09.02.2010

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European Bioplastics: Biokunststoffindustrie erwartet weiteres Marktwachstum

"Coca-Cola, Frito-Lay, Samsung, Hyundai - immer mehr renommierte Unternehmen setzen auf Biokunststoffe und bestätigen den Trend zu umweltfreundlichen Technologien und Produkten”, sagt Andy Sweetman, Vorstandvorsitzender von European Bioplastics.

Immer wieder neue Anwendungen
2009 hat Coca-Cola in den USA und Dänemark die PlantBottle eingeführt, eine PET-Flasche aus 30 Prozent nachwachsenden Rohstoffen. Auf grün setzt auch das zu PepsiCo gehörende US-Amerikanische Unternehmen Frito-Lay und will zum "Earth Day 2010” am 22. April eine kompostierbare PLA Verpackung für ihr Produkt "SunChips" in Nordamerika in den Markt bringen. Der deutsche Einzelhändler Aldi bietet seinen Kunden in allen Märkten seit knapp einem Jahr kompostierbare Tragetaschen an, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Für viele Anwender ist vor allem die gute C02-Bilanz der Materialien ausschlaggebend. So besteht beispielsweise das Samsung ReclaimTM Handy aus einem Kunststoff, der ursprünglich aus Mais gewonnen wurde und der auf der IAA 2009 vorgestellte Hyundai Blue-Will wurde innen und außen zu Teilen aus Bioplastik gefertigt. "Dies sind nur einige Beispiele unserer innovativen Industrie”, so Sweetman.

Steigende Produktionskapazitäten
Trotz der Finanzkrise haben einige Unternehmen der Branche in neue Produktionsanlagen und Kooperationen investiert. Der US-Granulathersteller NatureWorks hat in 2009 die Produktionskapazität für PLA verdoppelt und das brasilianische Unternehmen Braskem sein Engagement im Bereich von biobasiertem Polyethylen intensiviert. In Deutschland bietet der Chemiekonzern BASF seit Kurzem einen neuen bioabbaubaren Kunststoff an, der für die Papierbeschichtung und Herstellung so genannter Schrumpffolien optimiert ist, während die italienische Novamont die zweite Generation Mater-Bi angekündigt hat. Im Bereich geschäumter PLA Produkte plant das neue Konsortium PURAC-Sulzer-Synbra in den nächsten Jahren europäischer Marktführer zu werden.

Weitere Informationen: www.european-bioplastics.org