08.11.2013

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ElringKlinger: Im dritten Quartal mit 5 Prozent Umsatzplus - Operatives Ergebnis steigt überproportional

Die ElringKlinger-Gruppe bestätigt die bereits am 25. Oktober 2013 veröffentlichen vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal 2013. Das Unternehmen konnte demnach die Umsatzerlöse im dritten Quartal 2013 trotz der ausgeprägten Schwäche der europäischen Pkw-Märkte um 5,1 % auf 294,0 (279,8) Mio. Euro steigern. Die Aufwertung des Euro bremste umrechnungsbedingt das Umsatzwachstum, das zu konstanten Währungskursen sogar 8,6 % erreicht hätte. Beim operativen Ergebnis verbesserte sich der Konzern stärker als der Umsatz um 5,8 % auf 38,6 (36,5) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das im Gegensatz zum operativen Ergebnis Währungseffekte enthält, wurde im dritten Quartal von 3,5 Mio. Euro negativen Wechselkurseffekten sowie einem Einmalaufwand von 1,5 Mio. Euro geschmälert und lag bei 35,1 (36,0) Mio. Euro.

Starkes Wachstum
In den ersten neun Monaten 2013 gelang es der ElringKlinger-Gruppe nach eigenen Angaben trotz der schwierigen Marktsituation in Europa erneut, deutlich stärker als die globalen Fahrzeugmärkte zu wachsen. Produktneuanläufe, das stärkere Nordamerikageschäft und die weiterhin solide Exportnachfrage aus Asien hätten dazu beigetragen, dass ElringKlinger die extrem schwachen westeuropäischen Fahrzeugmärkte kompensieren konnte. Der Konzernumsatz stieg um 4,1 % auf 884,1 (849,6) Mio. Euro. Die Wechselkursentwicklung des US-Dollar, des brasilianischen Real sowie der asiatischen Währungen wirkte sich demnach spürbar senkend auf die Konzernumsätze aus. ElringKlinger erzielt rund 40 % der Umsatzerlöse außerhalb des Euroraums. Aus der Umrechnung der Erlöse in die Konzernwährung Euro ergab sich im Neunmonatszeitraum 2013 beim Umsatz ein negativer Effekt in Höhe von 16,4 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum des Konzerns hätte bei unveränderten Wechselkursen im Neunmonatszeitraum bei 6,0 % gelegen. Im dritten Quartal erhöhte sich den Angaben zufolge das Wachstumstempo trotz ungünstiger Währungskurseffekte. Die ElringKlinger-Gruppe steigerte die Umsatzerlöse im dritten Quartal 2013 um 5,1 % auf 294,0 (279,8) Mio. Euro. Bei unveränderten Wechselkursen hätten die Umsatzerlöse um 8,6 % auf 303,8 Mio. Euro angezogen.

Erfolgreiche Integration der Akquisitionen
Die hohe Nachfrage im US-Nachrüstgeschäft für Lkw und Busse, neue Projekte bei Binnenschiffen und in der Abgasreinigung für stationäre, erdgasbetriebene Kraftwerksanlagen erhöhten den Umsatz beim 2011 zugekauften Abgasspezialisten Hug, an dem ElringKlinger mittlerweile 93,7 % hält, im dritten Quartal 2013 auf 13,1 (7,2) Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis stieg von minus 0,7 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro.

Obwohl sich die Pkw-Verkäufe im französischen Markt weiterhin schwach zeigten und die Umsätze am Standort der ehemaligen Freudenberg-Gesellschaft ElringKlinger Meillor SAS, Nantiat, demzufolge rückläufig waren, verbesserte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern der ehemaligen Freudenberg-Standorte bei stagnierenden Umsätzen von 11,5 Mio. Euro in Summe auf 0,9 (0,5) Mio. Euro.

Operatives Ergebnis steigt im dritten Quartal um 5,8 Prozent
Beim operativen Ergebnis knüpfte der ElringKlinger-Konzern nach neun Monaten 2013 mit 113,1 (113,1) Mio. Euro wieder an das Rekordniveau des Vorjahres an. Dabei wurde das operative Ergebnis im dritten Quartal 2013 von einem einmaligen Sonderaufwand für die Markterschließung im Segment Ersatzteile in Höhe von 1,5 Mio. Euro geschmälert. Zudem hatte der Konzern hohe Anlaufkosten im Bereich E-Mobility zu tragen, in dem mehrere Großprojekte kurz vor Serienanlauf standen. Dennoch verbesserte sich das operative Ergebnis im dritten Quartal stärker als der Umsatz um 5,8 % auf 38,6 (36,5) Mio. Euro. Die operative Marge lag im dritten Quartal 2013 leicht über dem Vorjahresniveau bei 13,1 % (13,0 %).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das im Gegensatz zum operativen Ergebnis Währungseffekte enthält, wurde im Neunmonatszeitraum von insgesamt 2,9 Mio. Euro negativen Wechselkurseffekten beeinträchtigt. Es erreichte 110,2 (111,6) Mio. Euro und lag somit 1,3 % unter dem Vorjahresvergleichszeitraum. Die Eurostärke wirkte sich dabei vor allem im dritten Quartal 2013 mit negativen Wechselkurseffekten in Höhe von 3,5 (-0,5) Mio. Euro belastend aus. Das EBIT fiel dementsprechend schwächer aus als das operative Ergebnis und erreichte 35,1 (36,0) Mio. Euro.

Diese negativen, finanzierungsbedingten Wechselkurseffekte waren auch der Grund dafür, dass das Finanzergebnis im dritten Quartal 2013 mit minus 6,3 (-3,6) Mio. Euro spürbar hinter dem Vergleichsquartal des Vorjahres zurückblieb. Auch im Neunmonatszeitraum bedingten die Währungseffekte einen Rückgang im Finanzergebnis auf minus 11,5 (-10,8) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern des ElringKlinger-Konzerns ging in der Folge marginal auf 101,6 (102,2) Mio. Euro zurück. Im dritten Quartal 2013 fiel das Vorsteuerergebnis mit 32,3 (33,0) Mio. Euro - ebenfalls währungskursbedingt - leicht niedriger aus als im Vorjahr.

Daraus ergab sich im Neunmonatszeitraum ein nahezu unverändertes Periodenergebnis nach Anteilen Dritter von 72,5 (72,7) Mio. Euro. Im dritten Quartal 2013 fiel die Ertragsteuerquote mit 30,5 % (26,0 %) gegenüber dem Vorjahr merklich höher aus, so dass sich das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter auf 22,5 (23,3) Mio. Euro abschwächte. Das Ergebnis je Aktie in den ersten neun Monaten 2013 lag bei 1,14 (1,15) Euro je Aktie. Im dritten Quartal 2013 betrug das Ergebnis je Aktie 0,36 (0,37) Euro.

Auftragseingänge ziehen an
Der Auftragseingang präsentiert sich weiterhin in solider Verfassung. Die Bestellungen der Kunden zogen im dritten Quartal 2013 um 11,5 % auf 298,2 (267,5) Mio. Euro an. Der Auftragsbestand des Konzerns erhöhte sich zum 30. September 2013 auf 578,1 (472,8) Mio. Euro. Er lag damit um 22,3 % über dem Vorjahresniveau.

Umsatz- und Ergebnisanstieg auch für das Gesamtjahr geplant
Der Konzern geht für das Gesamtjahr 2013 von einer weltweit nur leicht anziehenden Automobilproduktion aus. In Westeuropa scheint die Talsohle der Automobilkonjunktur zwar erreicht, eine durchgreifende Erholung zeichnet sich allerdings noch nicht ab. Die operative Marge des Konzerns wird 2013 noch durch die unterdurchschnittliche Marge der Freudenberg-Akquisition geschmälert. Die Verwässerung wird aber geringer ausfallen als im Vorjahr. Zu berücksichtigen sind auch die hohen Vorleistungen und Anlaufkosten für den Bereich E-Mobility. Hier laufen zum Jahresende mehrere Serienprojekte an.

Der ElringKlinger-Konzern plant vor diesem Hintergrund weiterhin, den Umsatz 2013 organisch um 5 bis 7% zu steigern. ElringKlinger geht dementsprechend davon aus, dass das um Einmaleffekte bereinigte EBIT im Gesamtjahr 2013 - prozentual stärker als der Umsatz - auf 150 bis 155 Mio. Euro (136,0 Mio. Euro im Jahr 2012) wachsen wird. Sollten sich die starken Aufwertungstendenzen des Euro gegenüber wichtigen Konzernwährungen bis zum Jahresende fortsetzen, sei nicht auszuschließen, dass das Umsatz- und EBIT-Wachstum eher am unteren Ende dieser Bandbreiten liegen werden.

Weitere Informationen: www.elringklinger.de

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