25/12/2010

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Erste Autofrontscheibe aus PMMA

Darüber hinaus gewährleistet sie eine optisch einwandfreie klare Sicht sowie eine hohe Steinschlagfestigkeit. Dabei sei die Steinschlagfestigkeit sogar besser als bei einer vergleichbaren Frontscheibe aus Autoglas, so heißt es. Die PMMA-Frontscheibe zeichnet sich zudem durch hohe Steifigkeit aus, bietet gute Transparenz, gute akustische Eigenschaften und eine hohe UV- und Witterungsbeständigkeit und damit Langlebigkeit. Außerdem verfügt das Material im Vergleich zu Glas über eine niedrige Infrarot-Transmission, sodass sich das Wageninnere weniger aufheizt. In dem Sportwagen sind zudem schon seit längerem Seitenscheiben aus PMMA verbaut. Derzeit in Entwicklung befinden sich auch Heck- oder Panoramadachscheiben aus Plexiglas.

Weitere Leichtbaulösungen im Lotus Exige umfassen Karosserieteile aus CFK und dem Strukturschaum Rohacell. Erstmals wurden auch am Motor Ladeluftrohre aus Kunststoff verbaut, die nur halb so schwer sind wie die bisher üblichen Metallteile. Sie bestehen aus Vestamid (PA 12) und Vestamid HTplus (Polyphthalamid) und halten Temperaturen bis 180 °C stand. Im Motor sorgen RohMax-Öladditive von Evonik für verbesserte Fließeigenschaften und damit für mehr Leistung bei geringerem Verbrauch.

Auf diese Weise bietet der Motorsport Evonik ein Testgelände als Vorstufe zur Serie. Im nächsten Schritt entwickelte das Unternehmen zusammen mit Lotus Engineering im britischen Hethel einen straßenzugelassenen Lotus Exige mit allen o. g. und weiteren Leichtbaulösungen. Als Ergebnis entstand der Evonik Light Weight Design (LWD) Lotus, der noch rd. 75 kg leichter ist als der Serien-Exige S.

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