09.11.2010

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Engel: Spritzgießmaschinenbauer und Automatisierungsspezialist zieht überaus positives Resümee

Der österreichische Spritzgießmaschinenbauer und Automatisierungsspezialist ENGEL zieht ein überaus positives Resümee zur K 2010 und verweist auf eine Vielzahl von Neukundenanfragen. Systemlösungen - zugeschnitten auf die spezifischen Anforderungen der Branchen Automotive, Technical Moulding, Packaging, Teletronics und Medical - standen im Fokus auf dem Messestand des Unternehmens.

Elf Maschinen waren auf dem eigenen Messestand in Halle 15 auf 1.272 m² zu sehen, neun weitere Maschinen wurden von Partnerunternehmen an deren Ständen präsentiert.

Die Qualität der Standbesucher sei im Vergleich zur K 2007 noch einmal gestiegen. Größtenteils seien Entscheider nach Düsseldorf gereist. Zugelegt habe auch die Internationalität der Besucher. "Vor allem aus Asien sowie dem nahen und mittleren Osten kamen mehr Besucher als vor drei Jahren auf unseren Stand", so Dr. Neumann, CEO der ENGEL Holding am letzten Messetag der K 2010 in Düsseldorf.

Vollelektrische Maschinen mit hoher Produktivität
Einer der Besuchermagnete am ENGEL-Messestand war die Herstellung abfüllfertiger Tuben, die inklusive Verschluss auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion 740H/440M/280 T WP cube auf einem 4-fach-Drehwürfelwerkzeug gespritzt wurden. Nach Angaben von ENGEL war das eine Weltpremiere. Nie zuvor sei es möglich gewesen, Tube und Deckel in einem Schritt komplett im Spritzguss zu fertigen. Zudem war die Maschine mit einem In-Mould-Labelling-System ausgestattet. Damit reduziere sich die Herstellung von Tuben zum Beispiel für Lebensmittel, Kosmetika oder Dichtstoffe auf einen einzigen Fertigungsschritt bzw. auf 12,5 Sekunden, die Zykluszeit des One-Step-Produktionsprozesses.

Für hohe Effizienz stehe auch das zweite Exponat der ENGEL Business Unit Packaging. Eine ENGEL e-cap 3440/420 T der neuen vollelektrischen Baureihe ENGEL e-cap produzierte mit einer Zykluszeit von 2,5 Sekunden in einem 96-fach-Werkzeug 140.000 Verschlüsse pro Stunde. "Vollelektrische Antriebe haben uns neue Dimensionen im Schnellläufersektor eröffnet", so Peter Neumann. "Die hohe Dynamik der Servomotoren ermöglicht schnelle Beschleunigungen. Die Maschine läuft trotz der hohen Geschwindigkeit sehr ruhig, da die Bewegungen noch genauer gesteuert werden."

Trendsetter über das gesamte Branchenspektrum
Ein Highlight aus dem Bereich Automotive war die Herstellung eines Lenkstocks aus PA, der mit Organoblech verstärkt wurde. Die Fertigungszelle bestand aus einer ENGEL duo 2050/500 pico und drei Robotern. Die dünnen Organobleche - Gewebe aus Glas- oder Kohlefasern in einer Thermoplastmatrix - ersetzen Stahl- und Aluminiumbleche im Automobilbau. Live auf dem ENGEL-Messestand produziert wurden außerdem optisch hochwertige Dekorteile für den Automobilinnenraum, Dichtringe aus Festsilikon, Sensorgehäuse mit Metalleinlegeteilen für die Steuerelektronik, LED-Leadframes, LED-Linsen, komplexe 2-K-Hohlteile mit eingelegten Gewindebuchsen sowie Petrischalen und 2-K-Ventile für die Medizintechnik unter Reinraumbedingungen.

Linearroboterprogramm auf eigenen Beinen
Bei sämtlichen Exponaten handelte es sich um komplexe, hochintegrierte Fertigungszellen inklusive Automation. Ausgestattet waren die Spritzgießmaschinen mit ENGEL-Linearrobotern der Reihe ENGEL viper sowie mit Mehrachsrobotern und individuellen Automatisierungslösungen von Partnerunternehmen. Erstmals wurde zudem die Komplettintegration eines 6-Achs-Stäubli-Robots gezeigt. Die ENGEL viper-Roboterbaureihe wurde zur K 2010 komplettiert. Erstmalig zeigte das Unternehmen sein Lineargeräteprogramm nicht nur in Kombination mit Spritzgießmaschinen, sondern zudem in einer eigenen Sonderausstellung. Denn die hochpräzisen und schwingungsarmen Roboter werden auch auf Maschinen anderer Marken eingesetzt.

Investitionsklima weiterhin sehr gut
Im Geschäftsjahr 2009/2010 verzeichnet ENGEL ein Wachstum von über 60 Prozent (Siehe auch plasticker-News vom 4.11.2010). Die K 2010 habe diesen wirtschaftlichen Aufwärtstrend voll und ganz bestätigt. "Die Projektlandschaft hat eine Reichweite, wie wir sie lange nicht kannten", so Dr. Peter Neumann. "Unser Ausblick für 2011 ist positiv. Das Investitionsklima in unserer Branche ist weiterhin sehr gut."