07.03.2013

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Erema: Kobusch UK auf rPET-Expansionskurs - Neue Inline-Sheet-Anlage mit SML-Nachfolge

Kobusch UK, ein Mitglied der Sun Capital Partners, Inc., schließt im Frühjahr 2013 mit der Montage einer neuen Inline-Sheet-Anlage in Stanley seine geplante Expansion im Bereich rPET ab, teilt der österreichische Recyclinganlagenhersteller Erema mit. Wichtige Kernkomponente ist hier eine Vacurema-Recyclinganlage von Erema. Die Extrusionsnachfolge liefert die SML Maschinen GmbH mit Hauptsitz im österreichischen Lenzing. Kobusch betreibt somit seit 2007 bereits die dritte Glättwerksanlage von SML. Mit der neuen Anlage soll Kobusch UK 100 Prozent lebensmitteltaugliche rPET-Flachfolien produzieren können.

Tony Mitchell, Kobusch UK Verkaufsdirektor erklärt: "Mit dieser £ 3 Millionen Investition beweist Sun Capital Unterstützung für unsere Wachstumspläne. Wir beabsichtigen, die bestehende Extrusions-Division in Stanley für unsere Expansionspläne in Betrieb zu halten. Die neue Erema Anlage mit der SML Nachfolge wird es ermöglichen, den Anteil von Post-Consumer-Abfällen in unseren rPET-Produkten weiterhin zu erhöhen, ohne dabei an Qualität der Reinheit beim Thermoformprozess zu verlieren."

rPET-Technologie von Erema
Kobusch UK ist in Großbritannien mit drei Standorten vertreten. Bereits seit 2007 betreibt das Unternehmen eine Vacurma-Inline-Sheet-Anlage in Livingston, deren Technologie zur direkten, einstufigen Verarbeitung von Erema und SML stammt. Eine Vacurema Basic 1514 T verarbeitet Post-Consumer PET Bottle Flakes und eigene Produktionsabfälle von Kobusch mit einer direkt anschließenden Flachfolien-Nachfolgeeinrichtung von SML bei einem Durchsatz von ca. 1.000 kg/h zu lebensmitteltauglicher rPET Folie für die Herstellung von thermogeformten PET Trays. Für den Standort Stanley wurde nun eine neue, größere Anlage von Erema und SML bestellt. Diese soll im Frühjahr 2013 in Betrieb genommen werden und mit der Vacurema Basic 2016 T nun einen Durchlauf von bis zu 1.400 kg/h ermöglichen.

Direkte Verarbeitung von PET Bottle Flakes zu rPET-Flachfolien
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit als auch der Nachhaltigkeit sei der Anteil an Folien mit Rezyklatanteil in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Mit der Vacurema-Technologie kann nach Erema-Angaben durch effiziente Dekontamination lebensmitteltaugliche rPET Monolayer Folie direkt hergestellt werden. Im Vergleich dazu werde bei herkömmlichen ABA Mehrschichtfolien in der Mittelschicht (B) rPET eingesetzt, das keinem Dekontaminierungsprozess unterzogen worden sei, und daher eine Deckschicht (A) aus PET Neuware verwendet werden müsse.

"Durch eine effiziente Dekontamination der Flakes ist es Kobusch UK mit der Vacurema sogar möglich, Folien in lebensmitteltauglicher Qualität aus reinem rPET zu erzeugen", sagt Dipl.-Ing. Manfred Hackl, einer der beiden Geschäftsführer von Erema, ergänzend zu den Vorteilen der Anlage.

Ein weiterer einzigartiger Vorteil sei die gesteigerte Wertschöpfung durch die direkte Produktion der Flachfolie ohne den Zwischenschritt der Granulierung.

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