08/05/2015

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ElringKlinger: Automobilzulieferer mit starkem Umsatzwachstum in Q1

Die ElringKlinger-Gruppe bestätigt die bereits am 29. April 2015 veröffentlichten vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal 2015. Der Automobilzulieferer erzielte demnach im ersten Quartal 2015 einen Umsatzanstieg von 14,6 % auf 371,4 (324,0) Mio. Euro. Organisch, d.h. ohne Akquisitions- und Wechselkurseffekte, lag demzufolge der Zuwachs bei 5,7 % und übertraf damit erneut das Wachstum der globalen Fahrzeugmärkte. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) vor Kaufpreisallokationen betrug 36,7 (43,0) Mio. Euro. Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter erreichte 29,2 (29,3) Mio. Euro.

ElringKlinger habe auch in den ersten drei Monaten 2015 die Entwicklung der weltweiten Fahrzeugmärkte übertreffen können und dabei von zahlreichen Produktneuanläufen profitiert, sowie dem starken strukturellen Wachstum vieler Produktgruppen, die zur CO2-Reduzierung beitragen.

Ein zusätzlicher Umsatzbeitrag resultierte aus der erstmaligen Einbeziehung der früheren M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA, in Höhe von 4,9 Mio. Euro. ElringKlinger hatte den Spezialisten für Getriebekomponenten im Februar 2015 übernommen. Seit dem 14. Februar 2015 wird die Gesellschaft, die mittlerweile als ElringKlinger Automotive Manufacturing firmiert, in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns einbezogen.

Die Wechselkursentwicklung des Euro, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, dem Schweizer Franken sowie zu vielen asiatischen Währungen, wirkte sich mit 24,1 Mio. Euro erhöhend auf den Umsatz aus. In Summe stiegen die Erlöse der ElringKlinger-Gruppe um 14,6 % auf 371,4 (324,0) Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte im ersten Quartal 2015 insgesamt 56,1 (60,8) Mio. Euro. Dabei stiegen die Abschreibungen auf 20,7 (18,7) Mio. Euro. Das Konzern-EBIT lag somit bei 35,4 (42,1) Mio. Euro. Vor Kaufpreisallokationen (1,3 Mio. Euro) kam das EBIT auf 36,7 (43,0) Mio. Euro und konnte damit nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen. Die frühere M&W steuerte 0,6 Mio. Euro zum Konzern-EBIT bei. Die EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokationen) erreichte knapp 10 % (13,3 %).

Die starke Abwertung des Euro gegenüber wesentlichen Konzernwährungen resultierte im ersten Quartal 2015 in positiven Währungseffekten aus der Finanzierungstätigkeit, die per saldo bei 6,5 (0,1) Mio. Euro lagen. Demgegenüber stand ein Zinsergebnis von minus 3,0 (-2,7) Mio. Euro. In Summe verbesserte sich das Finanzergebnis somit auf 3,5 (-2,6) Mio. Euro.

Die Ertragsteueraufwendungen reduzierten sich im ersten Quartal 2015 auf 9,7 (10,2) Mio. Euro. Die Steuerquote fiel entsprechend leicht auf 24,9 % (25,8 %). Damit lag das Periodenergebnis des ElringKlinger-Konzern mit 29,2 (29,3) Mio. Euro annähernd auf Vorjahresniveau. Die Minderheitenanteile am Periodenergebnis sanken aufgrund des geringeren Ergebnisbeitrags der Hug-Gruppe auf 1,0 (1,3) Mio. Euro. Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter stieg folglich auf 28,2 (27,9) Mio. Euro. Daraus ergab sich im ersten Quartal 2015 ein unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie von 0,45 (0,44) Euro.

Der Auftragseingang legte im ersten Quartal 2015 deutlich zu. Er erhöhte sich um 25,0 % auf 414,0 (331,2) Mio. Euro. Organisch, d.h. unter Herausrechnung der früheren M&W, stieg der Auftragseingang um 22,9 % auf 407,1 Mio. Euro. Der Auftragsbestand zum 31. März 2015 betrug somit 730,8 (602,6) Mio. Euro.

Ausblick 2015
ElringKlinger rechnet 2015 mit einem Anstieg der weltweiten Automobilproduktion um rund 2 %. Auf dieser Basis plant der Konzern mit einem organischen Umsatzwachstum von 5 bis 7 %. Zusätzlich soll die erstmalige Konsolidierung der ElringKlinger Automotive Manufacturing (M&W) im Gesamtjahr rund 30 Mio. Euro zum Konzernumsatz beisteuern. Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2015 hat ElringKlinger bereits Maßnahmen ergriffen, um die Ergebnissituation zu optimieren. Der Konzern geht von einer Ergebnisverbesserung in der zweiten Jahreshälfte 2015 aus. Das um Einmaleffekte bereinigte EBIT vor Kaufpreisallokationen wird im Gesamtjahr 2015 bei rund 165 Mio. Euro gesehen. Im Bereich E-Mobility wird nach wie vor keine grundlegende Verbesserung erwartet.

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