08/10/2010

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Erema: Effizientes und wirtschaftliches Kunststoffrecycling

Neue Entwicklungen und Verbesserungen für das effiziente und wirtschaftliche Recycling von Kunststoffen stehen beim österreichischen Recyclingspezialisten EREMA im Fokus des Messeauftritts auf der K 2010.

Premiere in Düsseldorf hat die neue EREMA TVEplus, zur kompletten Recyclinglinie ergänzt mit ebenfalls neuen, hinsichtlich Technologie, Wartungs- und Reinigungsfreundlichkeit verbesserten Nachfolgekomponenten vom Heißabschlaggranulator bis zur Trocknungszentrifuge. Als Weiterentwicklung des für schwierige Recyclingaufgaben bewährten TVE-Extrusionssystems mit Hochleistungsentgasung erreicht die TVEplus laut Erema eine nochmals deutlich höhere Entgasungs- und Homogenisierleistung.

Möglichkeiten und Nutzen der Systemlösungen von EREMA beim Aufbereiten von sortenreinen sauberen Produktionsabfällen bis zu Postconsumer-Abfällen aus Sammelsystemen werden auf der K anschaulich nach Themen strukturiert aufgezeigt: maßgeschneidert für Polyolefine und technische Kunststoffe in Form von Folien, Randstreifen oder unzerkleinerten großvolumigen Abfällen über das Bottle-to-Bottle-Recycling von Polyester (PET) und Inline-Technologien zur direkten Herstellung von Folien, Fasern oder Bändern aus PET-Flaschenmahlgut mit der VACUREMA-Technologie bis zu automatischen Schmelzefilter- und Granuliersystemen. Auf dem Messestand präsentiert auch das auf Komponenten wie Schnecken, Zylinder und Einzugsteile für die Extrusion spezialisierte Tochterunternehmen 3S, Roitham, u. a. ein neues System zur Verschleißmessung an Extruderzylindern und mit dem inzwischen bewährten LASEX-Verfahren besonders verschleißfest ausgerüstete Schnecken.

Recyclingfenster verbreitert - Energieeffizienz erhöht
Mit der Weiterentwicklung der TVE-Extruderkonfiguration in der Anordnung des Schmelzefilters vor der Schmelzeentgasung zur TVEplus-Technologie sollen sich jetzt selbst sehr schwierige Abfallmaterialien wie die in letzter Zeit zunehmend verwendeten vollflächig und zudem noch mehrschichtig bedruckten Verpackungsfolien in einem Arbeitsgang zum hochwertigen Regranulat aufbereiten lassen. Schwierigkeiten bereiten insbesondere die in den Druckfarben stets enthaltenden Bindemittel und Hilfsstoffe, die sich bei den Verarbeitungstemperaturen der Kunststoffmatrix bislang nur teilweise zersetzten und als gasförmige Spaltprodukte anschließend in der Entgasungszone entfernt werden konnten. Konstruktive Neuerungen im TVEplus-Extruder, insbesondere die neue, zwischen Schmelzefilter und Entgasungsstation der Schmelze angeordnete Mischzone, sollen jetzt zu einem sehr intensiven Aufbereiten und nachfolgenden Entgasen der Schmelze führen. Dabei werde die Filtrierleistung durch eine erhöhte Effizienz beim Entfernen der Verunreinigungen gesteigert. Zudem könne die Aufbereitung sogar bei niedrigeren Schmelzetemperaturen und damit sehr produktschonend erfolgen, wobei gleichzeitig höhere Durchsätze erzielt würden.

Weiterentwicklungen erschließen auch der VACUREMA-Technologie erweiterte Möglichkeiten, speziell beim Aufbereiten von PET-Flaschenmahlgut zu erneut für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignetem rPET, dokumentiert durch Zulassungen von vielen nationalen und internationalen Zertifizierungsorganisationen. So soll jetzt beispielsweise der neu entwickelte Inline-Kristallisator ermöglichen, prozesssicher einen Acetaldehyd(AA)-Gehalt von unter 1 ppm im PET-Regranulat einzuhalten. Der je nach Anwendung geforderte IV-Wert des Regranulats (IV: intrinsische Viskosität als Vergleichsmaß für das Molekulargewicht) lasse sich dabei durch das modulare VACUREMA-Konzept mit den Ausbaustufen Basic, Advanced und Prime (IV-Werte wie PET-Neuware) flexibel abdecken.

Neu ist weiterhin, dass alle EREMA-Recyclinganlagen künftig mit der ecoSAVE-Technologie ausgestattet werden. Damit soll sich der ohnehin bereits sehr niedrige spezifische Energiebedarf dieser Recyclingtechnologie nochmals um bis zu 10 % verringern.

Auf der letzten K an ersten Musterwerkstücken vorgestellt, bietet 3S nach dem LASEX-Verfahren (Laserauftragsschweißen) gepanzerte Schnecken jetzt serienmäßig bis zu einer Länge von 6 m und Durchmessern von 50 bis 500 mm an. Wo beispielsweise das Panzern von Schneckenstegen mit dem verbreiteten PTA(Plasma Transfer Arc)-Verfahren Härten von etwa 50 HRC (Rockwell) ergibt, erzielt das neuartige LASEX-Verfahren 57 HRC, was die Standzeit der Schnecken deutlich erhöhen soll. Darüber hinaus zeigt 3S auf der diesjährigen K besonders verschleißfeste Zylinder für konische Doppelschneckenextruder sowie ein neuartiges Verschleiß-Messsystem für konische Doppelschneckenzylinder.

Weitere Informationen: www.erema.at

K 2010, 27.10.-3.11.2010, Düsseldorf, Halle 9, Stand C05