23.05.2010

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Erste Airbox für Motorräder aus Ultramid

Für das Sportmotorrad hat Fa. Mahle an den Standorten Stuttgart und Öhringen erstmals eine Airbox mit elektrisch verstellbarer Schwingrohrlänge entwickelt und gefertigt. Sie verbindet hohe Leistungsfähigkeit mit geringem Gewicht. Die Airbox besteht aus miteinander verschweißtem Ober- und Unterteil.

Die Verstelleinheit für die Variation der Schwingrohrlänge wird vor dem Verschweißen an das Unterteil montiert. Da die Formgenauigkeit der Gehäuseteile die Exaktheit der Saugrohrverstellung beeinflusst, kommt es vor allem auf die Verzugsarmut des Kunststoffs an. Besonders wichtig sind auch die Schweißeigenschaften des Materials, denn der kleine Bauraum erfordert sehr kleine Schweißgeometrien. Darüber hinaus führt der Mineralgehalt im Kunststoff zu einer guten Geräuschdämpfung.

Nachdem sich das Luftansaugrohr aus Polyamid im europäischen Pkw-Bau inzwischen fast flächendeckend durchgesetzt hat, weitet sich das Einsatzfeld dieser Kunststoffbauteile nun auch auf dem Motorradsektor aus.

Die Besonderheiten des Motorradsaugrohrs im Vergleich zur Variante für den Pkw sind die kurzen Ansauglängen und der kleine kompakte Bauraum. Mit ihrer Längenschaltung ermöglicht die Sauganlage es der BMW S 1000 RR, den Verlauf des Drehmoments über einen breiten Bereich zu optimieren.