23.01.2014

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ElringKlinger: Vorläufiges Jahresergebnis 2013 geprägt von Einmaleffekten - Wechselkurseffekte belasten

Der Automobilzulieferer ElringKlinger erzielt aus der Kontrollübernahme am 50:50 Joint Venture ElringKlinger Marusan Corporation mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 einen einmaligen Ertrag in Höhe von voraussichtlich 16 bis 18 Mio. Euro. Dieser fließt bereits in das operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 ein, teilt das Unternehmen mit.

Nach vorläufigen Eckdaten erzielte der ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2013 demnach Umsatzerlöse in Höhe von 1.176,2 (1.127,2) Mio. Euro. Gebremst vom starken Euro erreichte das Umsatzwachstum 4,3 %. Organisch, d.h. unter Berücksichtigung der umrechnungsbedingten Währungskurseffekte, stiegen die Umsätze um 6,1 % trotz der extrem schwachen europäischen Fahrzeugmärkte und rückläufiger Pkw-Neuzulassungen in Russland, Brasilien und Indien.

Die starke Aufwertung des Euro vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2013 schlug sich auch auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nieder, das bei ElringKlinger Wechselkurseffekte enthält. Beim EBIT erwartet der Automobilzulieferer insgesamt 160 bis 162 (136,0) Mio. Euro. Darin ist der genannte Einmalertrag von voraussichtlich 16 bis 18 Mio. Euro enthalten. Bereinigt um Einmaleffekte stieg das EBIT 2013 nach vorläufigen Zahlen um ca. 7 % auf rund 146 (136,0) Mio. Euro und lag damit rund 3 % unter der ursprünglichen Zielgröße von mindestens 150 Mio. Euro.

2013 belasteten einmalig Restrukturierungsaufwendungen für den französischen Standort in Nantiat (1,8 Mio. Euro) sowie Sonderaufwendungen für die Markterschließung im Ersatzteilgeschäft (1,5 Mio. Euro). Positiv wirkten sich demgegenüber der Einmalertrag aus dem sukzessiven Unternehmenserwerb des koreanischen Joint Venture ElringKlinger Korea Co., Ltd. (1,4 Mio. Euro) sowie der bereits genannte Effekt aus dem Kontrollerwerb an ElringKlinger Marusan Corporation (16 bis 18 Mio. Euro) aus.

Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahreswert von 12,1 % leicht. Das operative Ergebnis, das im Gegensatz zum EBIT keine Wechselkurseffekte enthält, wird demnach spürbar höher ausfallen.

Kontrollübernahme bei ElringKlinger Marusan im Zuge der Asien-Expansion
ElringKlinger hat mit dem Joint-Venture-Partner eine vertragliche Vereinbarung über die Kontrollausübung am 50:50 Joint Venture ElringKlinger Marusan Corporation getroffen. Damit übt die ElringKlinger AG mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 die wirtschaftliche Kontrolle an der Marusan-Gruppe aus. Der Kontrollerwerb macht gemäß IFRS eine vollständige Einbeziehung der Gesellschaft in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns erforderlich. Wie bereits erwähnt resultiert daraus voraussichtlich ein Einmalertrag zwischen 16 und 18 Mio. Euro für 2013.

Das bisher quotal mit 50 % in den Konsolidierungskreis des Konzerns einbezogene Joint Venture wird ab 2014 voll konsolidiert. Dadurch wird sich der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Mio. Euro und das Vorsteuerergebnis um ca. 1,5 Mio. Euro erhöhen. Gegenläufig wirken sich 2014 aus der Kaufpreisallokation resultierende Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von voraussichtlich rund 1,5 Mio. Euro aus.

Das japanische Joint Venture ist für die Asien-Strategie des ElringKlinger-Konzerns den Angaben zufolge von wesentlicher Bedeutung - insbesondere im stark wachsenden ASEAN-Raum. Die ElringKlinger-Gruppe erwirtschaftet inklusive der Exporte bereits über 20 % der Umsatzerlöse in der Erstausrüstung im asiatischen Raum mit steigender Tendenz. Die Anzahl der laufenden Entwicklungsaufträge bei asiatischen Herstellern ist im Jahr 2013 erneut stark gestiegen.

Weiterer Umsatz- und Ertragsanstieg für 2014 erwartet
Ausgehend von einer weltweit um 2 bis 3 % anziehenden Automobilproduktion erwartet der ElringKlinger-Konzern für 2014 einen über dem Markt liegenden organischen Anstieg der Umsätze um 5 bis 7 %. Die vollständige Konsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation wird rund 25 Mio. Euro zusätzlich zum Umsatz beisteuern. Die EBIT-Marge soll sich gegenüber 2013 leicht verbessern. Das um Einmaleffekte bereinigte EBIT soll das fünfte Jahr in Folge steigen und die Bandbreite von 160 bis 165 (rund 146) Mio. Euro erreichen.

Die detaillierte Veröffentlichung der finalen, geprüften Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2013 erfolgt am 28. März 2014.

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