Apropos K

Ein starkes Team: Die Menschen hinter der K 2016

Sprechen wir über Menschen. Vor allem über jene, die im Hintergrund der K 2016 dafür arbeiten, dass die weltweit größte Fachmesse der Kunststoff- und Kautschukbranche zu dem wird, was alle Beteiligten – Aussteller, Branchenvertreter, Besucher und nicht zuletzt der Ausrichter selbst, die Messe Düsseldorf – zu erleben hoffen: ein Mega-Highlight, das noch lange nach seinem Abschluss positiv in den Köpfen nachklingt und unbändige Vorfreude auf die K 2019 schürt. Schließlich: Nach der K ist vor der K! 

Stellen Sie sich vor, Sie wollen mit Ihren Freunden und Bekannten feiern. Das Motto lautet: Komme wer mag! Aus der Erfahrung heraus lässt sich abschätzen, mit wie vielen Gästen sie in etwa rechnen können. Genau wissen sie es erst hinterher. Sie wollen Ihren Freunden einiges bieten: Besondere Attraktionen, eine Küche, die für jeden Geschmack etwas dabei hat, gute Unterhaltung. Sie wollen, dass ein jeder bei ihnen auf seine Kosten kommt und höchsten Genuss erlebt. Vom ersten Moment an, also schon auf der Anreise. Um die dafür notwendigen Vorbereitungen zu treffen, braucht mancher bereits einen ausgebildeten Projektmanager. 

Nun stellen sie sich vor: Sie erwarten mehr als 200.000 Gäste aus allen Teilen der Welt verteilt auf acht Tage; ihre Attraktionen: zigtausende Tonne schwere, zum teil haushohe industrielle Produktionsanlagen auf einer Fläche von rund 180.000 Quadratmetern – und zwar im Betriebsmodus. Sie haben genug Raum zu Verfügung, dennoch sind hier und da Umbauten und Anpassungen vorzunehmen, damit alles seinen Platz findet und einwandfrei funktionieren kann. Jeder Messebesucher soll in seiner Zeit bei ihnen vor Ort die Chancen haben, ein unvergleichlich gutes „Flussgefühl“ zu erleben: Jeder Einzelne soll idealerweise alle Attraktionen in Augenschein nehmen und Genuss auch an Leib und Magen erfahren können – ohne über Gebühr im Wartemodus zu verharren. Gleiches gilt selbstverständlich für die An- und Abreise. 

Dieses Szenario umschreibt ansatzweise die Situation, mit denen sich das K-Team der Messe Düsseldorf turnusmäßig alle drei Jahre konfrontiert sieht, nämlich dann, wenn es an die Planung der wichtigsten Fachmesse der Kunststoff- und Kautschukbranche geht.

Die Strippenzieher im Hintergrund

Peter Segna

Das K-Team der Messe Düsseldorf besteht zugegebener Maßen aus ausgewiesenen Experten, die erfahren darin sind, hochtechnologisch geprägte Fachmessen mit großem Erfolg auszurichten. Ungeachtet dessen, auch Profis wie die der Messe Düsseldorf können weder weissagen noch hellsehen. Wohl aber wissen sie, dass man stets mit allem Möglichen insbesondere Unberechenbarem rechnen sollte. Echte Profis eben. 

Einige von Ihnen wollen wir an dieser Stelle einmal zu Wort kommen lassen; sie stehen stellvertretend für hunderte Menschen, die im Hintergrund der K die Strippen ziehen.

Diese Beschreibung sei durchaus wörtlich zu nehmen, sagt Peter Segna, technischer Referent der Messe Düsseldorf, „wenn man bedenkt, dass allein für die Aussteller der K 4000 Elektroanschlüsse und kilometerweise Stromkabel sowie 1500 Wasseranschlüsse verlegt werden.“

Peter Segna und sein Team, bestehend aus zahlreichen Technikern, Handwerkern und Hallenmeisten, sind unersetzlich für das Gelingen der K. Sie unterstützen unter anderem die Aussteller dabei, dass diese ihren Messestand zeitnah und anforderungsgemäß errichtet bekommen und dass ihnen dafür alle erforderlichen Installationen zur Verfügung gestellt werden. Kaum ein Wunsch, den Peter Segna und sein Team nicht erfüllten, so lange es erlaubt und technisch machbar sein: „Wir reißen sogar Hallenwände nieder, damit Maschinen und Anlagen das passende Setup erhalten“, sagt Peter Segna. Und für den Fall, dass ein Messebauer, der im Auftrag eines Ausstellers dessen Messestand errichten soll, das Handtuch geschmissen hat, stehen er und seine Leute bereit, sich der Sache anzunehmen und, wenn es machbar ist, einzuspringen und den Messestand mit allen vorhanden Kräften fertigzustellen.

Die Wegbereiter der K 2016

Werner Arnold

Auf die kann auch Werner Arnold zurückgreifen. Der ausgewiesene Logistikexperte ist derjenige im K-Team der Messe Düsseldorf, der dafür Sorge trägt, dass alles in Fluss kommt. Mit einem Stamm fester und freier Mitarbeiter, letztgenannte werden für Messeveranstaltungen aktiviert, hält Werner Arnold den Verkehr rund um das Messegeschehen am Laufen. Das Stoßgeschäft nimmt zwei bis drei Wochen vor der K 2016 an Fahr auf. „Täglich fahren bis zu 1000 Lkw – von 7,5 bis 40-Tonnern und auch Übergrößen war alles dabei – auf das Messe Gelände, um Material für die Messestände und die tonnenschweren Exponate anzuliefern“, erklärt Werner Arnold. Ohne ein ausgeklügeltes Verkehrsleitkonzept, dessen Einhaltung man in gebotener Weise streng überwache, würde auf dem Messegelände ein heilloses Chaos ausbrechen. 

Fingerspitzengefühl sei zudem dabei gefragt, wenn es darum ginge, die vielen Tausend Menschen, die zum einen während der Aufbau- und Abbauphase, zum anderen während der Laufzeit der K 2016 das Messegelände betreten, zu lenken und zu leiten. Man stelle sich vor, sagt der Logistiker, die Besucher eines Tages – sie kommen meist in zwei Wellen zur Messe – würde ausschließlich über einen Eingang ins Gelände geführt! „Das wäre das reinste Desaster“, sagt Werner Arnold. Doch mit System und Geschick werden Besucherströme reibungslos gelenkt und geleitet – sowohl auf dem Messegelände also auch davor.

Lange im Vorfeld einer Messe wie der K 2016 führt Werner Arnold Gespräch mit den öffentlichen Verkehrsbetrieben und Taxiunternehmen, spricht mit Ihnen über Besucherzahlen, Stoßzeiten für An- und Abreise, Eingangsbelastungen und so weiter. „Gemeinsam überlegen wir, wie der Personentransport in die Stadt, zu den Hotels, zu Bahnhof und Flughafen optimal gestaltet wird“, sagt Werner Arnold und fügt an: Bislang mit großem Erfolg. Bedauern äußert der Logistiker allerdings über das Schicksal derer, die in der Sturm- und Drangzeit am Morgen und am Abend mit dem Pkw an-beziehungsweise abreisen und dabei oftmals lange Zeit im Stau stehen: „An der Straßenlage können wir von der Messe Düsseldorf leider nichts ändern, empfehlen daher allen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen – die Bahn fährt unmittelbar aufs Gelände.

Die Verständigen und Verbindenden der K 2016

Nora Wernick

Man braucht folglich kein Navigationsgerät, um sich Richtung Messe Düsseldorf zu orientieren. Man kommt auch ohne technisches Gerät auf dem rund 450.000 Quadratmeter großen Gelände. Einmal dort angelangt, geht es rasch und unkompliziert durch die 19 Hallen und zum Ziel des Messebesuchs. Eine Vielzahl von Info-Desks und Help-Points auf dem gesamten Messegelände bieten Auskunfts- und Orientierungsmöglichkeiten in Deutsch und Englisch. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Informationen sprechen viele Sprachen“, sagt Nora Wernick, Besucher- und Eingangsmanagement der Messe Düsseldorf: „Bei uns bleibt kein Messegast unverstanden.“

Nora Wernick und ihr Team sind nicht nur an den Messetagen aktiv und wachsam wie eine Spinne im Informationsnetz der Messe Düsseldorf. Sämtliche Fäden laufen bei ihr zusammen; im Informationsnotfall regelt Nora Wernick die notwendigen Schritte per Funk und Telefon. Das alles seinen rechten Gang geht, angefangen bei der Onlinebuchung des Tickets bis zum Schalterverkauf und dem reibungslosen Datenfluss – darauf hat Nora Wernick einen Blick. Sie und ihr Team sind die ersten, die erfahren, wie viele Gäste tatsächlich bei der K 2016 zu Besuch waren und die den Erfolg der K 2016 in Zahlen fassen können.

Guido Deußing