13.09.2013

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EuPC: Forderung nach getrennten Abfallströmen für abbaubare Kunststoffe und gesetzlichem Verbot von oxo-fragmentierbaren Kunststoffen

Auf der diesjährigen Jahrestagung des europäischen Verbands der Kunststoffrecylcer, European Plastics Converters (EuPC), in Brüssel, Belgien, gab der Verband seinen Mitgliedern die lang erwarteten Testergebnisse über den Einfluss von abbaubaren / fragmentierbaren Kunststoffen auf die Qualität des Kunststoffrecyclings bekannt.

Im Jahre 2012 initiierte EuPC unabhängige Tests mit verschiedenen Arten von abbaubaren Materialien für die Produktion von Kunststofftragetaschen, um die Auswirkungen dieser Materialien auf die derzeitigen Recyclingströme und auf die Qualität der Recyclate für die Produktion von neuen PE-Folien in Europa zu messen.

Die Testreihe ergab den Angaben nach, dass oxo-fragmentierbare Kunststoffe bereits ab einem Anteil von 2% im Abfallstrom einen negativen Einfluss auf die Qualität des Kunststoffrecyclings und der daraus resultierenden PE Folien bzw. Recyclingprodukte haben. Die Forschung soll fortgesetzt werden, um den Einfluss von weiteren, auf dem Markt befindlichen Biokunststoffen zu untersuchen.

Zur Gewährleistung der Ressourceneffizienz in Europa, so der Verband, sei es von entscheidender Bedeutung, nicht nur die oxo-fragmentierbaren Kunststoffe gesetzlich zu verbieten, sondern zudem die unterschiedlichen Biokunststoffe nicht länger gemeinsam in den Abfallstoffströmen zu erfassen und sie getrennt vom herkömmlichen Kunststoff zu sammeln. Der Verband forderte die europäischen Gesetzgeber auf, dem entsprechend zu handeln und hofft, dass das neue Grünbuch zu einer europäischen Strategie für Kunststoffabfälle in diese Richtung weist.

Weitere Informationen: www.plasticsconverters.eu

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