21.10.2010

Energieeffizienz spielt herausragende Rolle

K 2010: Zur weltweit größten Messe für Kunststoff und Kautschuk kommen 3.100 Aussteller nach Düsseldorf

Vom Sportschuh bis zur Yacht, von der Zahnbürste bis zum Computer, von der Einwegspritze bis zum Stoßfänger, vom Wasserrohr bis zur Frischeverpackung für Lebensmittel – Kunststoffe und Kautschuk sind ein Teil des Lebens. Und die Branche trägt einen beachtlichen Teil zum wirtschaftlichen Erfolg bei: Allein in Europa arbeiten mehr als 1,6 Millionen Menschen in über 50.000 Unternehmen der Kunststoff-Industrie und erwirtschaften einen Umsatz von rund 300 Milliarden Euro im Jahr. In Deutschland hält die Kunststoffindustrie sechs Prozent an der heimischen Industrieproduktion, mit einem Umsatz von über 84 Mrd. Euro und etwa 394.000 Beschäftigten in 3.700 Unternehmen ist sie einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Noch einmal rund 10 Mrd. Euro Umsatz trägt die deutsche Kautschukindustrie bei.

In jüngster Zeit spielt vor allem die Tatsache, dass Kunststoffe außergewöhnlich energieeffizient sind, eine herausragende Rolle. So bietet ihr Einsatz z.B. große Vorteile in der Wärmedämmung von Gebäuden oder bei der leichten und dennoch sicheren Konstruktion von Autos, Bussen, Zügen und Flugzeugen. Wie Berater im Umfeld des Weltklimagipfels Ende 2009 in Kopenhagen erläuterten, spielt der Einsatz von Kunststoffen eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Denn: Würden – wo immer möglich – Kunststoffe durch traditionelle Materialien ersetzt, so entstünden mit 120 Millionen Tonnen pro Jahr in Europa 50 Prozent mehr Treibhausgase. Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirates der K 2010, betonte anlässlich der Pressekonferenz im Vorfeld der weltgrößten Messe für Kunststoff und Kautschuk: „Ohne Kunststoff sind die Kyoto-Ziele schlicht nicht erreichbar.“

Zahlreiche Beispiele für innovative Materialeigenschaften, energiesparende Anwendungen und ressourcenschonende Produktionsprozesse werden auf der K 2010 vom 27. Oktober bis 3. November in Düsseldorf zu sehen sein.

Mit rund 3.100 Ausstellern aus 56 Ländern – Rohstofferzeugern, Maschinenbauern und Herstellern von technischen Teilen – ist das Düsseldorfer Messegelände komplett belegt. Nach heftigen Einbrüchen in Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise befindet sich die Branche, insbesondere die deutschen Unternehmen, wieder in einem rasanten Aufschwung. Die deutschen Erzeuger von Kunststoffen verzeichnen im laufenden Jahr bei Produktion und Umsatz zweistellige Wachstumsraten, die Maschinenbauer sind Anfang 2010 ebenfalls mit überwiegend zweistelligen Wachstumsraten aus der tiefsten Krise ihrer Geschäftstätigkeit wieder aufgestiegen. Sowohl bei den Kunststoffverarbeitern wie der Kautschukindustrie zeigen sich nach angespannter Lage ebenfalls seit Jahresbeginn sehr deutliche Erholungstendenzen.

Die K 2010 ist die weltweit bedeutendste Kontaktbörse nicht nur für die gesamte Kunststoff- und Kautschuk-Industrie, sondern auch für ihre Anwendersparten. Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf: „Experten aus dem Fahrzeugbau, der Verpackung, Elektrotechnik, Elektronik und Kommunikation, dem Bauwesen, der Medizintechnik sowie der Luft- und Raumfahrt kommen nach Düsseldorf, um sich über den aktuellen Stand der Technologie zu informieren. Wir rechnen mit weit über 200.000 Fachbesuchern von allen Kontinenten.“ Auf die Fachleute wartet zur K 2010 das komplette Weltmarktangebot: Rund 60 Prozent der gesamten Ausstellungsfläche ist von Firmen belegt, die nicht aus Deutschland stammen. Italien ist traditionell die größte ausländische Ausstellernation, mehr als 400 italienische Unternehmen werden ihre Neuheiten zeigen. Aus Europa ebenfalls stark vertreten sind Österreich, die Schweiz, Frankreich und die Niederlande. Im Vergleich zur Vorveranstaltung im Jahr 2007 haben sich die Beteiligungen aus China, Indien und der Türkei deutlich vergrößert, neu dabei sind Anbieter aus Chile, Indonesien, Pakistan und Vietnam.

Die Präsentationen der Aussteller werden zur K 2010 ergänzt durch eine Sonderschau unter dem Motto „Visions in Polymers“. Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Lebensbereichen wird aufgezeigt, welche Entwicklungstrends auszumachen sind und über welche neuartigen Anwendungen in der die Industrie nachgedacht wird. Besondere Berücksichtigung werden auch hier die Themen Energieeffizienz und Ressourcenschonung finden. Denn gerade in diesem Bereich wird dem Kunststoff als Werkstoff für kreative Ideen eine große Zukunft vorhergesagt.

Groß geschrieben wird auf der K 2010 die Förderung des beruflichen Nachwuchses. So gibt es am Sonntag, 31. Oktober, in der Sonderschau ein spezielles Angebot unter dem Titel „Jugend im Gespräch mit…“. Experten der Branche werden mit den Jugendlichen u.a. Bildungswege und –chancen beleuchten. Im Rahmen von kai, der Kunststoff-Ausbildungsinitiative, werden Azubis, Schülern und Studenten die vielfältigen Möglichkeiten und aussichtsreichen beruflichen Perspektiven, die die Kunststoffindustrie bereit hält, aufgezeigt. Programmpunkte dazu gibt es an allen Tagen der K 2010. Der Verein Deutscher Ingenieure veranstaltet ebenfalls am Sonntag, 31. Oktober, sein VDI-Schülerforum.

Aktuelle Informationen rund um die K 2010 und die Branche gibt es im Internet unter www.k-online.de.


Kontakt:
Pressereferat K 2010
Eva Rugenstein/Desislava Angelova
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E-Mail: RugensteinE@messe-duesseldorf.de