10.08.2015

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ElringKlinger: Automobilzulieferer auch in Q2 mit hohem Umsatzzuwachs

Die ElringKlinger-Gruppe erzielte im zweiten Quartal 2015 ein Umsatzplus von 13,9 % auf 379,7 (333,5) Mio. Euro. Organisch, d.h. ohne Akquisitions- und Wechselkurseffekte, lag der Anstieg bei 4,5 % und habe damit erneut das Wachstum der internationalen Fahrzeugmärkte übertroffen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) vor Kaufpreisallokationen erreichte 39,6 (42,3) Mio. Euro im zweiten Quartal 2015, während das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter 21,0 (28,5) Mio. Euro betrug.

Hohes Umsatzwachstum hält an
Die ungetrübte Kauflaune in den USA und die zunehmende Dynamik auf Europas Fahrzeugmärkten führten bei ElringKlinger zu einem weiteren Umsatzanstieg, teilt das Unternehmen mit. Zudem habe der Konzern von zahlreichen Produktneuanläufen sowie einem starken strukturellen Wachstum vieler Produktgruppen profitiert, die zur CO2-Reduzierung beitragen. Auf organischer Basis, d.h. ohne Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte, ergab sich im zweiten Quartal 2015 ein Umsatzplus von 4,5 %. Ein zusätzlicher Beitrag von 8,8 Mio. Euro resultierte aus der erstmaligen Einbeziehung der früheren M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA (M&W). Die Wechselkursentwicklung des Euro, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, dem Schweizer Franken sowie einigen asiatischen Währungen, erhöhte die Konzernerlöse im zweiten Quartal 2015 um weitere 22,4 Mio. Euro. In Summe stiegen die Erlöse der ElringKlinger-Gruppe im zweiten Quartal 2015 um 13,9 % auf 379,7 (333,5) Mio. Euro.

Im ersten Halbjahr 2015 nahmen die Konzern-Erlöse um 14,2 % auf 751,1 (657,5) Mio. Euro zu. Dabei entfiel ein Umsatzbeitrag in Höhe von 13,7 Mio. Euro auf die erstmalige Einbeziehung von M&W, während sich die Wechselkursentwicklungen mit 46,5 Mio. Euro erhöhend auswirkten. Das organische Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2015 belief sich auf 5,1 %.

EBIT-Marge im 2. Quartal gegenüber Vorquartal leicht verbessert
Im zweiten Quartal 2015 erreichte das bereinigte Konzern-EBIT vor Kaufpreisallokationen 39,6 (42,3) Mio. Euro und verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal (36,7 Mio. Euro) um 2,9 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorquartal erhöhte sich die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation um 0,5 Prozentpunkte auf 10,4 %. Das bereinigte Konzern-EBIT vor Kaufpreisallokationen lag im ersten Halbjahr 2015 bei 76,3 (85,3) Mio. Euro, dies entspricht einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokationen von 10,2 % (13,0 %).

Wie sich bereits in den ersten drei Monaten des Jahres abgezeichnet hatte, war laut Elringklinger die Geschäftsentwicklung im Segment Erstausrüstung auch im Verlauf des zweiten Quartals unverändert durch eine extrem hohe Auslastung gekennzeichnet. Einzelne Geschäftsbereiche verzeichneten einen anhaltend überproportionalen Nachfrageanstieg. Dies führte zu notwendigen Sonderschichten und -frachten und bedingte im zweiten Quartal 2015 eine um rund 5 Mio. Euro höhere Kostenbasis. Zudem belastete die sprunghafte Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro. ElringKlinger habe bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Ergebnissituation zu optimieren und geht von einer schrittweisen Verbesserung bis zum Jahresende aus.

Darüber hinaus sie die EBIT-Marge im zweiten Quartal 2015 weiterhin durch die zuletzt getätigten Akquisitionen (rund 0,7 Prozentpunkte) sowie die anhaltend schwache Entwicklung im Bereich E-Mobility (rund 0,4 Prozentpunkte) verwässert worden.

Finanzergebnis im 2. Quartal von abnehmenden Währungsgewinnen belastet
Nachdem im ersten Quartal 2015 aufgrund des schwachen Euros noch positive Währungseffekte von im Saldo 6,5 (0,1) Mio. Euro aus der Finanzierungstätigkeit zu verzeichnen waren, reduzierten sich die Währungsgewinne im zweiten Quartal spürbar, so dass hier ein negatives Währungsergebnis von 3,4 (1,2) Mio. Euro zu Buche schlug. In Summe ergab sich im zweiten Quartal 2015 ein Finanzergebnis von minus 6,5 (-2,1) Mio. Euro. In der ersten Jahreshälfte betrug das Finanzergebnis minus 3,0 (-4,7) Mio. Euro. Folglich belief sich das Ergebnis vor Ertragsteuern im zweiten Quartal auf 31,8 (39,5) Mio. Euro bzw. im ersten Halbjahr auf 70,7 (78,9) Mio. Euro.

Periodenergebnis im 2. Quartal bei 22 Mio. Euro - Ergebnis je Aktie bei 0,33 Euro
Die Ertragsteueraufwendungen bewegten sich im zweiten Quartal 2015 mit 9,8 (9,7) Mio. Euro fast auf Vorjahresniveau. Die Konzern-Steuerquote erhöhte sich aufgrund geringerer Ergebnisbeiträge aus Ländern mit niedriger Steuerquote auf 30,8 % (24,6 %). Im Sechsmonatszeitraum beliefen sich die Ertragsteueraufwendungen auf 19,5 (19,9) Mio. Euro, die Steuerquote erreichte somit 27,6 % (25,2 %).

Das Periodenergebnis belief sich im zweiten Quartal auf 22,0 (29,7) Mio. Euro bzw. auf 51,2 (59,0) Mio. Euro im ersten Halbjahr 2015. Nach Anteilen Dritter kam das Periodenergebnis auf 21,0 (28,5) Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2015 erreichte es 49,2 (56,5) Mio. Euro.

Daraus ergab sich für das zweite Quartal 2015 ein Ergebnis je Aktie von 0,33 (0,45) Euro. Im ersten Halbjahr 2015 lag das Ergebnis je Aktie bei 0,78 (0,89) Euro.

Auftragseingang nimmt auf hohem Niveau um weitere 15 % zu
Nach einem bereits starken ersten Quartal legte der Auftragseingang auch im zweiten Quartal 2015 zu. Er erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 14,5 % auf 435,1 (380,0) Mio. Euro. Unter Herausrechnung der Zugänge durch den Erwerb der früheren M&W sei der Auftragseingang immer noch um 11,0 % auf 422,0 (380,0) Mio. Euro gestiegen. Der Auftragsbestand erreichte somit zum 30. Juni 2015 ein neues Rekordniveau von 786,2 (649,1) Mio. Euro.

Ausblick 2015
ElringKlinger geht davon aus, dass die weltweite Automobilproduktion im Jahr 2015 im niedrigen einstelligen Prozentbereich wächst. Während sich das Wachstum in China in der zweiten Jahreshälfte deutlich abschwächen werde, rechnet das Unternehmen damit, dass sich die europäischen Märkte besser als ursprünglich erwartet entwickeln.

Auf dieser Basis plant die ElringKlinger-Gruppe ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 %. Zusätzlich werde die Konsolidierung der ElringKlinger Automotive Manufacturing Inc. (frühere M&W) im Gesamtjahr rund 30 Mio. Euro zum Konzernumsatz beisteuern.

Die beschriebenen Sonderkosten, die noch unter Gruppendurchschnitt liegenden Ergebnisbeiträge der Akquisitionen sowie die schleppende Nachfrage im Bereich E-Mobility werden sich den Angaben zufolge 2015 noch belastend auf die Ergebnissituation der ElringKlinger-Gruppe auswirken. Unter der Annahme, dass sich im Zuge der eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte verbessere, wird das um Einmaleffekte bereinigte EBIT vor Kaufpreisallokation im Gesamtjahr 2015 bei rund 165 Mio. Euro gesehen.

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