22.02.2010

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Ejot: Kunststoffclipse auch für geringe Bauteildicken

Viele Bauarten von Metallclips soll eine neue Speziallösung aus Kunststoff ersetzen, und dabei auch besonders geringe Bauteildicken ermöglichen sowie beschädigungsfrei arbeiten. Sie bieten eine Alternative zur Direktverschraubung, die beispielsweise bei der Befestigung von Kunststoffkomponenten auf dünneren Bauteilen oder wenn das Anspritzen von Einschraubdomen fertigungs- oder bauraumbedingt nicht möglich ist. Geringere Bauteildicken sind aber eine Möglichkeit, um Leichtbaukonzepte voran zu treiben, ergo werden die Bauteile tendenziell noch dünner. Zudem werden zunehmend belastungsorientiert entwickelte Materialkombinationen eingesetzt und die Forderungen an die dynamische Belastbarkeit der Verbindungen und die Prozesssicherheit in der Montage steigen.

Diese Anforderungen soll das Befestigungssystem Easyboss V (V für variabel) erfüllen. Die aufsteckbare Kunststoffbefestigung, die den nicht anspritzbaren Einschraubdom ersetzt, beschädigt im Gegensatz zu marktüblichen Befestigungselementen aus Blech oder Schrauben den Korrosionsschutz nicht und bietet auch über einen langen Zeitraum hohe Vorspannkräfte. Das gewährleistet ein hohes Maß an dynamischer Sicherheit für die Verbindung.

Darüber hinaus lag der Entwicklungsschwerpunkt des Systems in der Möglichkeit des variablen Dickenausgleichs und der problemlosen Montage. Aufgrund des federnd gelagerten Schraubdoms ist die Montage auch an unterschiedlichen Aufsteck-Wanddicken möglich. Zwei Varianten decken ein breites Spektrum ab: Das Standard-Element gleicht Bauteildicken von 2,5 bis 5,5 Millimeter aus, die neue Variante V von 0,8 bis 3,0 Millimeter. Das trägt dem Trend zur weiteren Verringerung der Bauteildicken Rechnung.

Die Wirtschaftlichkeit dieses Verbindungssystems, das durch die Kombination mit der Delta PT-Schraube gute Voraussetzungen der Direktverschraubung in Kunststoff bietet, sei nicht allein im Preis begründet, hört man. Allein der Ersatz vieler verschiedener Clipse an einem Bauteil durch einen standardisierten Artikel bringt logistische, qualitative und einkaufstechnische Vorteile. Das System wurde so ausgelegt, dass sich trotz vielfältiger Materialdicken und unterschiedlicher Werkstoffe einheitliche Anziehdrehmomente einstellen lassen. Dies vereinfacht und beschleunigt den Montageprozess. Fehler durch falsche Einstellungen der Schraubwerkzeuge, falsch positionierte oder verwechselte Klipse sollen damit der Vergangenheit angehören.

Das automatische Aufstecken im Montageprozess ist möglich. Die große Druckfläche verhindert darüber hinaus das Abkippen des "Bosses" und realisiert so ein fehlerfreies Aufstecken des Bauteils. Das automatische Aufstecken gewährleistet, dass jeder Befestigungspunkt mit genau einem Clip bestückt wird. Das vermeidet fehlende Befestigungspunkte in der Montage, ein wichtiger Qualitätsfaktor zum Beispiel bei der Befestigung von Instrumententrägern im Fahrzeug.

VDI-Tagung "Kunststoffe im Automobilbau", 17.-18. März 2010, Mannheim, Stand 35

Weitere Informationen: www.ejot.de