, um grün zu werden“ (“You have to mature to be green"), ist der Name eines Manifestes, in dem Braskem letztes Jahr öffentlich seine Verpflichtung zum Umweltschutz kundtat. Ein Gutachten über Treibhausgasemissionen des Unternehmens, das letztes Jahr abgeschlossen wurde, zeigt, dass schon jetzt einige der Verpflichtungen des Manifestes erfüllt worden sind. Seitdem die Messung 2007 begann, hat Braskem seine Treibhausgasemissionen um 13,6% gesenkt, und kommt auf 7.3 Mio. Tonnen CO2 im Jahr 2009. Diese Leistung ist das Ergebnis von Investitionen in Energieeffizienz, indem von manchen Treibhausgas erzeugenden Produktionsabläufen Abstand genommen wird, neben anderen noch laufenden Verbesserungen.

Jeder einzelne der Indikatoren für umweltfreundliche Effizienz, die die Emissionen und den Verbrauch bei jeder von Braskem produzierten Tonne aufzeigen, hat sich zwischen 2002 und 2009 signifikant verbessert. Demgegenüber ist die Müll- und Abwasserproduktion um 61% und 40% deutlich gesenkt worden, sowie der Energieverbrauch um 12%.

Vergleicht man Braskems Unternehmensergebnis im Bereich Umweltschutz mit dem Durchschnitt in der Industrie, so zeigt sich wie „grün“ die Verpflichtung ist: 4 m3 Wasser wird pro produzierter Tonne verbraucht. Das ist bedeutend weniger als der globale Durchschnittswert in der Industrie mit 27,8 m3. Dieser Wert wurde von der ICCA (International Council of Chemical Associations) angegeben. Braskem erzeugt 2,7kg Abfall pro produzierter Tonne, während der Durchschnittswert laut ABIQUIM [dem brasilianischen Verband der Chemieindustrie] bei 11,9kg liegt.


Wachstum und große internationale Präsenz
Nach der Übernahme von Quattor und Polypropylen-Anlagen von Sucoco Chemicals in den USA, bestätigt Braskem im zweiten Quartal 2010 einen Zuwachs seines pro Forma errechneten EBITDA (zu deutsch: „Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (auf Sachanlagen) und Abschreibungen (auf Vermögensgegenstände)“) von über 581 Mio. US$. Das bedeutet ein 15%-iges Wachstum im Vergleich zum vorherigen Quartal. Die EBITDA Gewinnmarge stieg um 1,4 Prozentpunkte und erreichte in diesem Quartal 15,9%. Im 12-Monats-Endwert erreichte der EBITDA 2,1 Mrd. US$, welches einen Zuwachs von 12% im Vergleich zum Ende des ersten Quartals repräsentiert.
Braskems Geschäftsführer Bernardo Gradin zufolge, „hat sich die brasilianische Wirtschaft in jedem Quartal als widerstandfähig erwiesen und der Nachfrage von Kunststoffen auf hohem Niveau Folge geleistet. Dieser Kontext unterstützte die positive Betriebsentwicklung von Braskem als Ganzes, besonders die Erholung von Quattro. Das beweist den Erfolg der neuen Handlungsweise des Managements, immer mit dem Ziel, dem brasilianischen Markt zu dienen.
Und er fügt hinzu: „Im zweiten Halbjahr haben wir angefangen, von der Übernahme von Quattor zu profitieren, mit Möglichkeiten für Synergien von schätzungsweise 400 Mio. R$ (ca. 179 Mio. EUR) EBITDA jährlich und ab 2012 wiederkehrend, so wurde das Erwerbspotential für eine zukünftige positive Bilanz bestätigt.“
Braskem erreichte 2009 als unabhängiges Unternehmen Nettoeinnahmen von mehr als 7,8 Mrd. US$. Während dieser Zeit exportierte das Unternehmen – ohne Quattor und Braskem Amerika dazuzuzählen – Produkte im Wert von 2,1 Mrd. US$ in mehr als 60 Länder überall in der Welt. Seine Exporterlöse betrugen 27% seiner Nettoeinnahmen, womit sich Braskem standfest unter den größten Exportfirmen Brasiliens platziert.
Braskem ist fest entschlossen, eine starke internationale Präsenz zu zeigen und rechnet mit Marktentwicklung und Vertriebstätigkeiten in Europa, den USA und Argentinien.
Zusammen mit den Neuerwerben, die Braskem dieses Jahr getätigt hat, verfügt das Unternehmen über Betriebe in den brasilianischen Bundesstaaten Alagoas, Bahia, São Paulo, Rio de Janeiro und Rio Grande do Sul, neben den drei Betrieben in den USA, in denen insgesamt über 6000 Menschen angestellt sind. Das Unternehmen verfügt über ein hoch spezialisiertes Team von ca. 200 Wissenschaftlern und Technikern, die in seinem Wissenschaftszentrum für Technologie und Innovation forschen und investiert, wie im Jahr 2009, bis zu 80 Mio. R$ (ca. 36 Mio. EUR) in Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Herstellungsprozesse, Produkte und Applikationen. Darüber hinaus führt Braskem auch ein Forschungszentrum in Pittsburgh, Pennsylvania, in den USA.
Mit Aktien, die Braskem an der Börse in São Paulo (Bovespa), sowie in der New York- und in der Lateinamerikasektion der Börse von Madrid (Latibex) verhandelt, verwaltet das Unternehmen seine Bindung an den Kapitalmarkt, auf der Basis von Transparenz und Gleichbehandlung seiner Aktieninhaber. Bei der Bovespa steht das Unternehmen auf der Top Liste für Corporate Governance ganz oben und gehört zu den ISE [Nachhaltigkeitsindex für Unternehmen], seitdem dieser außergewöhnliche Wertpapiersbestand von Aktien an der Börse angeboten wird.
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Braskem wartet auf Ihren Besuch, auf der Messe K 2010, vom 27. Oktober – 3. November in Düsseldorf!

Halle 6, Stand 6D27

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