23/04/2013

Georg-August-Universität Göttingen

Erforschung korrelierter Elektronensysteme

Physiker der Universität Göttingen sind an einer neuen Forschergruppe zur Erforschung korrelierter Elektronensysteme beteiligt. Die Wissenschaftler untersuchen Materialien, in denen sich eine Vielzahl von Elektronen stark gegenseitig beeinflusst. Beispiele für solche komplexen Vielteilchensysteme sind magnetische Materialien, Supraleiter und Atome in optischen Gittern. Die Wissenschaftler gehen dabei grundsätzlichen Fragen zu kollektiven Quantenphänomenen wie Magnetismus und Supraleitung nach.

„Materialien, die solche korrelierten Elektronensysteme enthalten, sind nicht nur für die Grundlagenforschung spannend“, erläutern die Göttinger Festkörperphysiker Prof. Dr. Thomas Pruschke und Prof. Dr. Andreas Honecker. „Ihre starke Reaktion auf Temperaturunterschiede, Magnetfelder und andere physikalische Einflüsse verspricht neue technische Anwendungen.“ Vorrangig geht es den theoretischen Physikern aber darum, diese Systeme von Grund auf zu verstehen. Dafür nutzen sie unter anderem komplexe Computersimulationen an modernsten Hochleistungsrechnern. Ziel der Forschergruppe ist es, effiziente Algorithmen weiter zu entwickeln.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschergruppe 1807 „Advanced Computational Methods for Strongly Correlated Quantum Systems“ seit Beginn dieses Jahres zunächst drei Jahre lang mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Sprecher der Forschergruppe ist der Physiker Prof. Dr. Fakher Assaad von der Universität Würzburg.

Quelle: